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schiffchen fahren

Rechtzeitig kommen wir am Hafen an und reihen uns ein – nun heißt es warten. Wegen des Sturmes ist Tarifa gesperrt und entsprechend voll ist es hier.
Auf der Fähre lernen wir Herrn P. samt seiner besseren Hälfte kennen. Die beiden wollen auch etwas Zeit in Marokko vergehen lassen und so stehen wir erst einmal an um unsere Pässe stempeln zu lassen, die Schlange ist lang.

Danach gehen wir auf der sturmgeschützten Seite an Deck und beobachten das Treiben auf dem Meer. Das Schiff schauckelt recht ordentlich und ich wäre so froh über eine Mahlzeit. Der Salon ist aber hoffnungslos überfüllt und ich hoffe derweil auf eine zügige Einreise.

In Tanger Med dauert es natürlich einige Zeit bis sich das heillose Chaos lichtet und wir rausfahren können. Mit Herrn P. verabreden wir uns auf einem Campingplatz bei Martil – weiter fahren möchte keiner von uns und das Einreisen macht uns da ohnehin einen Strich durch die Rechnung. Dadurch, dass Tarifa geschlossen ist, ist hier die Hölle los. Das ganze – eigentlich simpel geregelte – Prozedure dauert drei Stunden. Und dabei wurde nicht mal in die Autos geguckt – nichts. Abfertigung wie am Fließband und schlussendlich drin in Marokko!

am horizont rechts

Einmal quer durch Spanien – da kommt richtig Freude auf. Das Wetter nämlich ist ganz wunderbar und der Norden weiss landschaftlich zu begeistern.
So geht das den ganzen Tag und irgendwie auch die ganze Nacht, nur sieht man nix mehr. Manchmal schließe ich meine Augen auf einem Rasthof und powernappe dann für kurze Zeit, sodass es im Morgengrauen nur noch 300km bis Algeciras sind.

Auf den letzten Kilometern stürmt es ganz furchtbar – der kleine, windschnittige Kadett wird ordentlich durchgeschüttelt.
In Algeciras dann verfahre ich mich auf die Schnelle und stehe dann vor Carlos‘ Büro.
Wegen des Sturmes fährt heute nur noch eine Fähre, allerdings in einer Stunde. Wir sollten dann also direkt los, meint er. Ehe ich überlege, ob ich mir das auch noch antun möchte, nehme ich das Angebot an.

So geht es von Algeciras nach Tanger MED & Retour nach Tarifa (open return). 1 Opel Kadett + 2 Menschenwesen kosten dann 200,-€ & bei Carlos bekommt man direkt das Fahrzezg für Marokko registriert (D16TER) und die Zettelchen für die Einreise. Als sei das nicht genug, bekommen wir noch Wein sowie Kuchen.
Nun aber schnell zum Fährhafen, wenn sie nämlich pünktlich ist, wird es knapp!

nur noch ein stück

Ich wache auf & es ist fürchterlich kalt. Wundern tut es mich nicht – ich habe micht nicht zugedeckt.
Wenn ich schon wach bin, können wir auch direkt weiterfahren. Eine Stunde Schlaf sollte genügend.

Nun geht es auf mautfreier Autobahn weiter in Richtung Bordeaux bis sich Hunger ankündigt. Auf einem Parkplatz bereite ich dann schnell Reis mit Tomatensoße vor & wie man das von mir erwartet, fällt mir ausversehen ein Kilo Pfeffer in den Topf. Irgendwie ungenießbar aber sicher verdaubar. Also hinein damit.

Wir kommen schließlich in Spanien an und gondeln durch das schöne Baskenland bis Burgos. In der Stadt hoffe ich auf einen Supermarkt. Fündig werde ich nicht, dafür blicke ich auf hunderte leerstehende Häuser und eine Stadt, deren Charme längst die Toilette hinuntergespült wurde. Einige Kilometer weiter ist schön am Hang ein Dorf gelegen. Auch hier steht beinahe alles leer und Lebensmittel gibt es keine. So bleiben wir direkt hier – beim Zubereiten von Bratkartoffeln ruiniere ich unseren einzigen Topf & bin sehr stolz auf mich.