karaoke-kontrollverlust

In meinem Hotelzimmer ist Anarchie ausgebrochen, wir gönnen uns Whiskey und verabreden uns für ein Abendessen. Wie bei jeder Rallye essen wir italienisch, so auch in Italien und es schmeckt fantastisch. Ich verköstige eine Pizza Mariana und weintrinke mir die Müdigkeit aus den Augen, ehe irgendwer mal wieder auf die Idee kommt, dass es sinnvoll wäre eine Karaokebar aufzusuchen. Auf dem Weg kommen wir an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei und stolpern in einen Irishpub. Die gesamte Kundschaft starrt aber auf ein Fußballspiel und keiner konzentriert sich auf soziale Kontakte und Alkohol. Schnell weg hier und ab zum Karaoke – dort angekommen läuft es ab wie immer, Bier aus dem 3,5l Glas und die Nacht läuft völlig aus dem Ruder. Wir haben locker Hundert Liter Bier vertilgt, ehe ich mit drei anderen das Weite suche. Mangels Orientierung muss ein Taxi herhalten und mittels Googlemaps verfolge ich die Route, finde mich aber überhaupt nicht zurecht.

Am Hotel angekommen macht sich Hunger breit. Am liebsten würde ich nun rumdönern, also marschiere ich los. Ein zweistündiger Spaziergang durch die Gegend brachte aber leider keinen Erfolg, sodass ich müde und äußerst hungrig in mein Bett falle. Geweckt werde ich erst gegen 07.00 Uhr, als Herr P. mein Zimmer betritt und nach Frühstück fragt. Anscheinend wurden sie gerade eben aus einer Bar hinausgekehrt. Hat ja alles keinen Sinn, also schließe ich erneut die Augen und Dusche anschließend, bevor wir wieder Schnaps zum Frühstück genießen. Schnell steht fest, dass wir heute mit dem Bus in die Innenstadt wollen. Am Hauptbahnhof spuckt der Bus uns aus und an einem Kiosk bestelle ich einen Hamburger, bekomme dann allerdings vier Stück. Ist okay für mich, der Hunger ist aufjedenfall groß.

Der nächste Bus bringt uns nun zur Kathedrale Santa Maria del Fiore. Einmal umrundet und schnell wird uns klar – da können wir nicht rein. Die Besucher stehen sich die Füße kaputt, die Schlange ist viel zu lange und uns muss eben ein Rundgang um den Bau genügen. Wir marschieren weiter zum Ponte Vecchio, die älteste Brücke über die Arno und auch hier erschrecken mich die Besuchermassen sowie der viele Ramsch. Wie so oft finden die kleinen Gassen rundherum sehr viel mehr Anklang bei mir.


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