Archiv für Dezember 2018

kiełbasa wycieczka #1

Nun ist es soweit – der Kadett ist betankt, horrend viel Gepäck fliegt durch den Innenraum und ich habe so richtig Bock! Das Starterfeld ist dieses Jahr mit 6 Fahrzeugen nahezu ideal – so lässt es sich prima in Kolonne fahren und es kommt kein Stress auf.
Die Mischung ist auch schön bunt – an den Start gehen dieses Jahr:

#61 Opel Kadett E – das einzige Fahrzeug das bisher alle 7 Rallyes mitgefahren ist. Hoffentlich auch dieses Jahr wieder pannen- und sorgenfrei.
#21 Opel Senator B 24V – das Spritsparwunder. Seine fünfte Rallye und damit im Windschatten des Kadetten. Auch der Senator zeigte sich bisher pannenfrei und verbraucht dank 6 Zylindern und Automatik nur selten über 20l auf 100km.
#66 VW Passat Variant – das diesjährige Frauenauto. Unauffällig und für gewöhnlich ein Dauerläufer.
#05 Mercedes W126 – Staatskarosse mit herrlicher Patina. Paul reist dieses Jahr fürstlich und macht sich sicher viele Freunde an den Tankstellen.
#13 BMW E46 Touring – das neuste Fahrzeug im Bunde. Irgendwie fehl am Platz, aber mangels Altwagen bleibt man schließlich nicht zu Hause.
#95 BMW E34 Limousine. Dieser merkwürdig türkisene BMW fuhr vor zwei Jahren bei der Rallye nach Schweden und brannte hinterher einfach aus. Der gesamte Innenraum fiel dem Brand zum Opfer woraufhin seine Überreste dann verkauft wurden. Sein ehemaliger Besitzer kaufte ihn nun kurz vor der Rallye zurück, besorgte einen Teilespender und mit ein paar Stunden Verspätung wurde das rollende Wrack tatsächlich fertig und wird die 2.200km vielleicht sogar überstehen.

Wie gewohnt geht es in Heidenheim los – mit dem Senator treffen wir uns auf einem Autohof und fahren dann gemeinsam zum ersten Treffpunkt in Aurach. Dort sollten dann alle komplett sein und wir können uns auf den Weg machen. In Aurach gibt es einiges Fastfood, herzliche Umarmungen und das BMW E34-Team fehlt natürlich. Noch wissen wir überhaupt nicht, dass der E34 wieder lebt und noch stehen die Jungs in der Werkstatt um den Frankenstein fahrtauglich zu machen.
So bekleben wir in Ruhe unsere Fahrzeuge und starten dann zu unserem ersten Treffpunkt. Nun ist es schon spät am Abend und planmäßig sollten wir in den frühen Morgenstunden südlich von Prag ankommen. Also werden jetzt Kilometer gefressen und die Nacht nutzen wir für die langweilige Autobahnetappe.

kiełbasa wycieczka 2018

Nun ist es mal wieder soweit – unsere kleine Dezemberrallye geht nun in die Siebte Runde. Heuer soll es nach Polen gehen und die Teilnehmer sind schon ganz begierig. Den Kadetten habe ich noch eben in der Werkstatt – seit geraumer Zeit kommt Wasser durch mein Schiebedach. Super nervig. Wird nun zugeklebt und trockenen Kopfes dürfte es dann nach Polen gehen.

Vier Jahre in Folge fuhren wir nach Monaco & Nizza, wurde dann aber natürlich langweilig und seither gibt es jedes Jahr ein neues Ziel. Die grobe Route, Treffpunkte, das Hotel und vieles mehr organisiere ich stets im Voraus und so kann es morgen dann auch schon los gehen.

2012 – 2 Autos / Monaco & Nizza
2013 – 4 Autos / Monaco & Nizza
2014 – 14 Autos / Monaco & Nizza
2015 – 23 Autos / Monaco & Nizza
2016 – 7 Autos / Malmö, Schweden
2017 – 8 Autos / Florenz, Italien
2018 – 6 Autos / Krakau, Polen


2015 Monaco


2016 Schweden

Auf Los geht’s los!

fühlt den bierschaum

Herr J. hatte sich vor langer Zeit Karten für „Stefan Raab live!“ in Köln gekauft und wie das manchmal so ist, hat er nun gar keine Zeit dafür. Ich hingegen habe natürlich Zeit und so schenkt er mir sein Ticket und zusammen mit seiner Ehegattin geht es nun nach Köln. Blöd wie wir sind, waren wir gestern ein wenig Feiern und als Konsequenz fahren wir nun einige Stunden verspätet los.
Nach ein paar Stunden kommen wir an und beziehen unsere Zimmer – viel Zeit bis zur Show ist nun nicht mehr, also bleiben wir im Hotel und nuckeln an Kaltgetränken. Eigentlich wären wir gerne noch in die Innenstadt, aber des miesen Zeitmanagements wegen bleiben wir hier und feiern ein wenig vor.

Mit dem Taxi geht es nun reichlich spät in die Lanxessarena und es geht auch schon direkt los. Unsere Sitzplätze finden wir nicht und landen schließlich auf deutlich besseren Plätzen weiter vorne, die scheinbar sonst keiner in Anspruch nehmen möchte. Passt schon. Stefan Raab hat 2015 seine Fernsehkarriere beendet und kündigte dann das einmalige Liveprogramm an. Der Termin im Oktober war schnell ausverkauft und so folgten zwei Zusatztermine. In den ersten 30min. fühlt man sich mal eben wie ein Zeitreisender. Es erinnert stark an TV Total! und macht richtig Spaß – der Raab ist und bleibt ein begnadeter Entertainer. die restlichen 2,5 Stunden sind überwiegend von Musik geprägt – Stefan musiziert jede Menge zusammen mit den Heavy Tones und auch einige Gäste lassen sich auf der Bühne blicken. Darunter Luke Mockridge, Teddy Teclebrhan, Max Mutzke, Stefanie Heinzmann und Helge Schneider. Dass Helge da war freut mich besonders, hat er doch glatt allen die Show gestohlen, was mangels Talent bei den meisten nicht schwer fällt.

Noch drei Stunden ist die Show zu Ende – Raab habe ich nie besonders gemocht, die Gäste abgesehen von Helge auch nicht und auch TV Total habe ich mangels Interesse nie wirklich geschaut. Mit entsprechender Skepsis habe ich mir nun die Liveshow angesehen und muss gestehen – es war super! Wirklich unterhaltsam, ein netter Schwenk in die alte Zeiten und die Stimmung in der Halle war auch erstaunlich gut.
Nun ist der Abend zwar nicht mehr wirklich jung, aber dennoch stolpern wir ins Deutzer Brauhaus und vernichten einige Kölsch. Schmeckt fantastisch und die kleinen Gläser sind so wundervoll schnell leergetrunken. Macht natürlich hungrig und so gehen wir über die weltberühmte Brücke zum Dom und an den Bahnhof um uns die Mägen vollzuschlagen.

cassel

Ich habe für ein paar Tage in Frankfurt zu tun und sehe mich nun ein wenig in Kassel um. Hier bin ich schon abertausende Male vorbeigefahren und habe es bisher nur zu Ikea geschafft. Nun aber habe ich Zeit mitgebracht und fange mit dem an, für das Kassel bekannt ist.
Ich entscheide mich für eine Wanderung beginnend am Hercules, hinunter zum Schloss und das ganze dann irgendwie wieder nach oben.

Wie ich oben ankomme und parke, zieht plötzlich ein dicker fetter Nebel auf und verwandelt den Hercules samt Oktogon in einen mystisch anmutenden Platz. So spaziere ich ein wenig durch die Gemäuer, schieße Fotos und sehe nichts. Normalerweise hat man eine grandiose Aussicht auf Kassel und den restlichen Bergpark Wilhelmshöhe. Das tolle Schauspiel hält nicht lange an und nach 15 Minuten ist der Nebel auch schon wieder verschwunden und der Blick ist frei.

So marschiere ich entlang des Wasserspiels hinunter und besichtige die Löwenburg, anschließend das Schloss Wilhelmshöhe und das zugehörige Gewächshaus. Völlig zurecht wurde 2013 der Bergpark als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. So vergehen viele Stunden und etliche Kilometer bis ich schließlich erschöpft oben an der Hercules Statue zurück bin. Die Höhenmeter haben mich ganz schön geschlaucht und so möchte ich jetzt eigentlich nichts mehr machen. Immerhin kann ich mich dann noch fix aufraffen das Technikmuseum in Kassel zu besuchen. In einem ehemaligen Henschel-Werk gibt es hier Elektronik, Feinmechanik, Maschinenbau, Medizintechnik, Metallmusik, einen Transrapid und auch Automobiltechnik zu bewundern. Nahezu alles hat einen Bezug zu Kassel und so bin ich mangels Interesse auch relativ schnell draußen und mache mich auf den Weg ins Hotel.