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kraftwagentag

Frau I. täte gerne ihr Auto wieder in Empfang nehmen und ich sehne mich nach dem Kadett. Also geht es heute wieder in die Pfalz. Natürlich nicht ohne einen kleinen Umweg.
Die A8 fällt mir heute mal wieder besonders zu Last – Stau wohin das Auge reicht. Ich hasse es. Genervt komme ich schließlich in Gaggenau, nähe Rastatt, an. Dort gibt es seit 2006 ein Verkehrsmuseum, welches sich dem allradgetriebenen Unimog widmet.

Ich finde den Unimog als Reisemobil generell ziemlich cool, kann aber ansonsten nicht so viel damit anfangen. Im Museum werden diverse Fahrzeuge, deren Einsätze und die Geschichte ausgestellt. Die Mitarbeiter erklären und zeigen Dödeln wie mir auch alles ganz geduldig und es macht Spaß den erfahrenen Unimoggesen zu lauschen. Im Außenbereich des Museum gibt es auch einen Parcours, wo man als Beifahrer den Unimog auf seine Fähigkeiten testen kann. Ich meine zu glauben, dass es auch möglich ist sich selbst ans Steuer zu setzen. Ich aber lass das sein, gucke aus sicherer Entfernung zu und bummel dann noch ein wenig durch den Außenbereich und den Museumsshop, ehe ich mich vom Acker mache.

In Gaggenau esse ich noch eben zu Mittag und fahre dann in die Pfalz, lade geschwind einiges Zeugs um, halte einen Plausch mit Frau I. und fahre dann wieder zurück in den Süden.
Nicht weit vom Unimog Museum gibt es nämlich noch ein Museum, das ich gerne sehen täte. Die Öffnungszeiten wirken wie abgestimmt, denn es macht nun erst auf und mein Timing ist perfekt.

trippin‘

Wir haben heute in der Pfalz zu tun, kommen mittags tiefenentspannt an und gehen am Abend zum Griechen um die Ecke – morgen soll’s dann früh aus den Federn gehen und so verschwinden wir schon zeitig in den Federn. Noch am Frühstückstisch verabschiede ich mich und begebe mich in den Kadetten.
Herr P. nämlich hat spitzbekommen dass ich in der Pfalz mein Unwesen treibe und hat gemeint, ich könne ja vorbeikommen. Klingt vernünftig und so trennen uns nur noch 140km. Herr P. wohnt im Saarland nahe der Grenze zu Luxembourg – dort angekommen zischen wir ein Bierchen, reden dummes Zeugs und er zeigt mir bei der Gelegenheit direkt sein neues Haus und die kleine Fahrzeugsammlung. Die Vorfreude auf unsere kleine alljährliche Rallye im Dezember wächst enorm – schön auch Herrn P. mal wieder außerhalb des Trips zu sehen.

Nun fahren wir noch rüber nach Luxembourg – der Tank vom Kadett ist eh leer und wird nach der Grenze direkt aufgefüllt. Das freut den Geldbeutel. Nahe Remich fahren wir noch auf einen Berg und genießen die tolle Aussicht auf das Moselgebiet und genießen die wohltuende Sonne. Für einen rundum gelungenen Tag fehlt eigentlich nur noch ein Döner, sodass wir rüber in die Pfalz fahren und fürstlich dinieren. Auf dem Rückweg zum Haus kommen wir noch an einem Straßenflohmarkt vorbei und wie das immer so ist, kaufe ich manchen Trödel. Wer weiß wozu der gut sein kann.
In der Garage von P. gibt’s noch ein Radler und dann geht es für mich zurück in die Pfalz.

Dort angekommen parkiere ich den Kadetten und übernehme das Auto von Frau I. – da sind einige Sachen zu machen und so nehme ich ihn mit zu mir. Sollen sich Leute drum kümmern, die Ahnung davon haben. Spätabends kommen wir schließlich zu Hause an und ich vermisse meinen Kadetten jetzt schon ein bisschen.

kilometerkönig

Nun wird’s stressig – denn wir lösen unser Ferienloft in Berlin auf und wenn das schon erledigt wird, wird das Ferienhaus in der Pfalz ebenfalls abgestoßen. Fix den Dieselrüssel in den Kastenwagen gesteckt und nun warte ich auf Frau J. Die Zeit nutze ich sinnvoll und spaziere ein wenig durch das Dorf wo ich aufgewachsen bin, besuche Verstorbene auf dem Friedhof und lümmle noch ein wenig in der Sonne herum. Jetzt geht es aber los, sonst kommen wir ja nie an. Die 600km bis Berlin schaffen wir in halbwegs annehmbarer Zeit und kommen am späten Nachmittag an, wo wir dann direkt loslegen ein paar Möbel über Kleinanzeigen zu verhökern und den Bus vollzuladen. Wir essen noch einen Döner und am späten Abend findet in der Dunkelheit noch eben die Schlüsselübergabe statt. Die haben wir kurzerhand vorverlegt, denn niemand hat die Absicht eine sinnlose Nacht im schmutzigen Berlin zu verbringen. Schlaf brauche ich nicht wirklich und im Tank befindet sich schließlich etwas Diesel. Nix wie weg hier!

Nächster Halt ist planmäßig Landau in der Pfalz. Die komplette Nacht fahre ich durch und brauche dann in den Morgenstunden ein halbes Stündchen Schlaf, ehe wir die restlichen Kilometer herunterspulen. Der Bus füllt sich zunehmend und Frau E. ist so lieb uns nebenbei grandios zu bekochen. Das Ferienhaus leert sich, vieles können wir verschenken und verkaufen und nach einer erholsamen Nacht fahren wir zurück nach Hause. Der Bus ist ordentlich vollgeladen und in einem Möbelgeschäft an der Autobahn füllen wir noch die letzten Zwischenräume.
Nun wird ausgeladen, verräumt, verkauft, verschenkt und meine Habseligkeiten sind nun so langsam auf einem recht minimalistischen Stand. Gefällt mir.

Nach den langen Tagen, den langen Nächten und den vielen Kilometern ist uns jetzt nach Erholung – diese soll es auch geben, aber nun wird zuerst geschlafen.

rumbitchen in frankreich

Beinahe ausgeschlafen blicke ich so aus dem Fenster und wir sind uns recht schnell einig, dass wir ja etwas nach Frankreich könnten. Immerhin wettert es relativ angenehm und draußen stehen zwei vollgetankte Kadetten herum. Mit dem Neuerwerb geht es dann schließlich los. Zuerst an die Tanke, denn das größte Manko an dem Fahrzeug ist, dass es aufgrund des Umbaus keine Tankanzeige besitzt und der Tank auch nur rund 30 Liter fasst. Erfahrungsgemäß werde ich in Zukunft damit oft am Straßenrand stehen und dumm dreinblicken.

Mit frischem Benzin geht es dann nach Frankreich, ich habe mir für das Städtchen Bitche entschieden. Da war ich noch nie und es ist bestimmt einen kurzen Besuch wert. So richtig nach Städtegucken ist uns aber heute beiden nicht und so marschieren wir nach oben zur Zitadelle, umrunden sie ganz gemütlich und gucken in die Ferne. Wirklich schön hier und das mitgebrachte Obst ein Hochgenuss. Im Anschluss geht es noch etwas zu Fuß durch Bitche und dann schließlich zurück zum Auto.
In Philippsbourg stoppen wir erneut, grasen ein wenig auf den Wiesen und starren auf einen Teich, ehe es wieder über die Grenze geht. Nach einem kurzen Stopp am Deutschen Weintor sind wir schließlich zurück und die nächsten Tagen werden geprägt von Fressorgien, Freunden und Familie bis wir schließlich genug haben und zurückfahren.

Mit dem neuen Kadett geht es zurück, den heißgeliebten Bestandskadetten lasse ich vorerst mal zurück und wie wir angekommen sind, erstaunt mich der Verbrauch von rund 6,0 Litern auf 100km. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Sobald ich dann mal Zeit habe hole ich meinen Kadetten aus Landau und kümmere mich dann um den Neuen. Da gibt es einiges zu tun und vorallem sollte ich zeitnah entscheiden was ich noch damit vorhabe.

kaufrausch

Frau J. ist zu Besuch und wir müssen die Tage wegen eines Geburtstages in die Pfalz. Das trifft sich ganz gut, denn Herr R. hat mir neulich ein Inserat geschickt mit einem Auto, das ich irgendwie schon immer ganz cool fand. Preislich werden wir uns schnell einig und so fahren wir heute einfach mal dahin. Mit dem Kadett geht es nach Landau. Geparkt ist er schnell und ich lümmle mich auf den Beifahrersitz eines anderen Autos. Rund 200 Kilometer trennen uns nun noch von dem Objekt der Begierde.

Angekommen schaue ich mir die Kiste etwas genauer an, bin recht erstaunt über den eigenwilligen Umbau und weiß nicht so recht, was ich damit überhaupt anfangen soll. Schließlich ist mein Kadett noch gut und soll noch lange lange fahren. Diesen Kombi mit Hochdach finde ich aber auch ziemlich cool, der Zustand ist halbwegs in Ordnung und technisch macht er einen fitten Eindruck. Also fackle ich nicht lange und kaufe ihn einfach. Umgebaut wurde er als er noch neu war von einer Firma in Hessen. Diverse Eingriffe an der Karosserie erlauben es nun Rollstühle samt Mensch zu transportieren und bequem einzuladen. Genauere Informationen zum Hersteller und dem Um- sowie Ausbau konnte ich bisher nicht auftreiben.

Nun bringen wir ihn nach Landau, das Fahrgefühl überzeugt und mit dem 75-PS Motor ist er auch ausreichend motorisiert. Ich bin halbwegs zufrieden, doch auch während der Fahrt mag mir nicht einfallen, warum ich das Ding überhaupt gekauft habe. Umso erfreulicher dann, dass mir auf der Autobahn ein Stein in die Windschutzscheibe fliegt und sie direkt reißt. Immerhin ein Argument das Auto vorerst zu behalten, denn ein gutes Verkaufsargument ist dieser Riss auf keinen Fall. In Landau angekommen geht es ins Bett, Zeit zu Grübeln ist ja noch genug.

der mit dem kadett

Ich treibe mich noch immer in Darmstadt herum und nutze jetzt das schöne Wetter für eine Wanderung durch Kranichstein. Hier befindet sich das ehemalige Jagdschloss aus dem Jahre 1578, es ist eines der wenigen barocken Jägerhofe Deutschlands. Heute befindet sich auf dem Hof ein Hotel, ein Restaurant sowie das Jagdmuseum – viel interessanter finde ich aber die Umgebung, denn wo seit hunderten Jahren die Jagd betrieben wird, finden sich im Wald sicher viele Hinterlassenschaften. So umrunde ich einmal den Backhausteich und marschiere dann lange durch den Wald. Irgendwann komme ich an einem alten Jagdschirm aus dem 18. Jahrhundert vorbei und entdecke später auch ein altes Saufanghäuschen. Erbaut wurde es im klassizistischen Stil um 1830 und wurde genutzt um die sich damals stark vermehrende Wildschweine zu Schießen. Die Säue wurden in ein Gehege rund um das Häuschen gelockt und dann geschossen.

Irgendwann stolpere ich wieder zurück zum Kadett, wundere mich angesichts meines jetzigen Termins ein wenig um meine völlig versauten Schuhe und fahre los. Nächster Halt Mainz.
Vor kurzem nämlich habe ich bei einem Gewinnspiel auf Facebook von Opel mitgemacht und dann auch noch gewonnen. Der Preis ist eine Einladung zu einem exclusiven Event in der Mainzer Opel Arena, wo sonst der 1. FSV Mainz 05 spielt. Ohne Plan komme ich an, werde begrüßt und eine junge Dame führt mich durch die Räumlichkeiten. Nun ist Zeit für kühle Getränke und nette Gespräche. Etwas später eröffnet das Buffet – angesichts der rauen Mengen an Speisen und den wenigen Leuten bleibt mir natürlich nichts anderes übrig, als mich hoffnungslos vollzustopfen. Es schmeckt aber auch ziemlich gut. Nach einer kurzen Verschnaufpause beginnt dann das eigentliche Programm. Im Laufe des Jahres wird der neue Opel Combo auf den Markt kommen und heute habe ich zusammen mit diversen Großkunden von Opel die Möglichkeit ihn mir genauer anzuschauen. Nach einer gelungenen Präsentation und diversen Informationen haben wir noch ausreichend Zeit uns die Fahrzeuge anzusehen und Kuchen wird es auch noch geben.

Nachdem ich mich sattgesehen habe, verabschiede ich mich, bedanke mich ganz lieb für den tollen Tag und verschwinde so leise wie ich kam. Es war wirklich sehr interessant einer solchen Veranstaltung beizuwohnen und auch hier mal wieder etwas hinter die Kulissen zu blicken – das konnte ich ja schon oft bei Opel und der Satz am Empfang „Du bist doch der mit dem Kadett in Kiew war?“ bleibt sicher auch in Erinnerung. Der neue Combo übrigens – wahnsinnig gelungen! Das Platzangebot ist sehr gut, die Langversion kann ich mir sogar als kleinen Camper super vorstellen und auch sonst macht er in allen Belangen einen weitaus besseren Eindruck als sein ungeliebter Vorgänger.