Archiv der Kategorie 'kadett'

kadett allroad

Seit langer langer Zeit schon mache ich mir Gedanken, wie ich den Kadett denn sinnvoll und tüvkonform nach oben bekomme. Allrad brauchte ich schließlich noch nie, aber Bodenfreiheit ist eben durch nichts zu ersetzen. Mit dem aktuellen Fahrwerkssetup bin ich nicht unzufrieden, aber da muss doch noch mehr gehen. Seit einigen Monaten machen sich auch meine Stoßdämpfer vorn bemerkbar. Das sind nämlich noch die ersten und haben nun 348.000km gelaufen. Eine Undichtigkeit konnte ich bisher nicht feststellen, was schlicht und ergreifend daran liegen dürfte, dass da schon lange kein Öl mehr drin ist. Bei jeder Bodenschwelle und jedem Hindernis schüttelt sich das ganze Auto und es ist horrend unangenehm. Zeit also, sich der Sache zu widmen.

Ich selbst – ja richtig gelesen – entkerne die Vorderradaufhängung, zerlege alles und komme richtig ins Schwitzen. Um den Rest kümmert sich nun mein Haus- und Hofmechaniker und verpasst den müden Federbeinen vorn zwei neue Öldruckdämpfer, sowie neue Domlager. Die Federn fliegen auch raus und werden ersetzt durch Federn aus einem anderen Fahrzeug. In der Theorie sollte er damit straffer sein und auch ein gutes Stück höher. Bei der Gelegenheit tauschen wir auch die Antriebswellenmanschette rechts und weil die Bremsbeläge demnächst ersetzt werden müssten, entscheide ich mich für neue Bremsscheiben und neue Beläge. Kostet ja nix beim Kadett. Nun geht es an die Hinterachse, da sind ja schon länger andere Federn drin, der Kadett lässt aber bauartbedingt den Arsch immer hängen und dem möchte ich nun entgegensteuern. Es wird ein Höherlegungskit um drei Centimeter verbaut und als wir das Fahrzeug von der Hebebühne lassen, staunen wird nicht schlecht.

Vorn ist er nun quasi unendlich hoch und hinten dürfte es gern noch etwas mehr sein. Eine Probefahrt später bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis und bin mir sicher – an der Hinterachse muss noch etwas geschehen. Dort darf er gern nochmal 3cm in die Höhe schießen. Beim TÜV werde ich wider Erwarten nicht direkt vom Hofe gejagt und bekomme für nächste Woche einen Termin mit der Aussicht, dass es möglich ist, das nun so einzutragen. Wunderbar, ich bin sehr zufrieden!

im heimathafen

In der Heimat wird es uns im Moment so überhaupt nicht langweilig. Neben der Arbeit – ich habe se fast vermisst – steht so manche Feier an sodass es in mancher Nacht doch recht spät wird. Soll aber nicht heißen dass ich untätig wäre! Das Jahr ist schließlich noch lang und wir machen uns so manche Gedanken, wo es doch noch hingehen sollte. In Kürze stehen sämtliche Treffen, Festivals und Konzerte an. Die Zeit dazwischen möchte ich sinnvoll nutzen und habe mich daran gemacht eine Tour durch Deutschland zu planen und auch ein Trip in die Slowakei soll noch drin sein.

Bevor wir nach Bratislava aufbrechen halte ich einen Blick unter den Kadetten für recht sinnvoll. Auf der Hebebühne angekommen mache ich mich direkt daran das Öl sowie den Filter zu wechseln und werfe bei der Gelegenheit direkt die neuen Sommerreifen auf das Auto. Mit den jetzigen Rädern ist er auch wieder deutlich höher – in Marokko hätten die sich aufjedenfall besser gemacht. Ansonsten fällt mir nix auf, scheint alles okay zu sein und ich fahre wieder davon.

In ein paar Tagen fahre ich dann mit Frau J. nach Bratislava. Da gibt es sicher einiges für uns zu sehen und nach unserer Europatour 2014 ein absolutes Muss. Damals hatten wir, keine Ahnung wieso, Bratislava nur durchfahren und uns dann Wien angesehen.

schlecht gepflegt, gut gewartet

Heute widme ich mich nochmal den Türen – die Fahrerseite bekommt einen anderen Schließzylinder. Bei der Gelegenheit tausche ich direkt die Türfolien und entferne den Kabelsalat. Die neuen Türen nämlich verfügen über Zentralverriegelung, Spiegelheizung und so‘n Quatsch. Ist direkt alles hinausgeflogen und wird daher auch niemals kaputt gehen.

Nebenbei saug ich ein wenig, stelle fest dass meine 12-V Dosen nicht mehr funktionieren und repariere die Kabel. Anschließend kommt er auf die Hebebühne – einfach mal so um zu gucken. Schaden tut das sicher nicht. Ein alter Mechanikerhase schaut sich die Möhre an und alles in allem scheint das Fahrzeug in Ordnung. So fackel ich nicht lange und lasse eine Abgasuntersuchung durchführen. Diese besteht er auch. Nun aber allerhöchste Eisenbahn. So gut in Schuss war der Kadett vermutlich noch nie. Also riskiere ich einen Spontanbesuch beim TÜV.

Die Hauptuntersuchung wäre zwar erst im September fällig, aber jetzt wo er ohnehin schon durchrepariert ist bietet es sich regelrecht an. Außerdem geht es in Kürze nach Tschechien und anschließend nach Marokko. Sicher kein Fehler mit mehr als nur etwas Resttüv unterwegs zu sein. Mit einem mulmigen Gefühl fahre ich zur KÜS-Stelle und stelle den alten Knaben vor. Zuerst geht’s auf den Bremsenprüfstand. Die Werte sind in Ordnung, lediglich die Handbremse ist fast schon grenzwertig – ist mir aber egal, grenzwertig bedeutet ja nicht schlecht und benutzen tu ich sie ohnehin nie. Motorraum, Unterboden, Innenraum – alles wird durchgecheckt und als gut befunden. Der Prüfer schließt die Begutachtung mit dem Satz „Schlecht gepflegt aber gut gewartet – meistens ist es andersherum!“

Wunderbar! Die Plakette gibt’s auf Anhieb und ich fahre mit breitem Grinsen davon. Ein wahrlich erhabenes Gefühl.

the doors – magic kadett

Mit recht schläfrigen Augen fahre ich in die Werkstatt. Erstmal lade ich die Türen aus und befreie sie vom Dreck. Anschließend packe ich sogar selber etwas an – die Hintertüren tausche ich alleine und bin furchtbar stolz aber mindestens genauso aus der Puste. Die Vordertüren lasse ich dann tauschen und schaffe nebenbei im Kadett etwas Ordnung.

Nun bin ich überglücklich, denn seit zwei Jahren schon kann ich den Kadetten nicht mehr abschließen, weil der Schließzylinder kaputt ist. Außerdem geht seit fast einem Jahr das Fenster nur noch mit viel Mühe hoch und runter, der Fensterheber hat es hinter sich. Im Winter ist das nicht so schlimm, aber nun wird es wieder wärmer und ich möchte mein Fenster wieder bedienen können. Hinzu kommt, dass die Spaltmaße nun wieder stimmen und nirgendwo mehr Wind sowie Wasser eindringt. Alles in allem sind die neuen Türen eine super Investition und das sogar in meiner Wunschfarbe.

der winter naht

In Kürze geht es nach Österreich in die Berge und ich nutze meinen heutigen Ehrgeiz um den Kadetten winterfit zu machen. So lasse ich Winterreifen montieren und passe nebenbei meinen neuen Dachgepäckträger an.

Herr B. hat mir den neulich übergeben, stammt ursprünglich von einem VW Bus. Mein alter Träger war nicht nur kleiner sondern auch total verschlissen und am Ende. Nach rund 400.000km nicht weiter verwunderlich. Das Dach eines Buses ist unwesentlich größer und so stehen natürlich einige Anpassungsarbeiten auf dem Plan. Ich kriege es hin, dass man ihn nur in der Breite kürzen muss und trotz zweifelhaften Augenmaßes passt das hinterher tatsächlich. Nun kann das Geraffel aus dem Kofferraum wieder aufs Dach und es bleibt ne Menge Platz für Gepäck und Bett im Erdgeschoss.

hoch hinaus

Heute ist es endlich soweit – der Kadett gewinnt an Bodenfreiheit. Seit einiger Zeit stauben die Ersatzteile so vor sich hin & ich kam einfach nicht dazu.
Nun ist etwas Zeit über und es geht ans Eingemachte. Die Federbeine vorn kommen raus und werden wieder verwendet. Leider keine so gut Idee, denn inzwischen haben die Dämpfer und auch die Domlager es völlig hinter sich. Mangels Ersatzteilen bleiben sie aber vorerst drin… also muss man in Bälde wieder ran. Bei der Gelegenheit kommt direkt der linke Stabilisator neu hinein. Der rechte wurde vor einem Jahr schon ersetzt.

Gebrauchte Federn vorn verrichten nun dort ihren Dienst und die neuen hinten sind natürlich schnell gewechselt, man öffnet lediglich die Schrauben vom Stoßdämpfer und schon kann man die Federn tauschen. Auch die Dämpfer hinten sind schon wieder völlig im Eimer und gehören streng genommen ersetzt. Bleiben aber drin, denn solang die nicht vom Rost zerfressen sind, halbwegs dämpfen und das Auto nicht nachschauckelt, sehe ich da nicht zwingend Handlungsbedarf.

Vor dem Umbau

Nach dem Umbau

Gewonnen habe ich nun nicht die Welt, es sind lediglich einige Centimeter, aber mir taugt es absolut, denn wirklich Probleme hatte ich nie und wenn fehlten meist nur Millimeter.