auf nach kiew

Nun ist es an der Zeit weiterzuziehen, ich habe mich entschieden direkt nach Kiew zu fahren, Sind rund 600km und davon nur rund 100 auf der Autobahn. Ich glaube nicht dass ich das an einem Tag schaffe, gewöhne mich dann aber recht schnell an die völlig kaputten Straßen. Mit etwas Mut kann man auch locker 120km/h fahren, es strengt nur wahnsinnig an. Permanent scannt man den Boden nach (zu) tiefen Schlaglöchern ab und zirkelt wagemutig so gut es geht drum herum. Die Landschaft sowie die Dörfer die an mir vorbeiziehen sind kaum der Rede wert. Alles ist noch fest in Hand des Winters, es wirkt irgendwie etwas trostlos und arg schmuddelig. Nirgends möchte ich so recht verweilen, selbst in den größeren Städten gefällt es mir so überhaupt nicht.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit, es sind noch 120km bis Kiew, möchte ich halten um mich nach einem Hotel umzusehen. Da merke ich dass in Kürze eine Autobahn kommt und ich vertraue ihr einfach mal soweit, dass man auf ihr auch in der Nacht gut fahren kann. Bewahrheitet sich dann auch und am Abend stehe ich schließlich in Kiew vor dem Hotel, das ich ab übermorgen gebucht habe. Die haben natürlich überhaupt nichts dagegen dass ich schon heute ankomme und ich bin auch hier mal wieder der einzige Ausländer. Das Hotel ist in recht verbesserungswürdigen Zustand, das Internet funktioniert nur mangelhaft und die Ausstattung hat längst bessere Tage gesehen. Mal wieder äußerst charmant und irgendwie auch ganz nett, draußen gibt es einen Parkplatz für mein Auto und die Rezeptionistin ist wahnsinnig bemüht mir alles irgendwie recht zu machen. Sie weiß halt einfach nicht, dass meine Ansprüche sehr gering sind. Müde wie ich bin merke ich dann auch dass meine sämtlichen Lebensmittel aufgebraucht sind, also spaziere ich noch zum nahegelegenen Bahnhof, versorge mich mit Bargeld und einem fetten Paket sämtlicher ungesunder Sachen und falle anschließend in den wohlverdienten Schlaf.


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