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welcome to ukraine

Noch an der Grenze hatte ich mir ein Hotel gesucht und hab nur 17km entfernt ein günstiges Luxushotel gefunden. Ist wohl keine Saison gerade, was in Anbetracht des vielen Schnees auch sinnvoll erscheint. Der Weg dorthin lässt mich dann schon erahnen, was mir noch bevorsteht. Die Straßen sind in katastrophalen Zustand und geräumt werden auch nur die Hauptstraßen. Zum Hotel hin fahre ich durch 25cm hohen Schnee und freue mich dass man so immerhin nichts von den Schlaglöchern bemerkt.

Hundemüde komme ich an, checke ein und verliebe mich direkt. Ich habe ein wunderschönes Blockhaus direkt neben dem Pool. Der ist auch nur zur Hälfte gefroren und ich überlege kurz ob ich es wagen soll.
Wie auch immer – nun ist erstmal Wellness, ich schalte etwas ab, verkrieche mich in Büchern und werd dann schon sehen wohin es noch gehen soll. Die Möglichkeiten sind wegen des vielen Schnees etwas beschränkt und ob mir die Städte hier gefallen wird sich dann schon zeigen.

dem schnee nach

Heute verlasse ich Hermannstadt und weiss noch überhaupt nicht wohin. Eigentlich hatte ich vor noch rüber nach Moldawien zu fahren, oder ans Schwarzmeer und Bukarest wollte ich auch noch ansteuern. Werfe ich kurzerhand soweit über den Haufen, denn mir steht noch genug Fahrerei bevor.

Also fahre ich nun mal ganz grob nach Nordosten und bin entzückt von der schönen Landschaft. Im Sommer ists hier sicher unendlich schön. Ein gutes Stück täte ich nun gerne machen, angesichts der schlechten Straßen eine echte Herkulesaufgabe. Den gesamten Tag sitze ich im Kadett, höre unzählige Musikalben durch und erreiche pünktlich zur Dämmerung Suczawa. Die Ukraine und auch Moldau sind nun nur noch einen Steinwurf entfernt. Nachdem ich mir Suczzawa angesehen habe, entscheide ich recht schnell – ab in die Ukraine! Schön ist es hier nämlich nicht.

Zur Grenze hin fahre ich im Lichtkegel meiner miesen Scheinwerfer und bin etwas erleichtert, dass nicht allzuviel los ist. Nach rund 30min bin ich an der Reihe, lass mir den Pass stempeln und gehe anschließend zum Zoll. Die Zollbeamtin ist reichlich verwundert, erklärt mir dass sie hier nur selten auf Deutsche trifft und freut sich über mein nächstes Ziel. Ich solle dort Freunde von ihr lieb Grüßen. So geht dann auch die Kontrolle völlig unter und der Kadett bleibt im Gegensatz zu allen anderen unkontrolliert.