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ich will nicht nacht berlin

Von Herrn F. verabschieden wir uns und spazieren dann noch gemütlich durch den Schlosspark und um das Schloss Charlottenburg – ganz nett hier, auch wenn der Winter es ganz trostlos erscheinen lässt. Währenddessen rufe ich dann wie vereinbart bei den beiden von runterwegs an und wir verabreden uns für den späten Nachmittag. So bleibt mir noch etwas Zeit um zu schlafen.

Um die beiden zu besuchen muss ich mich zwischen der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder einer 30min. Fahrt mit dem Kadett entscheiden. So fahren wir dann schließlich mit der S-Bahn und schon am Bahnsteig graut es mir ganz fürchterlich, denn es wimmelt von Menschen und die Bahn platzt aus allen Nähten. Zum Glück mach ich das nicht öfter – es ist so ätzend. Angekommen gibt es dann Tee und wir verkosten etwas Wein, Gin und Craft Bier ehe wir zum Sudanesen gehen um ganz lecker zu essen.
Weil die Nacht noch recht jung ist, schlendern wir noch in eine Bar und verhocken ganz klassisch, bis der Laden dicht macht. Mangels Lust die Nacht hier zu verbringen und Alternativen fahren wir dann mit dem Taxi zurück und ich falle ins Bett.

Und das wars es dann auch schon mit Berlin-Programm – die restliche Zeit verbringen wir in den vier Wänden, gucken fern, kochen ein wenig und lassen uns Burger liefern bis es für mich irgendwann wieder Zeit wird zu gehen – denn auf dem Rückweg besuche ich noch eben meinen Neffen in der Rhön und auch in Würzburg werfe ich den Anker, um Herrn M. zu besuchen.

geschlossene gesellschaft

Meine nächste große Tour steht zwar schon in den Startlöchern, aber bis dahin mag ich nochmal ein bisschen raus an die frische Luft. Also steige ich heute in den Kadetten und habe mir viel vorgenommen. Am Abend täte ich nämlich gern in Berlin sein und vorher noch eben ein Museum besuchen – da wollte ich schon lange mal hin.
Es läuft auch alles ganz gut, bis dann die A9 gesperrt ist und auf der Umgehungsstraße kein Vorankommen mehr ist – der Spaß kostet mich nun zwei Stunden und etwas genervt komme ich in Merseburg am Museum für Technik und Luftfahrt an. Wirkt aber irgendwie ganz trist, verlassen und nicht einladend. Am Eingang kapiere ich dann auch wieso hier keine Autos stehen – wegen Sturmschäden ist nämlich noch ein paar Wochen geschlossen und der Weg war für die Katz.

Also besorge ich mir in Merseburg noch eben was zu Essen und fahre dann vollends nach Berlin – ich quartiere mich bei Frau J. ein, lasse mich bekochen und habe für heute nichts mehr geplant. Schlaf täte ganz gut. Am nächsten Morgen täte ich mir dann gern die ehemalige Abhörstation auf dem Teufelsberg ansehen – trotz zahlreicher Besuche in Berlin war ich da noch nie gewesen. Ich bin schon beinahe startklar ehe ich durch Zufall lese, dass die gesamte Anlage den Januar über geschlossen ist. Ab Februar ist dann wieder offen. Mich nervt es hier oben schon wieder… wie immer klappt nichts im Osten!

Also beschließe ich einfach zur Classic Remise zu laufen – sind nur zwei Kilometer und da ist wenigstens immer offen. Ich kontaktiere noch eben Herrn F. – der wohnt irgendwo am Wannsee, arbeitet irgendwo anders und hat bestimmt Zeit – Lust auf alte Autos sowieso. Er kommt natürlich dann auch und gemeinsam werfen wir ein paar Blicke auf unbezahlbare Fahrzeuge und sind uns schnell einig, dass es zwar ganz nett hier ist, aber einen irgendwie auch nicht vom Hocker reißt.
Immerhin hat er für unsere Essensgelüste die richtige Antwort – nahe seiner Uni soll es nämlich ganz gute Burger geben, es ist sogar geöffnet und schmeckt dann tatsächlich absolut fantastisch.

neujahrsempfang

Verkatert aufstehen, frühstücken, einkaufen, Raclette.
Das dürfte dann wohl unser Sylvester werden – der Plan geht auch auf. Wir kaufen Unmengen Fressalien für das Raclette und bestellen anschließend Burger um die Zeit zu überbrücken.

Das neue Jahr empfangen wir dann draußen vor der Tür im Getümmel der Berliner Nacht – 2 Flaschen Secco und einige Umarmungen später zieht es uns zurück in die Wohnung und wir vergnügen uns noch mit Pulp Fiction um anschließend ins Bett zu gehen.

Der Morgen danach ist gezeichnet von trüben Blicken und einer generellen Unlust, die Damen aber wollen unbedingt nach Berlin ans Brandenburger Tor. So fahren wir widerwillig zur Siegessäule, parkieren dort und marschieren anschließend an den Pariser Platz. Der Weg dorthin ist geprägt von Umwegen, denn die eklige Massenparty zu Sylvester ist noch nicht vollständig abgebaut und daher so mancher Weg gesperrt. Entnervt erreichen wir unser Ziel, schauen das recht öde Bauwerk an und fahren anschließend mit dem Taxi zurück zur Siegessäule.

Zurück in der Wohnung fangen wir wieder dort an, wo wir das Jahr zuvor aufgehört haben. Es fließen literweise Wein und das Raclette wird erneut befeuert und so sitzen wir bis zum frühen Morgen.
Eigentlich hatte ich geplant, bei Zeit die Heimreise anzutreten, denn insgesamt stehen mir über 1000km bevor. Dank Kater und erneuter Unlust wird es wiedermal reichlich später. So gehen wir Mittags zu Ikea um dort zu Essen und verabschieden uns anschließend von den hießigen Berlinern.
Die Rückfahrt verläuft wieder wie im Flug, in Thüringen überrascht uns Schnee und ich falle spät in der Nacht zu Bett.

an der spree

Tief in der Nacht erreichen wir Berlin und Herr M. begrüßt uns freudenstrahlend.
So beziehen wir unser Gästezimmer in der recht spärlich eingerichteten Junggesellenwohnung und genehmigen uns ein paar Gläschen Wein.

Herr S. hat ebenfalls zu uns gefunden und war so freundlich, sich um unsere Gastgeschenke zu kümmern. So sorgen wir gemeinsam für ein wohnlicheres Ambiente, indem wir Herrn M. mit Ikea-Stühlen überraschen.

Saurier an der Spree

Das Wochenende verbringe ich in der Hauptstadt. Aus unzähligen vergangenen Besuchen weiss ich, dass ich eigentlich beinahe alles gesehen habe. So schlendern wir zwischen Spree und East Side Gallery durch die Gegend, immer auf der Suche nach Essen, davon gibt es in Berlin bekanntlich genügend und Allerlei. Unsere Kost beschränkt sich auf Veganes, das Angebot ist rießig, kaum eine Ecke ohne faires & tierloses Futter. Aus Angst vergiftet zu werden blieb mein Outing als ‚Allesfresser‘ aus.
Es ist erstaunlich wie sich dieses Bewusstsein in so kurzer Zeit geändert hat, an jeder Ecke findet man Bioveganfairvegetarisches – sucht man jedoch eine Dönerbude, wird’s schon beinahe schwierig.

Ich checke im Michelberger Hotel ein und wir bereiten uns auf eine lange Nacht vor. Den Anfang machen wir im ‚Matrix‘ – einem Discokomplex ganz in der Nähe des Hotels. Kurz vor dem Morgengrauen kommen wir auf die grandiose Idee noch in einen weiteren Club zu gehen. Dieser ist inmitten des RAW-Tempels, eine äußerst interessante und sehenswerte Ecke in Kreuzberg.


die Oberbaumbrücke

Nach einer verschwindend kurzen Nacht geht es weiter in das Naturkundemuseum Berlins. Es locken unzählige Mineralien, Tierpräperate und Saurier. Unter anderem der Brachiosaurus, weltweit das wohl größte, aufgestellte Skelett. Nicht ganz die Hälfte der recht umfangreichen Sammlung bestaune ich bis mir das Kindergeschrei in allen Räumen & Gängen zu viel wird.

Es bleibt nur die Flucht – die freien Autobahnen tun ihr übriges, der Kadett läuft und kämpft sich mühelos die 600km in die Heimat.


das Michelberger Hotel – unbedingt empfehlenswert für Berlinreisende!