Archiv für August 2019

allgäuer gammel

Ich genieße gerade den schönen Sommertag im Allgäu – hier gibt es nämlich wahrlich nicht mehr viel für mich, das ich noch nicht gesehen habe. In Ottobeuren aber war ich noch nie – ist nur ein Steinwurf entfernt und so düse ich fix mit meinem alten Schweden rüber.
Ottobeuren kennt man vor allem von dem Kloster. Die Benedikterabtei Ottobeuren wurde schon 764 nach Christus gegründet und im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Die spätbarocke Basilika wurde im 18. Jahrhundert erbaut und erfreut sich heute an meinen lüsternen Blicken. Es findet sich eine Menge Stuck, Fresken, Altarbilder und zwei barocke Chororgeln.

Das Museum im Kloster ist leider gerade geschlossen und so spaziere ich ein wenig durch die Anlage, bis es mich schließlich in die Innenstadt zieht. Hier verköstige ich knackigen Salat mit allerlei Pilzen und mache mich dann auf den Weg nach Hause.

Bei der letzten Fahrt mit dem schwarzen Volvo ging ja einiges kaputt, wurde zwischenzeitlich repariert und hat sich nun beweisen dürfen. Jetzt steht unserer baldigen Fahrt nach Schweden hoffentlich nichts mehr im Wege.

miles, miles, miles

Der BMW ist wieder fit für zwei weitere Jahre und ich bringe ihn jetzt zurück in seine Heimat. Morgen muss ich ohnehin an den Bodensee und so bietet es sich direkt an dem Herrn O, einen Besuch abzustatten. Den habe ich zuletzt im Winter gesehen und die Sehnsucht ist groß. So komme ich am Abend an, liefere den BMW ab und steige wieder in den Kadett. Bei Herrn O. dann gibt es traditionell Wein und wir bestellen uns Pizza.
Leider scheine ich krank oder soetwas zu werden, fühle mich recht unwohl und trotzdem sitzen wir bis in die Morgenstunden beisammen, haben viel Unfug zu erledigen und zu reden.

Nach einem kurzen Powernap und einer wohltuenden Dusche verlasse ich dann die Pfalz. Mein erstes Ziel ist Sindelfingen bei Stuttgart – hier treffe ich Herrn A. – für den liegen auf der Rückbank schicke Alufelgen für seinen Volvo. Ich brauch die nicht und seinem stehen die sicher ganz hervorragend. Weiter geht es es an den Bodensee nach Konstanz. Frau E. möchte abgeholt werden und diesem Ruf komme ich natürlich gerne nach. Eigentlich hatte ich für uns noch einiges an Programm in petto, aber noch immer fühle ich mich nicht gut und täte am liebsten direkt einschläfern lassen.
So fahren wir nach Hause, machen bei Ravensburg in einem Biergarten Pause und kommen früh nach Hause.

Nach einer ruhigen Nacht ist es dann soweit die Notaufnahme aufzusuchen. Schon in der Pfalz sagte ich spaßeshalber, dass bestimmt mein Blinddarm explodiert sei. Das sage ich schon immer wenn mir irgendetwas weh tut. Nur diesmal habe ich blöderweise Recht und werde direkt für die OP vorbereitet. Damit hat sich dann auch unsere Fahrt nach Ungarn auf das Balaton Sound Festival erledigt. Die Tickets liegen bereit und Freunde sind bereits in Ungarn und warten sehnsüchtig auf unser Erscheinen. Ich aber liege jetzt ein paar Tage im Krankenhaus und hoffe dass ich bis zu unserer Tour nach Schweden wieder fit bin. Denn die sollte planmäßig nach unserer Rückkehr von Ungarn starten.