Archiv der Kategorie 'Rheinland-Pfalz'

miles, miles, miles

Der BMW ist wieder fit für zwei weitere Jahre und ich bringe ihn jetzt zurück in seine Heimat. Morgen muss ich ohnehin an den Bodensee und so bietet es sich direkt an dem Herrn O, einen Besuch abzustatten. Den habe ich zuletzt im Winter gesehen und die Sehnsucht ist groß. So komme ich am Abend an, liefere den BMW ab und steige wieder in den Kadett. Bei Herrn O. dann gibt es traditionell Wein und wir bestellen uns Pizza.
Leider scheine ich krank oder soetwas zu werden, fühle mich recht unwohl und trotzdem sitzen wir bis in die Morgenstunden beisammen, haben viel Unfug zu erledigen und zu reden.

Nach einem kurzen Powernap und einer wohltuenden Dusche verlasse ich dann die Pfalz. Mein erstes Ziel ist Sindelfingen bei Stuttgart – hier treffe ich Herrn A. – für den liegen auf der Rückbank schicke Alufelgen für seinen Volvo. Ich brauch die nicht und seinem stehen die sicher ganz hervorragend. Weiter geht es es an den Bodensee nach Konstanz. Frau E. möchte abgeholt werden und diesem Ruf komme ich natürlich gerne nach. Eigentlich hatte ich für uns noch einiges an Programm in petto, aber noch immer fühle ich mich nicht gut und täte am liebsten direkt einschläfern lassen.
So fahren wir nach Hause, machen bei Ravensburg in einem Biergarten Pause und kommen früh nach Hause.

Nach einer ruhigen Nacht ist es dann soweit die Notaufnahme aufzusuchen. Schon in der Pfalz sagte ich spaßeshalber, dass bestimmt mein Blinddarm explodiert sei. Das sage ich schon immer wenn mir irgendetwas weh tut. Nur diesmal habe ich blöderweise Recht und werde direkt für die OP vorbereitet. Damit hat sich dann auch unsere Fahrt nach Ungarn auf das Balaton Sound Festival erledigt. Die Tickets liegen bereit und Freunde sind bereits in Ungarn und warten sehnsüchtig auf unser Erscheinen. Ich aber liege jetzt ein paar Tage im Krankenhaus und hoffe dass ich bis zu unserer Tour nach Schweden wieder fit bin. Denn die sollte planmäßig nach unserer Rückkehr von Ungarn starten.

schluss mit action

Die Festivaltour ist zu Ende und damit nun etwas Zeit für Entspannung und Liebkosereien mit der Dame des Hauses.
So verbrachten wir die letzten Tage überwiegend zu Hause und unternahmen nur einen kleinen Ausflug in die Nähe von Schwäbisch-Gmünd.
Dort spazierten wir auf die Burg Hohenrechberg, snackten ein Schnitzel, Käsespätzle und etwas Bier dazu. All das mit einer schönen Aussicht auf die Umgebung. So konnte ich auch mal wieder mit meinem neuen Volvo fahren – seit dem Kauf steht der eigentlich nur rum und das missfällt mir dann doch ein wenig.

Ansonsten gab es auch nicht viel zu tun – lediglich den Kadetten habe ich vom Festivalschmodder befreit, für etwas Ordnung gesorgt und bringe ihn heute in die Pfalz. Die Pfälzerin E. hat nämlich einen BMW, der nach einer frischen Hauptuntersuchung ruft und so hole ich ihn fix. Es gibt lecker Abendessen, den Kadett lasse ich zurück und verfrachte den alten BMW dann in die Heimat. Hier werden nun einige kleinere Reparaturen durchgeführt und dann dürfte dem neuen Stempel nichts im Wege stehen.

schneesause

Vor ein paar Wochen fragte mich Herr C. ob der Preis für seinen jungen Gebrauchten in Ordnung sei. Ich bejahte und wunderte mich ein wenig darüber, dass er den tollen Opel nicht losbekommt. So bot ich ihm direkt an, dass ich das Auto für Summe X kaufen täte, wenn er ihn gar nicht losbekommen sollte. Und nun hat er sich bei mir gemeldet. Ob mein Angebot noch stünde. Eh klar, Autos kann man immer gebrauchen!

Der Kadett wurde seit Polen so gut wie nicht bewegt, steht dumm rum und hat viel Zeit in der Werkstatt verbracht. So bleibt er auch heute stehen und ich fahre zusammen mit Herrn R. nach Mainz in die schöne Pfalz. Dort nämlich wohnt der C. und wird nun heute endlich seinen Opel Astra los. Die Anfahrt ist etwas schwierig, denn ausgerechnet heute steht Schneechaos auf dem Programm und so schleichen wir langsamen Tempos in Richtung Pfalz. Angekommen bleibt leider nicht viel Zeit, denn wir müssen zeitnah wieder zurück. Den Astra schaue ich mir nicht wirklich an, checke nur ob er anspringt und bezahle meine Zeche.

Auf dem Heimweg kommen längst vergessene Gefühle wieder in mir hoch. So einen Astra hatte ich nämlich als Jungspund schon einmal. Damals diente er als Winterauto und hat mich nie im Stich gelassen. Der untermotorisierte Kombi hat immer viel Spaß gemacht und für all den Unfug den wir damit getrieben haben, sollte man vermutlich in den Kerker kommen.
Die 300km meistert er auch ganz zuverlässig, braucht wenig Sprit und dient mir noch zwei Tage als Ersatz – denn der Kadett steht noch in der Werkstatt. Ein neues Türschloss soll vermeiden, dass ich weiterhin zur Beifahrertüre ein- und aussteige.
Was dann mit dem Astra passiert? Keine Ahnung. Vielleicht verkaufe ich ihn, vielleicht behalte ich ihn auch – mal sehen.

zu speyer

Nach unserem gestrigen Ruhetag machen wir heute noch einen kleinen Ausflug. Es geht nach Speyer, – wieso auch immer war ich noch nie dort und es gibt sicher manches zu sehen. Dort angekommen parkieren wir am Stadtrand, werfen einen Blick in die Gedächtniskirche und schlendern dann in die Innenstadt. Dort trinken wir einen Dornfelder Glühwein und wir müssen schiergar kotzen. Der schmeckt unter aller Kanone und das meiste davon landet dann über‘m Gullideckel.
Auf dem Weihnachtsmarkt versuchen wir nun noch unser Glück mit einer Bratwurst – die schmeckt ganz gut und aus allen Poren trieft der Senf – so mag ich das! Nun beginnt es zu regnen und wir flüchten uns im Dom zu Speyer.

Wir spazieren durch das ewig lange Seitenschiff, ich beäuge die recht neue Orgel und ansonsten fehlt mir ein wenig die Lust. Die Gruften und vieles mehr sehen wir uns gar nicht an und marschieren dann durch den Regen zum Auto. Erst wollten wir einfach nach Hause, dann kam uns aber die Idee dass wir ja noch ins Technikmuseum könnten. In Sinsheim war ich schon gewesen und so bietet es sich ja geradezu an. Auf dem Parkplatz ist auch wenig los – scheinbar haben die Leute an Weihnachten einfach besseres zu tun.

Im Museum selbst gibt es natürlich viel zu sehen. Jede Menge Flugzeuge, Autos, Lokomotiven, Schiffe und anderes technisches Gerät. So dauert es ein Weilchen bis wir uns sattgesehen haben und können uns dann zurück in Landau noch für ein paar Tage sattessen.

pfälzer weihnacht

Der Kadett befindet sich in der Werkstatt – auf dem Weg nach Polen ist mir ja der Regler von der Lichtmaschine kaputtgegangen und nun bekommt er eine komplett neue Lichtmaschine. Bei der Laufleistung halte ich eine Reparatur für Blödsinn und die Ersatzteilpreise sind ja sowieso kaum der Rede wert. Bei der Gelegenheit gibt’s auch direkt einen neuen Keilriemen und ich mache mich derweil auf den Weg in die Pfalz. An Ersatzfahrzeugen mangelt es ja nicht.

Am Abend kommen wir in Landau an und treffen uns dann mit meinem ehemaligen Mitbewohner O. Nach einem Sektempfang gehen wir zum Griechen und stopfen uns ordentlich voll um anschließend Landau unsicher zu machen. Das klappt auch ganz gut und zu später Stunde geht es endlich zu Bett.

Erwacht und munter geht es sogleich in die Innenstadt. Nachdem ich mir gestern meine Jacke versaut habe, brauche ich nun eine neue. Außerdem brauchen wir noch einen Weihnachtsbaum und diversen anderen Kram, mit dem man die Weihnachtsfeiertage übersteht. Wahnsinnig schnell ist der Tag dann auch schon wieder fortgeschritten und wir haben so gar keine Lust noch etwas zu unternehmen und machen uns einfach auf dem Sofa breit.

kraftwagentag

Frau I. täte gerne ihr Auto wieder in Empfang nehmen und ich sehne mich nach dem Kadett. Also geht es heute wieder in die Pfalz. Natürlich nicht ohne einen kleinen Umweg.
Die A8 fällt mir heute mal wieder besonders zu Last – Stau wohin das Auge reicht. Ich hasse es. Genervt komme ich schließlich in Gaggenau, nähe Rastatt, an. Dort gibt es seit 2006 ein Verkehrsmuseum, welches sich dem allradgetriebenen Unimog widmet.

Ich finde den Unimog als Reisemobil generell ziemlich cool, kann aber ansonsten nicht so viel damit anfangen. Im Museum werden diverse Fahrzeuge, deren Einsätze und die Geschichte ausgestellt. Die Mitarbeiter erklären und zeigen Dödeln wie mir auch alles ganz geduldig und es macht Spaß den erfahrenen Unimoggesen zu lauschen. Im Außenbereich des Museum gibt es auch einen Parcours, wo man als Beifahrer den Unimog auf seine Fähigkeiten testen kann. Ich meine zu glauben, dass es auch möglich ist sich selbst ans Steuer zu setzen. Ich aber lass das sein, gucke aus sicherer Entfernung zu und bummel dann noch ein wenig durch den Außenbereich und den Museumsshop, ehe ich mich vom Acker mache.

In Gaggenau esse ich noch eben zu Mittag und fahre dann in die Pfalz, lade geschwind einiges Zeugs um, halte einen Plausch mit Frau I. und fahre dann wieder zurück in den Süden.
Nicht weit vom Unimog Museum gibt es nämlich noch ein Museum, das ich gerne sehen täte. Die Öffnungszeiten wirken wie abgestimmt, denn es macht nun erst auf und mein Timing ist perfekt.