Archiv der Kategorie 'Bayern'

echt traumhaft

Das komische Hotel und Salzburg haben wir nun nach dem Frühstück hinter uns gelassen. Am Grenzstau habe ich mich vorbeigemogelt und bin nach ein paar Metern wieder runter von der A8 gefahren. In Anger nämlich findet man das Traumwerk – ein Museum welches die grandiose Sammlung von Hans-Peter Porsche beherbergt. Der moderne Bau beherbergt neben einigen Sportwagen von Porsche vor allem eines – Spielzeug! H-P Porsche nennt eine allumfassende Blechspielzeugsammlung sein Eigen und hier hat man die Gelegenheit, alles genau unter die Lupe zu nehmen. In weitläufigen Räumen wird das Spielzeug aus allen Epochen ausgestellt und schnell ist das Kind im Manne wieder voll da. Sich sattzusehen fällt sehr schwer.

Neben dem Spielzeug und den Autos gibt es im Museum auch eine rund 400 Quadratmeter große Modellbahnanlage mit der Spurweite H0, die mit Hilfe neuster Technik durch verschiedene Landschaften durch Deutschland, Österreich und der Schweiz führt. Unglaublich schön anzusehen und sofort wünscht man sich einen Hobbykeller mit einer Modelleisenbahn – geht vermutlich jedem Mann so.

Nachdem wir das Museum in allen Facetten erlebt haben, lümmeln wir noch etwas im hauseigenen Restaurant herum und glotzen auf die Echtdampflok. Eine 1:5 Miniatur einer LAG64 fährt hier – betrieben mit Kohle und Wasser – durch den Garten und kann bis zu 8 vollbesetzte Waggons ziehen. Mit 2,-€ pro Fahrt ist man dabei und wir verkneifen uns das besser – ist dann doch wohl eher für Kinder und wir vergnügen uns damit dem einfach vom Rande beizuwohnen.

Das Museum verlassen fahren wir noch eben zum Schloss Staufeneck in Piding – das ist aber in Privatbesitz, bewohnt und nicht frei zugänglich, sodass wir uns in der Nachbarschaft mit einem Kneippbecken begnügen und anschließend gemütlich nach Hause fahren.

hamsterkäufe

Neulich hat Herr S. einen Kadetten angeboten und ich sicherte ihm fix zu, dass ich ihn nehme sofern andere potentielle Käufer abspringen. Nun ist es soweit – der Kadett ist noch da und mir versprochen. Nun war geplant dass ich heute nach Poppenhausen fahre und ihn hole, aber Herr S. hat ein neues Auto nahe Dachau gefunden. So kommt er mit dem Kadett schnell zu mir gedüst und ich übernehme das Steuer. Mit dem Neuerwerb fahren wir nach Dachau um dort das Objekt seiner Begierde zu begutachten.

Es soll ein Volvo werden – ehemaliges Taxi, aus schwedischem Stahl mit einem vernünftigen Turbodiesel. Auf dem Hof des Verkäufers stehen allerlei US-Cars und wir haben viel zu sehen – nun aber zur Probefahrt. Unterwegs verreckt der Kupplungsgeberzylinder und wie das dann so üblich ist, lässt sich das Fahrzeug nicht mehr schalten. Da kenne ich mich ja bestens aus und mit etwas Zwischengas und Grobgefühl geht es zurück zur Werkstatt. Der Verkäufer weiß direkt Bescheid und bietet an sofort einen Zylinder zu besorgen und zu verbauen.

So vergeht noch rund eine Stunde in der wir uns die restlichen Schmuckstücke auf dem Hof ansehen und der Verkäufer verbaut im strömenden Regen fix den Zylinder.
Den Deal abgeschlossen geht es auf die Autobahn – nächster Halt nahe der Heimat in einer Schrauberhalle von gemeinsamen Freunden von uns. Wir verquatschen uns ein wenig und dann geht es für mich nach Hause.

Schon im Vorfeld habe ich Interessenten für den neuen Kadett klargemacht und nun ist er auch schon wieder verkauft. Wäre das nichts geworden, hätte ich ihn vermutlich einfach behalten. Nun aber bekommt Herr F. endlich ein gescheites Fahrzeug und bis jetzt weiß er noch Garnichts davon. Seine Frau scheint ihm vernünftige Geschenke zu machen und ich nehme wieder Platz in meinem „alten“ Kadett.

danube river

Mit meiner 50ccm Piaggio geht es heute trotz brühender Hitze ein wenig ins bayerische. Wir fahren entlang der Brenz bis nach Gundelfingen und essen an einem Badesee uns die Bäuche voll.
Anschließend geht es nach Peterswörth – einige Kilometer durch den Wald und schon stehen wir an der Donau, wo wir es uns gemütlich machen und ein wenig Karten spielen.

Als nächstes Ziel habe ich Lauingen auserkoren und direkt am Ortseingang begrüßt uns eine Eisdiele – wie praktisch! Dann schauen wir noch am Deutz-Fahr Museum vorbei – das hat heute aber leider geschlossen und so machen wir uns zurück in Richtung Heimat. Nach rund 100km spürt man nicht nur das Sitzfleisch sondern auch den allgegenwärtigen Sonnenbrand.

rhöntreffen

Die letzten Jahre habe ich es wegen des Taubertal Festivals nie auf Rudis Rhöntreffen geschafft. Weil wir heuer nicht auf das Festival gehen, kann ich heute ganz entspannt in die Röhn fahren und quäle mich nun die 250km durch die sommerliche Hitze. Wie ich ankomme fegt ein lächerlich kurzes Unwetter über den Platz und wir machen es uns gemütlich.
Am Abend sitzen wir lange beisammen, es gibt wie immer viel zu erzählen und mir steht die erste kühle Nacht seit langem im Dachzelt bevor.

Den darauffolgenden Tag verbringen wir überwiegend in den Campingstühlen, schmeißen mittags den Grill an und lümmeln so herum, bis wir uns abends immerhin zu einem Reisevortrag vorbequemen. Auch jene Nacht wird wieder relativ lange und am Morgen krabble ich aus dem Dachzelt um zeitig zusammenzupacken und die Heimreise anzutreten.

So geht für mich dieses Jahr das einzige Treffen zu Ende – schön war es gewesen! Wir sehen uns sicher irgendwo unterwegs!

deutsche leitkultur

Frau D. aus Texas ist gerade zu Besuch und Herr T., Ich und sie haben nun sogar einen Termin gefunden, an dem wir alle drei Zeit haben. Also schnappe Ich Frau J., sammle Frau D. ein und dann fahren wir nach München in die vier Wände von Herrn T. Eine herzliche Begrüßung folgt und schnell steht Sambuca auf dem Tisch – wie in alten Zeiten. Das Abendprogramm ist auch schnell geklärt und so stolpern wir zu späterer Stunde zu den Öffentlichen und fahren in die Innenstadt. Unsere amerikanische Freundin hat beiläufig erwähnt, dass sie noch nie im Hofbräuhaus gewesen ist. Also gehen wir dorthin um etwas zu Essen und können sie später dafür verantwortlich machen.
Denn das Essen dauert nicht nur über eine Stunde, sondern schmeckt scheußlich und die Bestellung wurde nicht richtig ausgeliefert – zur Krönung war unser Kellner ein ungezogener Lümmel. Immerhin hat das Bier mir nicht geschmeckt – verfluchtes Hofbräuhaus!

Die Stimmung hat das nun etwas gedämpft, aber nachdem wir ins Kilians – ein Irishpub – gestolpert sind, ist schnell alles vergessen. Die Getränke nämlich schmecken super und auf der Bühne schmettert ein älterer Herr diverse Hits der 60-80er ins Publikum. Es macht richtig Spaß und so langsam ist uns richtig nach Tanzen.
Wie bei meinem letzten Besuch in München gehen wir wieder in die Sauna – eine etwas heruntergekommene Schmuddeldisco mit guter Musik und feschen Getränken. Bis spät in die Nacht schwingen wir die Tanzbeine, verschütten Unmengen Getränke und fahren schließlich mit dem Taxi zurück. Der Fahrer tut mir schrecklich leid – sicher aber ist er es gewohnt betrunkene Idioten umherzufahren.

mission ready #2

Irgendwann hat es auch Herr B. zu uns geschafft und wir grillen gemeinsam, ehe es dann zur offiziellen Pre-Party an die Festivalschänke geht. Der DJ verwöhnt uns mit guter Musik, Likör und Bier fließen in Strömen und wie das so üblich ist, verlieren wir uns allesamt reichlich zügig. Zu späterer Stunde wackle ich schließlich zu meinem Dachzelt und falle in einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Am Morgen starten wir heroisch durch, vergnügen uns mit Trinkenspielen, allerlei Unfug und zu Mittag gibt es dann mal wieder selbstgemachte Käsespätzle. Und dann starten auch schon die Konzerte – im Wechsel werden zwei Bühnen bespielt und den kröhnenden Abschluss machen heute die Jungs von Wizo. Für mich ist dieses Jahr leider nicht allzu viel dabei – eigentlich möchte ich nur Pennywise und Wizo sehen. Zwei Bands, die ich vor vielen vielen Jahren gehört habe und nun einmal in den Genuss komme, sie live zu erleben. Der Rest ist nun nichts, was ich unbedingt sehen muss und so verbringe ich beinahe den ganzen Tag in unserem Camp. Mit vielen Trinkspielen, Spiel & Spaß vergeht die Zeit wie im Fluge und pünktlich zu Pennywise sind wir dann vorne an der Bühne – oder besser gesagt am Bierstand. Von dort aus gönnen wir uns die Band und es macht auch ordentlich Spaß. Allerdings nichts, das ich mir in Zukunft nochmal ansehen muss. Danach gehen wir zur Hardcorestage, hören uns zur Überbrückung Sick Of It All an und freuen uns nun wahnsinnig auf Wizo. In jungen Jahren habe ich die rauf und runter gehört und sehe sie nun zum ersten Mal.
Das Konzert ist auch ganz fabelhaft – eine geile Stimmung weht über den Platz, der Sound ist großartig und wir Tanzen so in die Nacht hinein.

Nach dem Konzert machen sich wieder die Mängel des Mission Ready bemerkbar – es gibt nämlich nichts zu Essen, Toiletten sind auch Mangelware und so stolpere ich zurück zu unserem Camp und gehe einfach schlafen. Am Morgen bauen wir dann gemütlich ab, die Securities erinnern uns an eine pünktliche Abreise und wir verabschieden uns. Bis zum nächsten Mal – aber nicht mehr auf dem Mission Ready. Nach der gelungenen Premiere 2017 hatte ich dieses Jahr den Eindruck, dass viel zu viele Womotickets für den kleinen Platz verkauft worden sind, zu Essen gab es für mich auch mal wieder nichts und auch sonst hat es dieses Jahr kaum überzeugen können.