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malmø museer

Nach dem Fußmarsch schaffen wir es tatsächlich zum Malmö Museum, welches in einem alten Schloß platz gefunden hat. Hier wird nicht nur die Stadtgeschichte von der frühen Steinzeit bis heute ausgestellt, sondern auch eine menge Botanik und Tiere aller Couleur. Neben all dem gibt es auch eine Kunstausstellung und somit dürfte für jeden etwas dabei sein. Wer sich jetzt – völlig zurecht – fragt was das in einem Technikmuseum zu suchen hat, dem muss gesagt sein dass wir uns natürlich in der Adresse vertan haben. Das Technikmuseum befindet sich tatsächlich nur wenige hundert Meter weiter. Aber wenn wir schon da sind…

Vom Likör angetüdelt erkundschaften wir das Museum, gucken uns allerlei sinnvolles und sinnloses an und suchen im Terrarium wie verrückt nach den versteckten Tieren. Im Museumsshop kaufe ich noch fix eine Wanduhr – die macht sich in meinem Wohnzimmer sicher super! Nun möchte die Gruppe aber ins Technikmuseum und so hetzen wir mehr oder weniger durch die Gänge, verpassen furchtbar viel und marschieren dann ein Stück weiter zum Seefahrt- und Technikmuseum.

reisegruppe vollverblödung

Ich stehe heute zeitig auf, gönne mir eine ausgiebige Dusche und husche dann schnell ans Frühstücksbuffet. Das ist sehr reichhaltig und alles schmeckt recht vorzüglich. Also stopfe ich mir den Magen voll, denn günstiger wird’s heute sicher nicht mehr werden. Nach dem Frühstück – viele liegen noch in den Federn – fragen wir uns was wir denn solange tun sollen? Ich schlage vor bei etwas Musik und guten Snacks im Parkhaus auf den Rest zu warten. Also schreiben wird eine Rundmail – Treffpunkt 1 im Parkahaus zum wilden Parkplatzrave und anschließend zwei Stunden später Treffpunkt 2 an der Hotellobby zum gemeinsamen Tagverbringen.

Im Parkhaus trinken wir, das ist uns besonders wichtig, eine Flasche Likör noch vor Mittag und essen dazu Essiggurken und steinhartes Brot. Nach und nach scheinen alle wach zu sein und wir diskutieren wo es denn hingehen soll. Zur Wahl steht der Weihnachtsmarkt in Malmö oder das Technikmuseum. Die meisten möchten natürlich in das Technikmuseum und da soll es dann vorerst auch hingehen. Niemand hat so recht Ahnung wo es hingehen soll und mangels Navigator entsteht ein fürchterliches Chaos als wir uns durch Malmö schlengeln. Die Stimmung ist gut, das Wetter genau so wie man es von Schweden erwartet und nach ein paar Kilometer sind wir auch schon am Museum.

malmö bei nacht

Manch einer geht zu Bett und manch einer hat noch eine lange Nacht vor sich. In unterschiedlichsten Grüppchen bezwingen wir Malmö, feiern unverantwortlich wild und ziehen durch die Innenstadt. Nun ist es Zeit eine Karaokebar aufzusuchen – einen langen Fußmarsch später erreichen wir diese auch. Rund 5,00€ Eintritt soll es kosten und die Getränkepreise befinden sich jenseits von Gut und Böse. Hält uns natürlich nicht ab und so hören wir diversen Schweden beim Singen zu. Einer schlechter als der andere und auch die Musikauswahl könnte man kaum mieserabler treffen.

Wir haben unseren Spaß und gröhlen bei Klassikern aus längst vergangenen Zeiten lauthals mit. Einen Liedwunsch unsererseits wird es nicht geben, denn wir haben nicht vor noch länger zu bleiben. Schließlich steht uns morgen wieder ein langer Tag bevor und ein wenig Schlaf würde uns allen nicht schaden.

So gehen wir wieder zurück in Richtung Hotel. An einem Nachtimbiss kann ich nicht vorbeigehen. Ich stolpere mit einem Baguette, halbherzig aufgeschnitten und mit furchtbaren Kötbullar beträufelt nach draußen und wie ich hineinbeiße fallen die runden Kügelchen natürlich sofort zu Boden. Wenig satt sitzen wir dann noch etwas im Hotel beisammen und zu besonders später Stund falle ich in das Bett.

grüß dich, malmø!

Nun sind wir in Schweden und uns trennen nur noch wenige Kilometer von unserem Ziel. An der Grenze beäugen die Beamten unsere Fahrzeuge reichlich skeptisch, lassen uns dann aber zügig passieren. Nun fahren wir durch das Wirrwarr aus Straßen von Malmö und finden beinahe auf Anhieb das Hotel samt Parkhaus im selben Gebäude. Die Einfahrt gestaltet sich schwierig, wenn man quasi keinerlei Sprachkentnisse besitzt. Erst lande ich samt Kolonne in einer Art Waschpark im unteren Teil des Parkhauses. Die Blicke der Autopfleger sind wahrlich unbezahlbar! Nun ist es von hier aber nicht mehr möglich zu den Parkdecks zu gelangen. Also fahren wir raus und wieder an den Eingang. Selbes Spiel nochmal – inzwischen ist die automatische Kennzeichenerfassung hoffnungslos überfordert. Immerhin schaffen wir es nach und nach alle und finden ausreichend Parkplätze direkt am Hotelzugang des Parkhauses.

Rund 20 Stunden sind wir jetzt gefahren und das Kaltgetränk haben wir uns verdient – im Parkhaus sammeln wir uns, plaudern ein wenig und fangen nach und nach an einzuchecken. Nun gönnen wir uns eine Dusche, beseitigen etwas das Anreisechaos, sehen nach den Autos und tragen unser Hab und Gut ins Hotel. Der Tag ist ja noch jung und später werden wir mal sehen, was wir denn heute noch so treiben.