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italienflucht

Das Dachzelt ist seit Tagen offen – Freiluftbett quasi. So stehe ich heute zeitig auf, wasche mich in Katzenmanier und baue gemählich die Behausung ab. Das nächste Ziel steht bereits fest und ich freue mich.

Mein Navi speise ich mit der Zieladresse und bitte um eine möglichst sinnfreie Route – das kriegt es auch wunderbar hin und so fahren wir auf öden Landstraßen nach Triest. Weil das Navi einfach kein Depp is, gondeln wir natürlich direkt durch die Innenstadt zu Beginn der Siesta – es ist die Hölle los und wir kommen Dank einer Straßensperrung auch in den Genuss Triest in all seinen Winkeln zu sehen.

in Triest

Durch das Wirrwarr aus Stau und Chaos schaffen wir es dann wider Erwarten doch und finden uns urplötzlich an der Grenze zu Slowenien – auf einem Feldweg. Es geht einige Kilometer mitten durch die Pampa mit herrlichen Ausblicken auf die Küste bis wir schließlich das Ziel erreichen.
Ein Campingplatz direkt an der Miniaturküste Sloweniens. Meine Erwartungen sind groß, nach Lignano kann es quasi nicht schlimmer werden und voller Vorfreude befahre ich den Platz.

geile gammelei

Nach all dem Stress sehne ich mich nach noch mehr Erholung, also suchen wir am Morgen lediglich den Pool auf und ich lese einige Seiten ehe ich mal wieder in einen tiefen Schlaf falle. Eine Kombination aus Sonne und Wasseraerobic wecken mich dann schließlich und ich halte es kaum aus. Fix aufgestanden und zurück auf den einsamen Campingplatz. Hier macht sich jedoch Hunger breit, also latschen wir zum Supermarkt und ich kaufe tonnenweise Zeugs um äußerst merkwürdige Burger zuzubereiten.

Der Grill läuft schnell auf Hochtouren, die Burger schmecken fantastisch und erneut falle ich in einen tiefen Schlaf. Dieser dauert erschreckend lange an und es ist eigentlich auch schon wieder Zeit zu essen.
Wir leihen uns Fahrräder und möchten zum Hafen, die Entfernung ist eigentlich überschaubar, jedoch verreckt ausgerechnet am Ziel eines der Fahrräder und nun heißt es Schiebung – tolle Wurst.
Das havarierte Rad tauschen wir um und fahren in Richtung Stadtkern – an einem Schnellimbiss futtere ich einen Burger – hatte heute ja nicht genug – und das Diätprogramm runden wir mit einer Portion Eis ab.
Im Anschluss besuchen wir erneut das Hotel in dem meine Familie untergebracht ist, trinken manches aus der Hotelbar und verabschieden uns gegen später dann, denn ich will hier weg.

Lignano ist eine an sich eine schöne Ecke und in der Vorsaison unbedingt empfehlenswert – jetzt allerdings kaum erträglich. Mir geht es unfassbar auf die Nüsse und ich bin wahnsinnig glücklich dass ich nun endlich abhauen kann.
Per Pedes geht es dann zurück zum Campingplatz, ich dusche gründlich und es geht in’s Bett.

gewässerverstopfung

Noch garnicht am Meer gewesen, obwohl das gerademal 300m vom Kadett entfernt ist – soll sich nun ändern. Liegen und Sonnenstühle gibt es hier am Strand – mir aber zu teuer und so liegen wir uns in den Sand. Der Überfüllungsgrad ist kaum auszuhalten – wohin das Auge reicht Touristen, schreiende Kinder und werkelnde Rentner. Zur Ruhe kommt hier jedenfalls keiner und so gehen wir recht zeitnah zurück auf den Campingplatz. Der dortige Pool überrascht mit ähnlichen Verhältnissen und ich nutze das Chaos für einen erholsamen Schlaf. Mein Schnarchen fällt bei all dem Krach auch so gut wie nicht auf.

Nach dem vielen Laufen mieten wir nach dem Sonnenbad Fahrräder und gehen alle gemeinsam Essen – zweit Stadtteile entfernt gibt es ein tolles Restaurant und ich bestelle mir eine Fischorgie samt einigem Wein.
Zu später Stund zurück an dem Kadett werfe ich mein Open-Air Kino an, wir schauen einen Film und irgendwann bekomme ich meinen wohlverdienten Schlaf.

schwitzen auf zwei beinen

Erstmal eine Dusche – so kann der Tag beginnen. Nachdem die vielen Kilometer gestern einfach nicht genug waren, fällt am frühen Morgen schon die Entscheidung auf einen Markt zu gehen, zu Fuß versteht sich.

Dort aufgeschlagen merke ich recht fix dass sich im Laufe der Zeit einfach nix verändert hat. Vor vielen Jahren war ich schonmal hier und diese endlosen Stände mit immer demselben Müll machen mich fertig. Mit Markt hat das so garnichts am Hut aber die Touristen freut’s – die kaufen sich dumm & dämlich während ich armes Schwein nichtmal etwas Essbares finde.

fantastic food

Ein paar Mitglieder des Familienclans machen aktuell Urlaub hier und sind einige Kilometer von mir entfernt in einem Hotel. So treffen wir uns nun in einem Restaurant jeweils auf halbem Wege und speisen gemeinsam.

Dann, der Abend ist ja noch jung, gehen wir noch mit in das kleine Hotel welches über angenehme Besitzer und eine Bar verfügt. So sitzen wir noch einige Zeit, trinken manches Getränk und gegen später erwartet uns ein langer Fußmarsch zum Kadetten. Der Schlaf wird sich heute besonders gut anfühlen.

hitze taugt

Von Hachenburg geht es nun erstmal in den Süden. Wie sich das gehört, verfahre ich mich tierisch beim Verlassen des Westerwaldes – einige Umleitungen sind dabei wahnsinnig gute Helfer.

Die Autobahn finde ich irgendwie doch noch und gleite gemütlich bis Heidenheim dahin. Ich wasche etwas Wäsche, packe noch einiges Zeugs zusammen und gönne mir eine Mütze Schlaf, das kam beim DZG Treffen einfach etwas zu kurz.

Der Wecker aber lässt nicht lange auf sich warten & so geht es wieder weiter gen Süden. Nach lässig lästigen 7 Stunden ist das Meer in Riechweite und es geht direkt auf einen Campingplatz in Lignano Sabbiadoro. Dieser ist recht voll und ich erwische ganz hinten einen ruhigen Platz fernab von kehrenden Putzteufelcampern.
Der von J. verordnete Sonnenbrand lässt auch nicht lange auf sich warten – Danke dafür!