Archiv der Kategorie 'vergangenes'

jugendlicher leichtsinn

Neulich bin ich auf einige Bilder aus längst vergangenen Tagen gestoßen.

Das war ein herrlicher Trip! Da fuhr ich frühmorgens los den Herrn W. in Bayern abholen und schon unterwegs merkte ich, dass mit dem Kadett etwas nicht stimmt.
Leistung war quasi keine vorhanden, was aber nicht am Motor/Antrieb lag, sondern ein an einem festsitzenden Bremssattel.
Bei Herrn W. angekommen fiel uns die Entscheidung nicht schwer, dennoch zu fahren. Wir hatten Karten für ein Konzert, dem wir unbedingt beiwohnen wollten. So fuhren wir die 150km und ich war doch recht überrascht, dass die Kiste nicht mehr schneller als 110 lief – an der angetriebenen Vorderachse bremste es zu sehr mit… Noch bevor wir angekommen sind folgte eine recht logische Konsequenz. Die Felge vorn rechts wurde so heiß, dass das Ventil schmolz und der Reifen so natürlich die Luft nicht mehr halten konnte.
War mir dann aber herzlichst egal, wir fuhren das restliche Stück mit einem Plattfuß und parkierten die Kiste in einem Parkhaus.
Nach wundervoller Feierei und zu äußerst später Stund‘ habe ich mich dann recht widerwillig an die Arbeit gemacht.
Vor Ort habe ich neue Bremsbeläge eingesetzt und die Bremskolben wieder gangbar gemacht, sowie ein Ersatzrad aufgeschmissen und am nächsten Tag konnte es dann auch wieder zurück gehen.
Dürfte 2010 gewesen sein, seinerzeit meine erste Panne mit einem Opel Kadett. Das Auto habe ich dann 2011 abgestoßen und fahre mittlerweile wieder Stufenheck, ich wusste die Vorzüge damals einfach nicht zu schätzen.

rallye monte carlo

Schon bald ist es wieder soweit – ich organisiere wieder einen Roadtrip nach Nizza & Monte Carlo.

Diesen Trip machen wir nun seit einigen Jahren und es ist immer wieder eine Freude.
Start ist am 04. Dezember in Heidenheim, über Ludwigsburg, Zürich, Genua und dann an der Küste entlang bis Nizza.

Herkömmliche Reiserouten sind so gar nicht unser Bier – so werden wir aller Voraussicht nach dieses Jahr für die 950km mindestens 15 Stunden brauchen.
Wer Interesse hat teilzunehmen darf sich gerne bei mir melden!

kalkulation

Da ist man so unfassbar stolz auf sein kompaktes Reisemobil, befährt ein jedes Parkhaus ohne Müh‘ und ist stets agil und wendig unterwegs – und dann das.

So ging es 2014 inkl. vier Personen einmal quer durch Holland.

beinahe nostalgisch

Leider kämpfe ich seit vielen Jahren mit meinen Bildern, im Grunde schon immer. Ich habe mir nie wirklich einen Kopf darum gemacht meine Daten zu sichern, was mir schon einige Male zum Verhängnis wurde. Im Grunde sind fast alle meine Bilder weg – einige wenige die ich im Laufe der Jahre hochgeladen oder entwickelt hatte sind noch da, der Rest ist dahin. Ich find’s immer sehr schade aber selbst daran gewöhnt man sich.

Umso erfreulicher ist es dann, wenn unangekündigt alte Bilder auftauchen, die ich längst verloren geglaubt hatte.
Gestern stolperte ich durch Zufall über einige Bilder einer Frankreichreise, das dürfte 2009 gewesen sein.

Dort gab es lecker Flammkuchen und rund um dem Rhein eine bezaubernde Gegend. Wenn ich mich recht entsinne, dürfte das sogar mein erstes Mal Frankreich gewesen sein.

Den weissen Kombi hatte ich damals auch noch nicht lange, da sieht er noch so frisch und unverbraucht aus – fast schon schade, dass er nicht mehr unter uns weilt.
Und wer genau hinsieht erkennt sogar, dass da locker ein Surfbrett hineinpasst!

ein letztes Ziel

Mein Kombi durfte im Herbst 2012 noch eine letzte Tour fahren – über Nacht ging es nach Dover (GB) um dann wieder zurück in den Süden zu fahren. Mit Abstecher an der Adria ging es bis Ungarn und wieder zurück, unterwegs unzählige Aufgaben gelöst und Unmengen Spaß gehabt.

Nicht nur für die gelösten Aufgaben gab es bei dieser Rallye Punkte, sondern auch u.a. für die Auffälligkeit des Fahrzeuges. Der Fantasie waren hier keinerlei Grenzen gesetzt, was vorallem die deutsche Polizei desöfteren aufhorchen ließ. Auf den paar Hundert Kilometern deutscher Autobahnen wurden wir etliche Male angehalten, drei Autos sogar stillgelegt, die Weiterfahrt untersagt. Der Kadett durfte stets weiter und kam nach 3300km am Ziel in München an.

Am Ziel wurde ausgiebig gefeiert, das Oktoberfest lud dazu regelreicht ein. Am Tags drauf mussten die vielen Mitfahrer zurück nach England, belächelten sie mich noch weil ich zum Start extra nach England hoch musste, merkten sie recht schnell dass ich nun mit 150km Heimweg die bessere Karte gezogen hatte.

Es sollte meine Vorletzte „geführte“ Gaudirallye sein. So sehr es Spaß macht, so stressig ist es auch. Man ist eben nicht alleine und hat Zeitvorgaben. Gerade das ist ein doch recht gewichtiges Problem für meine Zuverlässig- und Pünktlichkeit.

Vielleicht schaff ich es irgendwann doch wieder daran teilzunehmen, dann aber bitte ohne Engländer, das verkraftet meine Leber kein zweites Mal.

überwintern falschverstehen

Dieses Jahr hab ichs irgendwie verpasst anständig dem Winter zu entfliehen.
Nun hat die Kälte mich in der Heimat voll im Griff, der Kadett zahlt ebenfalls seinen Tribut und mir ist schweinekalt.

Jetzt packen und ab dafür, das wär doch was. Berufstätigkeit kann manchmal ätzend sein.