Archiv der Kategorie 'kadett'

unsern segen gib uns heute

Der neue Kadett ist zugelassen und in neuen Händen, also widme ich mich heute meinem Kadetten. In der Werkstatt ist kaum Fluchen zu vernehmen, die Abgasuntersuchung ist schnell bestanden und ansonsten sind nur zwei Kleinigkeiten zu machen. Auf der rechten Seite sind mal wieder Scheinwerferhalterungen gebrochen und der Motor sifft Öl umher wie man es von ihm gewohnt ist. Einen gebrauchten Scheinwerfer habe ich noch liegen, der wird direkt verbaut und dann geht es noch der Ventildeckeldichtung an den Kragen. Mit 3,-€ ist das Ersatzteil auch recht erschwinglich.

Nun wird der Motor noch etwas gereinigt, sodass der TÜV-Prüfer keinen Herzkollaps bekommt und dann fahre ich auch schon zur KÜS-Stelle meines Vertrauens. Mittlerweile kennt man den Kadetten schon und wie üblich gibt es nichts zu beanstanden. Der Prüfer meint, dass ein Auto mit diesen „Bewegungsprofil“ nur mängelfrei sein kann und recht soll er haben.

Nun ist wieder rund zwei Jahre Ruhe und ich kann guten Gewissens umherfahren. Zur Feier des Tages habe ich uns nun für die nächsten Tage ein Hotel gebucht und der Kadett bekommt direkt wieder ein wenig Freigang.

fuhrparkmanagement

Ist ja nun schon wieder ein wenig Zeit vergangen seit ich meinen neuen Kadett gekauft habe. Und nun ist mir auch noch ein Opel Agila über den Weg gelaufen, welchen ich überhaupt nicht ungekauft lassen konnte. Beim Rock am Berg Festival hat Herr L. auch sein Interesse an dem Hochdachkadett bekundet, sodass ich ihn nun gutes Gewissens weiterverkaufen kann.
Zusammen haben wir ihn nun schließlich genauer inspiziert und freudig konnten wir feststellen, dass er in weitaus besserem Zustand ist als ich erwartet habe. Kaum Rost, keine nennenswerten Mängel. Noch eben die Scheibe tauschen und ein Bett reinzimmern und schon hat Herr L. einen Highendcamper.

So ist der Hochdachwagen nun verkauft und ich kann mich dem Agila widmen. Der ist zwar penibel gepflegt, verfügt aber über einen ansehnlichen Heckschaden. Ich lege direkt los, beule aus, biege neu, klopfe rum und lackiere dann. Nun sieht man den Schaden nicht mehr und dem Leben als Overlandagila steht nichts mehr im Wege. Fahren wird ihn überwiegend meine Gattin, aber wer weiß – vielleicht darf er mit uns ja auch mal auf große Tour?

Wie geschaffen wäre er dafür – schließlich ist es ein Opel, er hat einen ollen Panzermotor und keinerlei Ausstattung. Selbst mein Kadett ist besser ausgestattet. Immerhin hat er ein Radio – das hat der Agila werksseitig nie gehabt und nachgerüstet wird natürlich auch keines. Ebenso sucht man vergebens eine Zentralverriegelung und sonstigen Firlefanz. Ein Auto ganz nach meinem Geschmack – willkommen in der Familie.

wer bremst gewinnt

Nachdem in letzter Zeit immer wieder meine hintere Bremse blockiert, habe ich beschlossen dass es Zeit wird sich darum zu kümmern. Die Teile sind noch verfügbar und kommen auch recht schnell und dem Werkstattbesuch steht so nichts mehr im Wege. Wie die Trommeln runtergenommen werden ist schnell klar, dass es allerhöchste Zeit ist hier zu handeln. Alles wirkt recht defekt und verschlissen.
Schnell ist auch klar, dass ich hätte nicht sparen sollen – denn die Trommeln müssen auch neu und nun natürlich erst bestellt werden.

Getauscht werden beide Bremstrommeln, die Beläge sowie sämtliche Anbauteile, beide Bremszylinder und das komplette Handbremsseil. Nach einer Probefahrt geht es noch auf den Bremsenprüfstand – die Ergebnisse sind fabelhaft und ich freue mich nun vorallem darüber, dass die Handbremse wieder funktioniert.

smart repair

Für heute habe ich mir den Wecker gestellt, um mich um den Kadett zu kümmern. Natürlich habe ich verschlafen und schmunzle noch immer ein wenig über die gute Erziehung meines Autos. Hat er mich doch glatt (um ein Haar) nach Hause gebracht. Wir dürften sogar die ersten gewesen sein, alle anderen hatten es deutlich weiter.

Ich schüttle mir eben die Müdigkeit aus den Augen und rufe dann ganz seriös beim ADAC an. Die Dame spricht von 60min. Ich werfe mich aufs Sofa, gucke einen Film und überbrücke so die dreistündige Wartezeit. Zum Glück muss ich nicht irgendwo in der Pampa warten. Als der gelbe Engel kommt, ist die Freude groß. Ein begeisterter Opelaner. Für Gesprächsstoff ist also erstmal gesorgt. In der Werkstatt werden wir belächelt. Dass der Kadett mit dem ADAC anreist, hätte wohl nie jemand gedacht.
Jetzt wirds aber ernst – der Kadett muss laufen! Es soll schließlich zurück in die Alpen gehen. Die linke Antriebswelle ist schnell als Übeltäter entlarvt, denn vom Gelenk ist nichts mehr übrig. Ich kapiere nicht wie das so lange halten konnte, seit wir in Ingolstadt waren. Ich lasse direkt beide Antriebswellen tauschen und koche etwas Kinderpunsch für die Mannschaft um dann den Streitwagen wieder in Empfang zu nehmen. Er fährt sich wieder ganz wunderbar & das gute Sorglosgefühl ist zurück!

kadett allroad

Seit langer langer Zeit schon mache ich mir Gedanken, wie ich den Kadett denn sinnvoll und tüvkonform nach oben bekomme. Allrad brauchte ich schließlich noch nie, aber Bodenfreiheit ist eben durch nichts zu ersetzen. Mit dem aktuellen Fahrwerkssetup bin ich nicht unzufrieden, aber da muss doch noch mehr gehen. Seit einigen Monaten machen sich auch meine Stoßdämpfer vorn bemerkbar. Das sind nämlich noch die ersten und haben nun 348.000km gelaufen. Eine Undichtigkeit konnte ich bisher nicht feststellen, was schlicht und ergreifend daran liegen dürfte, dass da schon lange kein Öl mehr drin ist. Bei jeder Bodenschwelle und jedem Hindernis schüttelt sich das ganze Auto und es ist horrend unangenehm. Zeit also, sich der Sache zu widmen.

Ich selbst – ja richtig gelesen – entkerne die Vorderradaufhängung, zerlege alles und komme richtig ins Schwitzen. Um den Rest kümmert sich nun mein Haus- und Hofmechaniker und verpasst den müden Federbeinen vorn zwei neue Öldruckdämpfer, sowie neue Domlager. Die Federn fliegen auch raus und werden ersetzt durch Federn aus einem anderen Fahrzeug. In der Theorie sollte er damit straffer sein und auch ein gutes Stück höher. Bei der Gelegenheit tauschen wir auch die Antriebswellenmanschette rechts und weil die Bremsbeläge demnächst ersetzt werden müssten, entscheide ich mich für neue Bremsscheiben und neue Beläge. Kostet ja nix beim Kadett. Nun geht es an die Hinterachse, da sind ja schon länger andere Federn drin, der Kadett lässt aber bauartbedingt den Arsch immer hängen und dem möchte ich nun entgegensteuern. Es wird ein Höherlegungskit um drei Centimeter verbaut und als wir das Fahrzeug von der Hebebühne lassen, staunen wird nicht schlecht.

Vorn ist er nun quasi unendlich hoch und hinten dürfte es gern noch etwas mehr sein. Eine Probefahrt später bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis und bin mir sicher – an der Hinterachse muss noch etwas geschehen. Dort darf er gern nochmal 3cm in die Höhe schießen. Beim TÜV werde ich wider Erwarten nicht direkt vom Hofe gejagt und bekomme für nächste Woche einen Termin mit der Aussicht, dass es möglich ist, das nun so einzutragen. Wunderbar, ich bin sehr zufrieden!

im heimathafen

In der Heimat wird es uns im Moment so überhaupt nicht langweilig. Neben der Arbeit – ich habe se fast vermisst – steht so manche Feier an sodass es in mancher Nacht doch recht spät wird. Soll aber nicht heißen dass ich untätig wäre! Das Jahr ist schließlich noch lang und wir machen uns so manche Gedanken, wo es doch noch hingehen sollte. In Kürze stehen sämtliche Treffen, Festivals und Konzerte an. Die Zeit dazwischen möchte ich sinnvoll nutzen und habe mich daran gemacht eine Tour durch Deutschland zu planen und auch ein Trip in die Slowakei soll noch drin sein.

Bevor wir nach Bratislava aufbrechen halte ich einen Blick unter den Kadetten für recht sinnvoll. Auf der Hebebühne angekommen mache ich mich direkt daran das Öl sowie den Filter zu wechseln und werfe bei der Gelegenheit direkt die neuen Sommerreifen auf das Auto. Mit den jetzigen Rädern ist er auch wieder deutlich höher – in Marokko hätten die sich aufjedenfall besser gemacht. Ansonsten fällt mir nix auf, scheint alles okay zu sein und ich fahre wieder davon.

In ein paar Tagen fahre ich dann mit Frau J. nach Bratislava. Da gibt es sicher einiges für uns zu sehen und nach unserer Europatour 2014 ein absolutes Muss. Damals hatten wir, keine Ahnung wieso, Bratislava nur durchfahren und uns dann Wien angesehen.