Archiv für Januar 2018

du schon wieder?

Der Wecker bimmelt heute schon wieder viel zu früh, ich hieve mich aus den Federn und hole Herrn B. ab. Auf den Autobahnen ist noch überhaupt nichts los und in Windeseile kommen wir in Landau an. Herr O. steigt zu und wir steuern eine Bäckerei an um uns die Magen zu füllen. Jetzt trennen uns nur noch drei Stunden Autobahn von Köln. Abgesehen von 15,-€ Strafe für die Polizei kommen wir auch recht schnell an und lümmeln noch draußen vor unserem Hotel herum, bis wir einchecken.

Im Hotel haben wir ein ganzes Stockwerk für uns und verlegen kurzerhand die Feierlichkeiten in den Flur, unterbrechen nur zur Essensaufnahme und wollen am Abend dann ins nahegelegene Palladium. Frau R. organisiert uns zwei Taxen und ich kümmere mich um dasselbe, sodass im Endeffekt ein Taxi leider leer ausgeht und wir kommen gerade noch rechtzeitig an. In Bierlaune haben wir vor einigen Monaten Tickets für das Trailerpark-Konzert hier gekauft, ich kann mich jedoch nicht so recht daran erinnern Trailerpark je besonders gut gefunden zu haben.
Die Vorband haben wir schon verpasst und wie das Konzert beginnt verlieren wir uns wie gewohnt sofort. Die Jungs auf der Bühne legen gleich richtig los und ich muss gestehen, dass es großen Spaß macht. Knapp zwei Stunden eskaliert die Meute, ich verliere ständig meine Schuhe und mein Körper ist um einige Verletzungen reicher – völlig erschöpft halte ich Ausschau nach dem Rest und als ich mich bereits an meine neuen Freunde gewöhne, erspähe ich plötzlich Herr O.
Das Abbleiben von Herrn B. klärt sich auch relativ fix, denn der ist bereits irgendwo in der Innenstadt und feiert eine ganz andere Party. So bleiben wir noch einige Stunden vorm Palladium, lernen finstere Gestalten kennen und fahren dann mit dem Taxi zurück zu unserer Unterkunft, snacken bei Burgerking noch etwas und treffen dann sogar auf Herrn B.

Beim Frühstück beschränke ich mich heute auf Tomaten und literweise Orangensaft, wir checken aus und fahren noch eben ans Rheinufer um einen Blick auf den Dom zu riskieren. Was wäre schon eine Fahrt nach Köln ohne ein Foto davon? Anschließend geht es über Landau zurück nach Hause und ich nehme direkt wieder meinen Kadett entgegen – der hatte die Tage nämlich frei und ich ihn schrecklich vermisst!

wer bremst gewinnt

Nachdem in letzter Zeit immer wieder meine hintere Bremse blockiert, habe ich beschlossen dass es Zeit wird sich darum zu kümmern. Die Teile sind noch verfügbar und kommen auch recht schnell und dem Werkstattbesuch steht so nichts mehr im Wege. Wie die Trommeln runtergenommen werden ist schnell klar, dass es allerhöchste Zeit ist hier zu handeln. Alles wirkt recht defekt und verschlissen.
Schnell ist auch klar, dass ich hätte nicht sparen sollen – denn die Trommeln müssen auch neu und nun natürlich erst bestellt werden.

Getauscht werden beide Bremstrommeln, die Beläge sowie sämtliche Anbauteile, beide Bremszylinder und das komplette Handbremsseil. Nach einer Probefahrt geht es noch auf den Bremsenprüfstand – die Ergebnisse sind fabelhaft und ich freue mich nun vorallem darüber, dass die Handbremse wieder funktioniert.

noch ein museum

Den R. wird man einfach nicht los – der gammelt noch immer hier rum und seine Zeit wird einfach nicht weniger. Umso besser, denn ich muss heute ohnehin nach Göppingen und könnte einen Chauffeur gebrauchen. So holt er mich wie vereinbart ab, wir steuern einen Bäcker an und gondeln dann in aller Gelassenheit nach Göppingen. Mit dem navigieren klappt es nicht so recht und so dauert es ein wenig, bis wir an meinem Ziel stehen. Herr Z. verlangt nach einem neuen Auto und ist dort bei einem Audihändler fündig geworden – natürlich ein gebrauchter Opel. Den hole ich nun fix, unterschreibe die Übergabe, überzeuge mich vom guten Erhalt der Kiste und montiere die Schilder.

Wie immer haben wir Zeit im Überfluss und so schlage ich vor, dass wir noch ins nahegelegene Märklin-Museum könnten. Ist tatsächlich gleich ums Eck und wie wir eintreten, kapiere ich erst garnicht dass wir schon mitten im Museum sind. Eintritt kostet es nicht und das ganze Gebäude wirkt eher wie ein Shop. Es gibt einiges an Spielzeug aus der rund 160 Jahre langen Firmengeschichte und allen voran natürlich haufenweise Modelleisenbahn sowie unendlich viele Möglichkeiten sich mit den Produkten einzudecken. Ein kurzweiliger Besuch, aber besser denn draußen in der Kälte zu frieren.

bildungsreise

Den Jahreswechsel haben wir gut über die Bühne gebracht – es gab neben Filmen ganz viel Pizza und eine Menge Gelassenheit. Heute verabrede ich mich spontan mit Herrn R. – der ist noch immer in der Gegend und hat einfach viel zu viel Zeit. Also gehen wir lecker Essen und beschließen dann in der Kneipe unseres Vertrauens, dass wir morgen ein Museum besuchen. Die Wahl fällt auf das im letzten Jahr eröffnete Mazda-Museum in Augsburg. Herr P. kommt auch noch mit und zu dritt düsen wir los, ich erfreue mich des Beifahrerseins und knabbere Unfug auf der Rückbank.

Angekommen stehen wir auf einem ehemaligen Betriebshof der elektrischen Straßenbahn, errichtet Ende des 19. Jahrhunderts. Ein toller Bau und ideale Heimat für das Automuseum. 2011 hat die Familie Frey das Gebäude erworben, es restauriert und umgebaut zum Museum bis es schließlich 2017 eröffnet wurde. Nun blicken wir auf ca. 40 Exponate aus dem Hause Mazda der vergangenen Jahrzehnte. Neben Young- und Oldtimern für den europäischen Markt gibt es auch einige Leckerbissen von Übersee zu sehen, die Auswahl ist perfekt und gerade bei den Designikonen aus den 80er Jahren fällt es recht schwer sich satt zu sehen. Mit 5,-€ Eintritt [2,50€ ermäßigt] ist man dabei – lohnenswert wie ich meine.
Als wir dann genug gesehen haben, ist es Zeit für einige Burger, die wir uns in Dasing bei Mrs Pepper einverleiben. Von dort wäre es auch nicht mehr weit bis Schrobenhausen – hier hat Herr W. seinen Heimathafen und wann immer ich in der Nähe bin, habe ich entweder keine Zeit oder vergesse es einfach. Heute aber nicht, schnell ist ausgemacht dass wir uns in seiner heiligen Halle treffen und dort wieder auf ein paar alte Autos gucken. Neben einem Opel Manta i3000 schlummern etliche Volkswagen in den vier Wänden und warten auf besser Wetter.

Wir plaudern bis die Beine frieren und treten dann die Heimreise an – es schlummert sich ganz herrlich auf der Rückbank und unseren abendlichen Kneipenbesuch sparen wir uns heute – stattdessen falle ich dann einfach ins Bett.

christkindflucht

Die letzten Tage habe ich mit einigen weitangereisten Freunden verbracht, oftmals sind wir viel zu spät ins Bett gegangen und heute am Heiligabend möchte ich dem ganzen Stress ein wenig entgehen. Wir stolpern spontan noch in ein kleines Frühstück bei Freunden und dann geht es auch schon auf die Autobahn. Die Feiertage verbringe ich heuer in der Pfalz, mit der Hoffnung dass ich meine Ruhe habe und gemütlich Wein trinken kann. So verläuft der Abend dann auch ganz wunderbar mit leckerem Essen, Kartenspielen und für mich nichts anderes als Tee. Am Morgen gibt es direkt Resteessen und dann machen wir uns auf ein wenig die Südpfalz zu erkunden. Das Wetter lädt zwar nicht unbedingt ein, aber allemal besser als Feiertagsstress. Zuerst geht es nach Eschbach, denn ich täte gern auf die Marderburg laufen und mich ein wenig umsehen. Die kleine Wanderung rundherum funktioniert prächtig, die Burg aber ist inzwischen in Privatbesitz und natürlich während der Feiertage geschlossen.

Macht nichts, dann fahren wir eben nach Rhodt und spazieren ein wenig durch die Gassen um anschließend noch etwas durch den Pfälzerwald zu fahren. Gerne täten wir noch jemanden besuchen, stehen aber dann irgendwo vor Kaiserslautern vor einem leeren Haus und ich möchte stattdessen eben etwas Essen. Fündig werden wir in Landau in einer Dönerbude, sind natürlich die einzigen Gäste und ich erfreue mich an unserem unkonventionellen Weihnachtsessen. Abgerundet wird das Festtagsmenü noch fix bei McDonald’s und dann verkriechen wir uns auf der Couch, gucken einen ganz zauberhaften Film und besuchen dann Herrn O. in seinen vier Wänden. Viel zu lange war ich nicht mehr in Landau gewesen und wir tun uns richtig schwer, uns wieder aneinander zu gewöhnen. Mit etwas Wein, Vodka und Ramazotti klappt es schließlich doch und zu späterer Stunde falle ich dann zu Bett um am nächsten Morgen wieder ganz gemütlich in Richtung Heimat zu fahren. Die Zeit zwischen den Jahren und den Jahreswechsel möchte ich dieses Jahr in der Heimat verbringen und hoffe dass das alles recht stressfrei vonstatten geht.

suchtgefahr

Nun bin ich ein paar Tage in der Heimat, gehe mit einigen Freunden ausgiebig feiern und verschwinde auch für einen Tag im Allgäu. Man möge meinen, dass ich heute gut erholt sei, das Gegenteil aber ist der Fall. Ehe ich jammere, steige ich besser ins Auto – nächster Halt: Kitzingen.
In Kitzingen steigt Frau R. zu, vor einiger Zeit haben wir in einer Bierlaune Tickets für ein Liedfettkonzert bestellt. Also erobern wir die Autobahn, halten lediglich für ein paar Burger und kommen dann recht fix in Köln an. Für die letzten Kilometer bis Ehrenfeld brauchen wir nun aber ewig, ich habe das Gefühl dass einfach jeder Arsch nach Köln fährt, um den hiesigen Weihnachtsmarkt zu besuchen. Immerhin ergattere ich einen Parkplatz für wenige Taler ganz in der Nähe unserer Unterkunft.
Dort stehen wir vor verschlossenen Türen, ans Telefon geht auch kein Mensch und wir versuchen es in der Dönerbude nebenan. Was ein Glück – der Betreiber des Imbisses ist derselbe wie der des Hotels. Das Einchecken dauert leider relativ lange, der gute Mann nimmt alles sehr genau, hat eine Millionen Fragen und wirkt etwas überbemüht. Bis wir auf unserem Zimmer sind, ist es natürlich schon dunkel und wir tun das einzig Richtige. Beschallung aus den Boxen und Whiskey aus den Fässern – die Liedfettvorbereitung klappt ganz fabelhaft.

Irgendwann ist es dann soweit, wir stolpern langsam in Richtung des Jungle – irgendein Club unweit unserer Unterkunft. Die Zeit bis zum Konzert überbrücken wir mit neuen Bekanntschaften, trinken fleißig und feiern dann mal wieder Son of Polvo sowie Liedfett. Mal wieder ein gelungener Auftritt und leider auch der vorerst letzte – nun ist für die Band Pause angesagt und wir müssen uns derweil einen neuen Zeitvertreib suchen. Nach dem Konzert wird es leider etwas ungemütlich, ich verabschiede mich von der Band und der Türsteher beginnt die Leute herauszukehren. In Kürze ist hier wohl Party oder so. Wir beschließen kurzerhand direkt wieder reinzugehen, zahlen unverschämte 10,-€ pro Person und finden uns dann plötzlich auf einer Raverparty wieder. Die DJs sehen richtig bemüht aus, während mich das Publikum an einen verrückten Drogensumpf erinnert. In schwäbischer Manier sehen wir aber drüber hinweg, stürzen noch einige Drinks und tanzen, als seien wir die wirklich letzten Menschen auf unserer Erde.

Irgendwann in der Nacht geht es dann zurück, natürlich nicht ohne Halt an einer Dönerbude. Leider wissen die Kölner offenbar nicht, wie Döner funktioniert. Auf allen meiner unzähligen Döner finde ich Currysoße. Was soll das?! Der Hunger treibt es rein, ich falle ins Bett und blicke etwas verstört auf die Uhr, als ich aufwache. Draußen wird es schon wieder Dunkel und voller Stolz kann ich verkünden, dass wir den ganzen Tag verpennt haben. Also nutzen wir den Abend, Essen beim Italiener um die Ecke und spazieren noch etwas durchs Viertel, ehe wir schon wieder ins Bett fallen und am nächsten Morgen dann gemütlich zurück fahren.