Archiv der Kategorie 'Bayern'

mission ready #2

Irgendwann hat es auch Herr B. zu uns geschafft und wir grillen gemeinsam, ehe es dann zur offiziellen Pre-Party an die Festivalschänke geht. Der DJ verwöhnt uns mit guter Musik, Likör und Bier fließen in Strömen und wie das so üblich ist, verlieren wir uns allesamt reichlich zügig. Zu späterer Stunde wackle ich schließlich zu meinem Dachzelt und falle in einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Am Morgen starten wir heroisch durch, vergnügen uns mit Trinkenspielen, allerlei Unfug und zu Mittag gibt es dann mal wieder selbstgemachte Käsespätzle. Und dann starten auch schon die Konzerte – im Wechsel werden zwei Bühnen bespielt und den kröhnenden Abschluss machen heute die Jungs von Wizo. Für mich ist dieses Jahr leider nicht allzu viel dabei – eigentlich möchte ich nur Pennywise und Wizo sehen. Zwei Bands, die ich vor vielen vielen Jahren gehört habe und nun einmal in den Genuss komme, sie live zu erleben. Der Rest ist nun nichts, was ich unbedingt sehen muss und so verbringe ich beinahe den ganzen Tag in unserem Camp. Mit vielen Trinkspielen, Spiel & Spaß vergeht die Zeit wie im Fluge und pünktlich zu Pennywise sind wir dann vorne an der Bühne – oder besser gesagt am Bierstand. Von dort aus gönnen wir uns die Band und es macht auch ordentlich Spaß. Allerdings nichts, das ich mir in Zukunft nochmal ansehen muss. Danach gehen wir zur Hardcorestage, hören uns zur Überbrückung Sick Of It All an und freuen uns nun wahnsinnig auf Wizo. In jungen Jahren habe ich die rauf und runter gehört und sehe sie nun zum ersten Mal.
Das Konzert ist auch ganz fabelhaft – eine geile Stimmung weht über den Platz, der Sound ist großartig und wir Tanzen so in die Nacht hinein.

Nach dem Konzert machen sich wieder die Mängel des Mission Ready bemerkbar – es gibt nämlich nichts zu Essen, Toiletten sind auch Mangelware und so stolpere ich zurück zu unserem Camp und gehe einfach schlafen. Am Morgen bauen wir dann gemütlich ab, die Securities erinnern uns an eine pünktliche Abreise und wir verabschieden uns. Bis zum nächsten Mal – aber nicht mehr auf dem Mission Ready. Nach der gelungenen Premiere 2017 hatte ich dieses Jahr den Eindruck, dass viel zu viele Womotickets für den kleinen Platz verkauft worden sind, zu Essen gab es für mich auch mal wieder nichts und auch sonst hat es dieses Jahr kaum überzeugen können.

mission ready #1

Nachdem uns das Mission Ready Festival letztes Jahr so gut gefallen hat, haben wir uns schon vor Monaten Tickets für die diesjährige Auflage gekauft und nun ist es soweit. Aber zuerst bringen wir noch eben dem Gatten von Frau J. ein Auto vorbei, sodass er während unserer Abwesenheit mobil bleibt. Nicht gerade der kürzeste Weg und auch noch die falsche Himmelsrichtung, aber es macht ja nichts.
So folge ich nun Frau J. unauffällig bis nach Ravensburg, wo wir bei Ankunft leider nicht auf Herrn F. treffen und stattdessen eben einen saftigen Döner vertilgen. Wie er eintrifft werfen wir geschwind unsere Schlafseligkeiten in das Wohnzimmer und köpfen fix eine Flasche Prosecco, ehe es dann auf eine Studentenparty geht. Weiter geht es noch zu einer zweiten Party und nach ein paar Stunden Feierei haben wir schließlich genug und gehen zu Bett.

Am Morgen klingelt schon recht zeitig der Wecker und wir müssen nun recht widerwillig los aufs Festival. Schnell ist klar – eine Preparty direkt vor einem Festival ist absolut grober Unfug und macht einem nur das Leben schwer. Muss ich mir unbedingt für die Zukunft merken. Etwas müde, verkatert und lustlos düsen wir nun also von Ravensburg nach Würzburg auf das Festival und kommen sogar pünktlich zur Eröffnung dort an. Ein paar Bekanntschaften von vergangenen Festivals sind auch schon da, uns ist aber im Moment überhaupt nicht nach Reden und Gesellschaft. Also liegen wir recht verwahrlost im Schatten herum, bis auch der Whatabus eintrifft.
Bändchen sind schnell geholt und dann machen wir uns auf dem Wohnmobilplatz breit um direkt unser Camp für die nächsten Tage aufzubauen.

Mit literweise Brand-Wasser gelingt der Aufbau auch ganz hervorragend und wir können direkt eine Premiere feiern. Ein Festivalstart ganz ohne Alkohol – stattdessen Wasser – gab es so glaube ich noch nie. Das Camp steht und dann trudelt auch schon Frau T. ein – mühsam hat sie ihre Habseligkeiten hergeschleppt und baut nun ihr Zelt auf. Ich hingegen sterbe im Schatten vor mich hin und Herr M. überzeugt uns endlich zum Schnaps, sodass die Party starten kann.

kuh sticht ziege

Mich treibt es heute schon ins Allgäu und ich habe mir horrend wenig vorgenommen. Vorallem möchte ich den Jochpass fahren, denn ich kann mich überhaupt nicht erinnern hier jemals rumgedüst zu sein. In Oberjoch angekommen stelle ich das Auto ab und mache mich zu Fuß in Richtung der Iseler-Platz Hütte. Habe nun überhaupt keinen Plan ob die geöffnet ist. Macht aber nichts, denn irgendwann sehe ich mich am Grundbach wieder und weiß, dass ich sowieso falsch bin. Also marschiere ich noch ein wenig, gucke auf wildes Gestrüpp und komme nach rund 5km wieder am Auto an.

Nun ist der Hunger ordentlich groß und ich beschließe im Tannheimer Tal zu speisen. Ich fahre durch Schattwald, Katzensteig, Zöblen, Untergeschwend und fahre bishin zum Haldensee. Abgesehen von Hotels habe ich leider keinen urigen Biergarten oder irgendwas in der Art gefunden, sodass ich einfach weiterfahre. In Grän versuche ich ein letztes Mal mein Glück und werde auch hier enttäuscht, sodass ich mich wieder nach Deutschland begebe in Richtung Pfronten. Da wird’s schon was geben.

In Pfronten erwische ich dann tatsächlich einen Biergarten ganz nach meinem Geschmack, bekomme herrlichen Fleischkäse mit Bratkartoffeln und viel zu viel des Specks. Mit einem Biermix spül ich das eben runter, bin herrlich satt und mach mich ganz gediegen auf den Rückweg nach Hause. Das war ein schöner Tag und es war so erstaunlich wenig los im Ferienparadies. Schade dass das nicht immer so ist.

wampentreff

Schon seit geraumer Zeit möchte T. dass ich mal auf einem Kuhle Wampe Treffen vorbeikomme und heute soll es endlich so weit sein. Der Motorradclub Kuhle Wampe unterscheidet sich von anderen Motorradvereinigungen vorallem darin, dass sich der Club schon seit seiner Gründung in den 70er Jahren politisch engagiert und ganz klar antifaschistisch ist. Schonmal eine gute Sache und ich bin schon gespannt auf die netten Gesichter.
Dieses Wochenende lädt der MC Kuhle Wampe Augsburg ein zu einem kleinen treffen nähe Zusmarshausen und ich befinde mich bereits auf der Autobahn.

Wie ich ankomme sitzt da eine recht gesellige Runde, ich begrüße die Leute und frage ganz beiläufig, wo sich denn T. aufhält. Liegt noch um Zelt. Und das um 12.30 Uhr. Ohweia. Das Wecken geht recht fix und schon gibt es Frühstück. Dazu gehört neben Omelett natürlich einiger Pfefferminzlikör und gegen später finden wir uns am Kadetten wieder. Die Mopedfahrer nämlich sind gerade auf einer Ausfahrt und ich nutze die Gunst der Stunde um mein Dachzelt auf dem benachbarten Wanderparkplatz aufzuschlagen. Nebenbei hören wir erstklassige Musik und vergreifen uns an der Kühlbox. Eben eine ganz normale Parkplatzparty.

Gemeinsam unternehmen wir noch eine kleine Wanderung durch das umliegende Gestrüpp und kommen dann rechtzeitig zum Essen auf dem Campingplatz zurück. Gesättigt geht es ans Lagerfeuer und ich merke recht schnell, dass ich heute nicht mehr allzu alt werde. Die Müdigkeit steckt mir tief in den Knochen, ich lasse die Mannschaft wissen dass ich morgen zur Verabschiedung nicht mehr da sein werde und gehe schlafen. Wie erwartet bin ich zeitig wach, die Sonne sauniert das Dachzelt und ich baue gemütlich zusammen. Drüben schläft noch alles und ich verschwinde wie angekündigt so leise wie ich gekommen bin. Das war ein nettes Treffen mit noch viel netteren Leuten und mein Versprechen nach Leipzig zu kommen versuche ich 2019 dann auch wirklich einzuhalten!

parkrocker #3

Im Dachzelt herrschen saunaartige Verhältnisse aber die Müdigkeit siegt und wir liegen schließlich bis 11 Uhr hier rum, nippen gemütlich am Mädchenbier und verbringen den gesamten Mittag am Kadett und im Biergarten. Immer wieder kommt Besuch vorbei, die Nachbarn haben uns scheinbar inzwischen auch schätzen gelernt und irgendwie scheinen wir beide keinen Bock auf Bands zu haben. Erst am frühen Abend nehmen wir den kurzen Fußmarsch auf uns und möchten zu Hollywood Undead. Live sind die sicher super, aber nach ein paar Songs in der prallen Sonne haben wir schon wieder genug und machen dort weiter wo wir aufgehört haben.

Bis in die frühen Morgenstunden sitzen wir beisammen, treiben allerlei Unfug und das Dachzelt könnte schöner nicht sein. Jedoch ist es schon nach zwei Stunden so warm, dass es kaum erträglich ist und so flüchten wir in den schattigen Biergarten. Heute gibt es alkoholfreie Getränke und feste Nahrung. Ist bitternötig und wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir heute abreisen. So sitzen wir den ganzen Tag einfach nur herum, bringen den Flüssigkeitshaushalt mit viel Wasser wieder in Ordnung und dösen so manche Stunde im Schatten des Kadetten, bis wir schließlich am frühen Abend abbauen und nach Hause fahren.

Das war ein schönes Rock im Park, auch wenn wir irrsinnig viel gefeiert haben und das eigentliche Festival völlig missachteten. Beim diesjährigen Lineup fiel uns das aber auch besonders leicht und wir hoffen auf bessere Bands für kommendes Jahr wenn es wieder heißt: Wir fahren nicht mehr auf Rock im Park.

parkrocker #2

Den Morgen und auch den Mittag verbringen wir rund um den Kadett, saufen die Kühlbox leer und sind leider wegen des Campingverbot gezwungen selbst unseren Sonnenschirm sofort wegzupacken. So glühen wir in der Sonne vor uns hin, feiern uns selbst und warten einfach mal weiter ab. Der Biergarten sorgt hin und wieder für Abkühlung, bis am Nachmittag schließlich Securities zu uns kommen und uns sagen, dass nun Zeit wäre einen Sonnenschutz zu bauen. Ob wir denn was dabeihätten. Binnen kürzester Zeit sind unsere Planen gespannt und endlich können wir im Schatten sitzen.

Am Kadetten bekommen wir dann noch hohen Besuch von diversen Bekanntschaften des letzten Jahres und selbst Herr B. schaut vorbei und gemeinsam trinken wir wie so oft um die Wette, feiern recht ausgelassen und die Nacht verbringen Herr T. und Ich mangels Lust das Dachzelt aufzubauen im Erdgeschoss des Kadett.

Wie die Sonne aufgeht wird es aber recht schnell unerträglich im Fahrzeug und wir verschwinden recht fix im Biergarten um anschließend wieder am Kadetten Musik zu hören, Kaltgetränke zu genießen und diversen Unfug anzustellen. So vergeht wieder der ganze Tag, wir feiern bis spät in die Nacht und haben abgesehen von Exkursionen mit unseren Tretrollern überhaupt nichts gemacht.
Immerhin steht inzwischen das Dachzelt und wir können weitaus komfortabler nächtigen. Für morgen nehmen wir uns dann vor mal auf das Festivalgelände zu gehen. Ich bin gespannt ob es klappt.