ludwigs liebling

Mein Kadett steht gerade in der Werkstatt – neben Rostvorsorge, einem Ölwechsel und Sommerrädern gibt es auch für’s Außenkleid neuen Lack. Denn in Bälde steht ein TÜV-Besuch auf dem Plan und da muss er schließlich möglichst seriös daherkommen. Lust auf einen Ausflug haben wir aber trotzdem, also fahren wir mit einem Mietfahrzeug ins Allgäu und streben das weltweit berühmte Schloss Neuschwanstein an. Angesichts des guten Wetters vielleicht nicht die beste Idee, denn schon bei der Anreise nach Hohenschwangau staut es sich immens und an einen freien Parkplatz vor Ort ist natürlich nicht zu denken. Ich entschließe mich kurzerhand eine Parkmöglichkeit etwas außerhalb anzufahren und da winkt mich schon eine Dame herbei. Wir können zum selben Preis wie draußen bei ihr auf dem Grundstück parken. Wunderbar, haben wir beide etwas davon.

Im Königlichen Imbiss Hohenschwangau essen wir bayerische Bratwürste, Sauerkraut und dazu gibt es Bier. Schmeckt alles wahnsinnig schlecht und ist dem Tourismus zu Liebe furchtbar teuer. Vielleicht hätten wir doch eher frühstücken sollen? Mit vollen Magen marschieren wir dann mitten durch den Wald zur Marienbrücke und ich wundere mich, dass abgesehen von uns das fast keiner tut. Alle marschieren sie auf dem „Hauptweg“ und stehen sich gegenseitig im Weg. An der Marienbrücke angekommen staune ich nicht schlecht, denn die Schlange ist furchtbar lang. Ich möchte schon garnicht mehr drüber aber Frau Doppel-E durchaus. Sie war noch nie hier, ich hingegen war vor vielen Jahren hier und habe das Schloss auch von innen besichtigt. Nicht unbedingt sehenswert, die Natur und Wanderwege rundherum gefallen da schon sehr viel besser. So wagen wir einen kurzen Blick von der Brücke auf die Pöllatschlucht und das Schloss und gehen einfach weiter. Wir machen noch einige Höhenmeter und haben dann eine wunderbare Sicht auf den Alpsee, den Schwansee und das Schloss. Zurück geht es wie wir gekommen sind und dann umwandern wir noch gemütlich den Alpsee, bis wir schließlich nach zehn Kilometern fertig für die Heimreise sind und noch eben ein Eis verschlingen.


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