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bonjour elsass

Ich werfe heute schon einen flüchtigen Blick auf die Landkarte um mal nachzusehen wo ich in der Region noch nicht war. Ich entscheide mich für Frankreich – so weit ist das garnicht und in Haguenau war ich tatsächlich noch nie. So tuckern wir in aller Ruhe durch die Pfalz bis wir das kleine Städtchen nördlich von Straßburg erreichen.

Den Kadett parkieren wir am Rande der Stadt und marschieren los, ein paar Pralinen und Cola später sind wir im Stadtkern, machen ein Restaurant ausfindig und bestellen Burger. Mein Französisch ist mittlerweile quasi völlig abhanden gekommen und so kommt es, dass ich mal wieder keinen Plan habe was ich da bestelle.

Die Kartoffelpuffer, welche das Brötchen ersetzen, schmecken unbeschreiblich gut, wohingegen mir das Fleisch erwartungsgemäß so garnicht schmecken mag.

Gesättigt regen wir die Verdauung mittels Fußmarsch an, verlaufen uns kurz auf der Suche nach dem Auto und ich werfe erneut einen Blick auf die Landkarte.

auf bald, nizza!

Ein letzter Blick auf Nizza, mach’s gut & bis zum nächsten Mal.
Glücklicherweise kann ich noch einen Blick auf das Bahnhofsgebäude werfen. Im 19. Jahrhundert erbaut, entworfen von Louis-Jules Bouchot ist es für mich einer der schönsten Bahnhöfe.

Ich starte den Kadetten, entrichte die horrende Parkgebühr und schon geht es los. Leider habe ich hoffnungslos verschlafen, zu gern würde ich den San Bernadino bei Tag überfahren.

nizza bei nacht

Erstmal Relaxen war die Devise – lange Zeit dafür haben wir aber nicht, denn in Kürze versammeln wir uns im Innenhofe des Hotels und gehen gemeinsam Essen. Ein Restaurant in der Innenstadt blieb uns in guter Erinnerung und nun möchten wir wieder dorthin.
Dass der Laden brechend voll ist, hielt uns nicht davon ab mal nett zu fragen und so wurde uns versichert, dass in einer Stunde Platz für alle wäre. Die Zeit überbrücken wir bei einem kühlen Getränk in einem nahegelegenen Irish Pub und ehe das Magenknurren zu laut wird, ist die Stunde auch schon wieder rum.

Nach wunderbarem Essen und gutem Wein geht es weiter, einige von uns sind in einer Karaokebar, trinken fleißig und lassen den Abend ausklingen. Wir schauen auf den ein oder anderen Song vorbei und verabschieden uns irgendwann. Zurück im Hotel wird die letzte Nacht eingeläutet, der Rezeptionist klagt erneut über unsere Lautstärke und wir gehen zu Bett – der Heimweg steht uns schließlich auch noch bevor.

grande corniche

Es geht in Kollone in die Berge über Nizza. Von hier hat man eine atemberaubende Sicht auf die Côte d‘Azur. Eine Aussichtsplattform gibt es jedoch nicht, dafür bietet es sich an, einfach an den Straßen und Nothaltebuchten anzuhalten, die Aussichten sind stets überragend. Leider sind wir schon etwas spät dran und es wird bereits dunkel.

Nachdem wir uns beinahe sattgesehen haben, machen wir uns wieder auf den Weg ins Hotel und ich nutze erneut die Gelegenheit vollzutanken.

rüber nach monte carlo

Früh am Morgen machen sich die ersten Teams bereits auf den Heimweg, verabschiedet haben wir uns bereits in der Nacht.
Für mich ging die Nacht bis in den frühen Morgen hinein, dennoch ist es nun an der Zeit nach Monte Carlo zu fahren. Einige fahren bereits vor und der Rest macht erneut gemeinsam die Küstenstraße unsicher. Wie jedes Jahr sammeln wir uns am Basse Corniche, ein schöner Aussichtspunkt am gleichnamigen Berg direkt am Meer.

Hier machen wir Rast, Bilder und stücken Früh. Anschließend geht es im Konvoi weiter bis nach Monaco. Ehrenrunde am Casino, Fahrt auf der Grand Prix Rennstrecke und anschließend in’s Parkhaus. Treffpunkt ist wie immer zu Fuß am Casino von wo aus wir den Weihnachtsmarkt am Hafen besuchen.

willkommen in nizza

Angekommen in Nizza wühlen wir uns vorbei an Sacha Sosno’s Tête carrée durch den abendlichen Verkehr in unser Hotel.

Das Hotel liegt ziemlich zentral, nahe des Bahnhofes und könnte besser kaum sein. Nunja, eigentlich schon. Die versprochenen und gebuchten Parkplätze fehlen und auch sonst bleiben viele Wünsche offen, aber das unverzichtbare ist vorhanden: ein Bett. Somit bin ich zufrieden, checke ein und bin doch recht erstaunt dass heuer alles so gut funktioniert hat. Alle Teilnehmer haben Nizza erreicht und auch zeitlichen fuhren wir voll im grünen Bereich. Meine Planung ging auf und wir haben uns Wein, Schnaps und Essen verdient.