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der winter naht

In Kürze geht es nach Österreich in die Berge und ich nutze meinen heutigen Ehrgeiz um den Kadetten winterfit zu machen. So lasse ich Winterreifen montieren und passe nebenbei meinen neuen Dachgepäckträger an.

Herr B. hat mir den neulich übergeben, stammt ursprünglich von einem VW Bus. Mein alter Träger war nicht nur kleiner sondern auch total verschlissen und am Ende. Nach rund 400.000km nicht weiter verwunderlich. Das Dach eines Buses ist unwesentlich größer und so stehen natürlich einige Anpassungsarbeiten auf dem Plan. Ich kriege es hin, dass man ihn nur in der Breite kürzen muss und trotz zweifelhaften Augenmaßes passt das hinterher tatsächlich. Nun kann das Geraffel aus dem Kofferraum wieder aufs Dach und es bleibt ne Menge Platz für Gepäck und Bett im Erdgeschoss.

hoch hinaus

Heute ist es endlich soweit – der Kadett gewinnt an Bodenfreiheit. Seit einiger Zeit stauben die Ersatzteile so vor sich hin & ich kam einfach nicht dazu.
Nun ist etwas Zeit über und es geht ans Eingemachte. Die Federbeine vorn kommen raus und werden wieder verwendet. Leider keine so gut Idee, denn inzwischen haben die Dämpfer und auch die Domlager es völlig hinter sich. Mangels Ersatzteilen bleiben sie aber vorerst drin… also muss man in Bälde wieder ran. Bei der Gelegenheit kommt direkt der linke Stabilisator neu hinein. Der rechte wurde vor einem Jahr schon ersetzt.

Gebrauchte Federn vorn verrichten nun dort ihren Dienst und die neuen hinten sind natürlich schnell gewechselt, man öffnet lediglich die Schrauben vom Stoßdämpfer und schon kann man die Federn tauschen. Auch die Dämpfer hinten sind schon wieder völlig im Eimer und gehören streng genommen ersetzt. Bleiben aber drin, denn solang die nicht vom Rost zerfressen sind, halbwegs dämpfen und das Auto nicht nachschauckelt, sehe ich da nicht zwingend Handlungsbedarf.

Vor dem Umbau

Nach dem Umbau

Gewonnen habe ich nun nicht die Welt, es sind lediglich einige Centimeter, aber mir taugt es absolut, denn wirklich Probleme hatte ich nie und wenn fehlten meist nur Millimeter.

da steckt doch wer dahinter

Eine etwas umfassendere Vorstellung meinerseits steht ja noch aus – wird wohl auch so bleiben. Mit dem was ich so treibe & tu konfrontiere ich ja oft genug.
Steffi von Keine-Eile hat jedoch mal nachgefragt und das ganze bebildert auf ihrer Homepage zum Besten gegeben.

Finden könnt ihr das Interview auf keine-eile.de oder direkt HIER
Viel Spaß beim Lesen!

schmiert gut, fährt gut

Heute bin ich schon besonders fleißig und befreie den Kadetten vom Schlamm und Matsch der letzten Zeit, sauge innen direkt raus und da fällt mir auch auf, dass ein Ölwechsel längst überfällig ist.

Voller Tatendrang erledige ich auch das gleich und nun kann ich guten Gewissens weiterfahren – ein tolles Gefühl.

reisetauglichkeit herstellen

Allmählich scheint sich der Frühling zu melden und es ist Zeit das Dachzelt zu montieren und den Kadetten mal wieder etwas herauszuputzen.

Ihm scheint das nicht wirklich sonderbar zu beglücken, denn heute früh quittiert er den Dienst und ich stehe inmitten einer großen Kreuzung. Praktischerweise mit Anhänger und wie es der Teufel will – bei einer Schweinekälte!

Herr T. ist so freundlich und schleppt mich samt Anhänger in die Opel-Werkstatt und Mittags geht es direkt an die Diagnose. Ich wundere mich etwas, offensichtlich fehlt der Zündfunke. Beinahe alles in Sachen Zündung wurde jedoch erst ersetzt und so wundert es kaum, dass nun das einzige alte Bautei den Geist aufgegeben hat. Der Zündverteiler ist hinüber – besser gesagt das Zündsteuergerät im inneren des Verteilers. Das Timing könnte besser kaum sein, schließlich steht der Kadett schon in den Startlöchern für eine kleine Reise, es ist sogar schon gepackt.
Teile können wir auf die Schnelle nicht auftreiben und so bleibt mir nichts anderes übrig, als mein Cabrio zu schlachten. Zwei Tage später läuft der Kadett dann auch wieder, ähnlich wie am ersten Tage und ich bin etwas erleichtert.

schuhe machen glücklich

Wenn ich schon in der Heimat bin und etwas Zeit habe, könnte ich mich ja um den Kadett kümmern. Also lege ich meine Faulheit beiseite, nehme mir Handschuhe zur Brust und montiere meine neuen Sommerschuhe.

Die Felgen sind so unglaublich unpassend und wirken drei Nummern zu klein, dass ich sie unbedingt haben und auch montieren musste. Ich bin fast schon richtig stolz auf mich, zum ersten Mal seit Jahren fahre ich überhaupt Sommerreifen.