stimmungssekt

Frau B. verlangte neulich nach einer Reise nach Berlin. Da ist sie bei mir ja genau richtig, nichts lieber als das! So nutzen wir heute die Nacht und gondeln gemütlich nach Berlin und kommen viele Stunden später recht entspannt an, parken den Kadetten in Charlottenburg und ehe ich mich versehe, ist auch schon eine Frühstücksflasche Sekt geleert. Wir marschieren am Schloss entlang zu einer kleinen alt-Berliner Kneipe, schlürfen zwei Biere und machen uns zu Fuß in Richtung Schöneberg. Sonderbar weit kommen wir nicht und stolpern dann in eine U-Bahn, die uns kurzerhand am Ku‘damm herausspuckt. Hier warten wir auf Frau Doppel-E und gönnen uns ein weiteres Kaltgetränk in dieser wahnsinnig ätzenden Umgebung. Mal abgesehen von der Gedächtniskirche gibt es hier nun wirklich nur versnobten Mist und ich bin heilfroh, als wir endlich weiterkönnen.

Wie Frau Doppel-E dann kommt, geht es zurück zum Auto, unsere Habe wird fair aufgeteilt und wir gehen in unsere Nachtlager für die nächsten Tage. Frau B. hatte leider etwas weniger Glück, ihr Hotel nämlich wirkt recht verbesserungswürdig. Ich hingegen hause wie gewohnt ganz fürstlich, es mangelt an nichts.

Nach kurzem Mittagsschlaf verschwinden wir in die Innenstadt und watscheln zum Tempelhofer Feld. Der ehemalige Flughafen ist inzwischen eine der letzten Lungen Berlins und für eine Führung durch das ehemals flächengrößte Gebäude der Welt ist mir das sommerliche Wetter irgendwie zu schade. Also spazieren wir durch die Tempelhofer Freiheit, ich lese eifrig über den Flughafen, die Luftbrücke, das Konzentrationslager und die heutige Nutzung des Areals.


0 Antworten auf „stimmungssekt“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


fünf − = zwei