endlich wochenende

Herr M. hat uns und den Kadett gut zurückgebracht, wir schlafen horrend lange und gegen Mittag gibt es dann ganz wunderbares Frühstück. Eine Pizza für mich und etwas Obstsalat sowie Backwaren für den Rest. Ich habe nun genug, so überhaupt keine Lust mehr und mir graut es vor dem heutigen Tag. Noch trennen uns rund zwei Stunden Fahrt vom nächsten Konzert und der Tag schreitet voran. Noch etwas Wäsche waschen, Rumliegen und dann wird es aber höchste Eisenbahn. Beim Metzger um die Ecke schnappen wir noch etwas zu Beißen, ich gönne dem Kadett einigen Sprit und mit der Dunkelheit geht es auf die Autobahn.

Regen, Dunkelheit, Kater und viel zu viel Verkehr – die Fahrt kotzt mich an. In München kriegen wir dann immerhin einen kostenlosen Parkplatz an unserem Hostel, wir checken ein und während ich so auf der Toilette verweile, öffne ich direkt eine Mammutflasche Kleiner Feigling und versuche zu retten, was zu retten ist. Die Herrscher des Whatabus sind bereits da und auf dem Weg zum Club, wo heute Liedfett spielen. Auch wir machen uns auf den Weg und treffen vor der Lokalität noch alte Konzert- und Festivalbekanntschaften, trinken gemeinsam bis ich schließlich die Wärme aufsuche. Son of Polvo gucken wir uns wie gewohnt an. Klingt wie die letzten Male auch – nämlich ganz toll. Was dann bei Liedfett passiert, raubt mir den letzten Atem. Der Club ist gerammelt voll. Menschenfleisch wohin das Auge blickt. Die dreistündige Eskalation hat es in sich, manche Lieder genieße ich sogar von weit hinten, aus sicherer Entfernung. Am Wochenende scheint das feierwütige Scmierlappenkommando wohl Zeit zu haben, ich kann kaum glauben welche Energie durch den Saal schwingt und bin sogar etwas froh, als das Konzert zu Ende ist. Sauerstoff täte keinem von uns schaden, denk ich mir.

Irgendwann, wir sind mal wieder beinahe die Letzten, verschwinden wir. Wer nun glaubt dass es Freitag Nacht einen Döner in München gibt, der hat weit gefehlt. Grobes Foul, verdammtes München! Also snacken wir wieder bei McDonald’s, ich bringe den Flüssigkeitshaushalt auf Vordermann und husche dann in mein Hostel. In unserem Schlafsaal haben wir eine eigene Dusche und die nutze ich jetzt natürlich noch – so weiß immerhin der gesamte Raum, dass ich nun da bin. Die Sache mit dem Schlaf mag aber nicht so recht klappen, mir schmerzen nämliche sämtliche Knochen, eine Erkältung raubt mir die letzten Nerven und zu späterer Stunde sorgt der betrunkene B. noch für etwas Wirbel im Schlafsaal.


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