kiełbasa wycieczka #4

Erst mittags werde ich wach – so etwas passiert mir auch selten. Ich scheine einfach alt zu werden. Manche unserer Gruppe sind schon auf den Beinen und besichtigen Krakau. Ich hingegen habe einfach nur Hunger und so gehen wir zu dritt in ein Restaurant. Das habe ich gestern Nacht zufällig entdeckt und für gut befunden. Ist glücklicherweise auch direkt gegenüber des Hotels und so können wir nach einem Aperitif direkt hinein.

Es kommt wie es kommen musste – das Essen schmeckt fantastisch, die Getränke munden ebenfalls und die Preise sind moderat. So sitzen wir bis zum Abend an ein und dem selben Platz, Quatschen dummes Zeugs und die restlichen Chaoten treffen schließlich irgendwann ein.
Alle zusammen laufen wir zur Fabrik von Oskar Schindler. Die steht unweit unseres Hotels und ist mit Sicherheit sehenswert. Wir aber haben uns vorab keine Tickets reserviert und so bleibt uns der Zugang zu der eigentlichen Fabrik verwehrt. Von außen können wir zwar gucken und auch die kleine Ausstellung im Eingangsbereich können wir sehen, das war es dann aber auch schon.

Wir gehen zurück zum Hotel, speisen im Restaurant und trinken dann ein wenig Unfug in den Zimmern, ehe wir die Innenstadt aufsuchen. In einer Bar dann der Beschluss – es soll zum Tanzen gehen. Ganz in der Nähe finden wir einen Club und latschen hinein. Erst drinnen kapieren wir irgendwann, dass wir in Polens größter Schwulendisco gelandet sind. So kommt es dass wir sehr viel länger als geplant verweilen, bis in die Morgenstunden feiern und ich schon schwarz sehe für unseren bevorstehenden Ausflug.


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