Archiv der Kategorie 'unterwegs'

abschiedstour #3

Ausgeschlafen und pappsatt vom Frühstück gehen wir heute zum Volvo Museum. Das befindet sich etwas außerhalb von Göteborg und beherbergt die traditionsreiche Geschichte von Volvo. Auf zwei Stockwerken sehen wir uns die Fahrzeug der Schweden seit 1927 in chronologischer Reihenfolge an und ich freue mich sehr darüber dass sie sogar einen Volvo 440 ausgestellt haben. Mit diesem ungeliebten Volvo bin ich immerhin da und habe ihn inzwischen richtig lieb gewonnen.

Das Museum ist hübsch aufgemacht, in so manchen Raum geht es leider etwas eng zu und das Café sowie der Shop sind auch ganz nett. Nach drei Stunden sind wir aber schon durch – groß ist es also wirklich nicht, dafür aber voller toller Autos.

Meine Gattin hat – so vermute ich – genug Autos gesehen und so fahren wir nun wieder Stück nach Süden. Wir möchten Schloss Tjolöholm einen Besuch abstatten und als wir dort sind trifft mich der Schlag. Die Wiesen rundum sind zugeparkt. Tumultartige Szenen spielen sich ab. Wie wir dann kapieren, liegt es an einer Theateraufführung auf dem weitläufigen Gelände des Schlosses.
Das im Tudorstil erbaute Schloss wurde 1904 fertiggestellt und erfreut sich heute großer Beliebtheit bei Ausflüglern. Der gesamte Schlosspark nämlich ist durchzogen von Wanderwegen, die bis an den Kungsbackafjord reichen.
Wir verzichten auf eine Besichtigung des Schlosses, erfreuen uns von außen daran und wandern dann durch den Schlosspark, blicken auf den Fjord und kommen nach einem langen Marsch zurück an unser Auto.

abschiedstour #2

Noch immer auf dem Weg nach Göteborg machen wir Halt an einem Strand nähe Âsa und lümmeln ein wenig am Meer herum, tanken Sonne und spielen Karten. Allerdings wollen wir irgendwann ankommen und so geht es bald wieder weiter und wir halten tatsächlich nur noch zum Essen. Beim Asiaten werden wir satt und kommen dann nach einer unendlich langen Fahrt endlich in Göteborg an. Unser Hotel liegt außerhalb in einem Industriegebiet und nicht ganz ohne Zufall nur einen Steinwurf vom Volvo Museum entfernt.

Nun checken wir ein, machen gemütlich und gehen am Abend dann Essen. Auf Innenstadt haben wir keine Lust und außerhalb derer scheint es schwierig zu werden. Nach einiger Suche finden wir ein paar Vororte um die Ecke schließlich einen Italiener und mampfen uns satt um dann noch bei Volvo vorbeizuschauen. Es ist schon alles geschlossen und wir gucken uns ein wenig um, ich entdecke ein paar tolle Autos und am Volvo Museum lässt es sich auch ganz gut aushalten, so direkt am Meer. Das Museum selbst besuchen wir erst morgen und verkrümeln uns für heute einfach in unser Spa.

die abschiedstour

Ich habe im Suff ja diesen schwarzen Volvo erworben. Der ist nicht nur ringsherum defekt, sondern hat nun auch die Gültigkeit seiner Hauptuntersuchung verloren. Eine Reparatur macht nicht wirklich Sinn, an Autos mangelt es mir ohnehin nicht und so verabschieden wir ihn jetzt recht würdevoll und bringen ihn nach Schweden.
Leider habe ich keinen Dachträger für den Volvo auftreiben können, sodass wir nun auf Hotels angewiesen sind. Einige Dinge die ich besuchen möchte stehen auch schon fest und so habe ich nun kurz vor Abfahrt noch Hotels gebucht, den ollen Volvo betankt und gegen Mittag fahren wir schließlich los nach Schweden. Bei Kassel picknicken ein bisschen und genießen kur vor dem Elbtunnel einen schönen Sonnenuntergang.

Der altgediente Volvo fährt einwandfrei und nachdem wir Dänemark beinahe gänzlich durchfahren haben, schlafen wir in einem Industriegebiet vor den Toren Stockholms, ehe die Sonne schon wieder aufgehen soll. Allzu bequem zeigt sich der alte Schwede allerdings nicht und so schlafen wir auch nur für zwei bis drei Stündchen.
Ab Malmö geht es weiter in den Norden und in der Nähe von Varberg machen wir wieder einen Halt.
Hier finden wir den Längstwellensender Grimeton – die Anlage verfügt über den einzigen noch funktionierenden Maschinensender weltweit und gehört seit 2004 zum UNESCO Welterbe, hat ein kleines Museum und kann zu Fuß erkundschaftet werden.

Wir vertreten uns ein wenig die Beine und fahren weiter Richtung Norden. Schon nach an einem Stück werfe ich den Anker, denn hier am Straßenrand habe ich einen Volvosammler entdeckt. Der ganze Hof steht voller alter Volvo, ich streune ein wenig herum und dann geht es aber wirklich weiter.

allgäuer gammel

Ich genieße gerade den schönen Sommertag im Allgäu – hier gibt es nämlich wahrlich nicht mehr viel für mich, das ich noch nicht gesehen habe. In Ottobeuren aber war ich noch nie – ist nur ein Steinwurf entfernt und so düse ich fix mit meinem alten Schweden rüber.
Ottobeuren kennt man vor allem von dem Kloster. Die Benedikterabtei Ottobeuren wurde schon 764 nach Christus gegründet und im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Die spätbarocke Basilika wurde im 18. Jahrhundert erbaut und erfreut sich heute an meinen lüsternen Blicken. Es findet sich eine Menge Stuck, Fresken, Altarbilder und zwei barocke Chororgeln.

Das Museum im Kloster ist leider gerade geschlossen und so spaziere ich ein wenig durch die Anlage, bis es mich schließlich in die Innenstadt zieht. Hier verköstige ich knackigen Salat mit allerlei Pilzen und mache mich dann auf den Weg nach Hause.

Bei der letzten Fahrt mit dem schwarzen Volvo ging ja einiges kaputt, wurde zwischenzeitlich repariert und hat sich nun beweisen dürfen. Jetzt steht unserer baldigen Fahrt nach Schweden hoffentlich nichts mehr im Wege.

miles, miles, miles

Der BMW ist wieder fit für zwei weitere Jahre und ich bringe ihn jetzt zurück in seine Heimat. Morgen muss ich ohnehin an den Bodensee und so bietet es sich direkt an dem Herrn O, einen Besuch abzustatten. Den habe ich zuletzt im Winter gesehen und die Sehnsucht ist groß. So komme ich am Abend an, liefere den BMW ab und steige wieder in den Kadett. Bei Herrn O. dann gibt es traditionell Wein und wir bestellen uns Pizza.
Leider scheine ich krank oder soetwas zu werden, fühle mich recht unwohl und trotzdem sitzen wir bis in die Morgenstunden beisammen, haben viel Unfug zu erledigen und zu reden.

Nach einem kurzen Powernap und einer wohltuenden Dusche verlasse ich dann die Pfalz. Mein erstes Ziel ist Sindelfingen bei Stuttgart – hier treffe ich Herrn A. – für den liegen auf der Rückbank schicke Alufelgen für seinen Volvo. Ich brauch die nicht und seinem stehen die sicher ganz hervorragend. Weiter geht es es an den Bodensee nach Konstanz. Frau E. möchte abgeholt werden und diesem Ruf komme ich natürlich gerne nach. Eigentlich hatte ich für uns noch einiges an Programm in petto, aber noch immer fühle ich mich nicht gut und täte am liebsten direkt einschläfern lassen.
So fahren wir nach Hause, machen bei Ravensburg in einem Biergarten Pause und kommen früh nach Hause.

Nach einer ruhigen Nacht ist es dann soweit die Notaufnahme aufzusuchen. Schon in der Pfalz sagte ich spaßeshalber, dass bestimmt mein Blinddarm explodiert sei. Das sage ich schon immer wenn mir irgendetwas weh tut. Nur diesmal habe ich blöderweise Recht und werde direkt für die OP vorbereitet. Damit hat sich dann auch unsere Fahrt nach Ungarn auf das Balaton Sound Festival erledigt. Die Tickets liegen bereit und Freunde sind bereits in Ungarn und warten sehnsüchtig auf unser Erscheinen. Ich aber liege jetzt ein paar Tage im Krankenhaus und hoffe dass ich bis zu unserer Tour nach Schweden wieder fit bin. Denn die sollte planmäßig nach unserer Rückkehr von Ungarn starten.

schluss mit action

Die Festivaltour ist zu Ende und damit nun etwas Zeit für Entspannung und Liebkosereien mit der Dame des Hauses.
So verbrachten wir die letzten Tage überwiegend zu Hause und unternahmen nur einen kleinen Ausflug in die Nähe von Schwäbisch-Gmünd.
Dort spazierten wir auf die Burg Hohenrechberg, snackten ein Schnitzel, Käsespätzle und etwas Bier dazu. All das mit einer schönen Aussicht auf die Umgebung. So konnte ich auch mal wieder mit meinem neuen Volvo fahren – seit dem Kauf steht der eigentlich nur rum und das missfällt mir dann doch ein wenig.

Ansonsten gab es auch nicht viel zu tun – lediglich den Kadetten habe ich vom Festivalschmodder befreit, für etwas Ordnung gesorgt und bringe ihn heute in die Pfalz. Die Pfälzerin E. hat nämlich einen BMW, der nach einer frischen Hauptuntersuchung ruft und so hole ich ihn fix. Es gibt lecker Abendessen, den Kadett lasse ich zurück und verfrachte den alten BMW dann in die Heimat. Hier werden nun einige kleinere Reparaturen durchgeführt und dann dürfte dem neuen Stempel nichts im Wege stehen.