citycamping sachsen

Ich habe seit ein paar Tagen hohen Besuch aus dem fernen Berlin und nach ein paar Tagen Heimatwellness lese ich heute früh mit ganz verschlafenen Augen, dass Frau S. auf dem Weg nach Dresden ist. Dort spielen heute Abend Liedfett. In Kürze gehen wir auf einige Liedfettkonzerte und so täte es ja fast Sinn machen, wenn wir heute noch spontan nach Dresden fahren. Also checke ich schnell die Hotels und stelle mit Bedauern fest, dass ganz Dresden ausgebucht ist. Es gibt einfach nicht ein einziges Bett mehr. Bestimmt wegen des Pegidoof-Jubiläums. Diese elendigen Drecksäcke!

Meine Hauptstädterin muss ich jedoch nicht allzu lange überreden, dass wir wie ganz normale Menschen einfach im Campingkadett hausieren können und so kommt es, dass wir schon auf der Autobahn sind. Es verkehrt jedoch irrsinnig übel, sodass wir wahnwitzige sieben Stunden bis Dresden brauchen, obwohl ich wann immer möglich das Gaspedal heftig durchtrete. Angekommen finde ich einen kostenlosen Parkplatz direkt in Sichtweite der Konzertlocation und wir genehmigen uns ein paar Schnäpse – sicherlich verdient nach der langen Fahrt. In der Zwischenzeit hat uns die Band auf die Gästeliste gesetzt und so müssen wir nicht um eine ausverkaufte Bude bangen, sondern können in Ruhe trinken und etwas Musik hören.

Nun geht es in den Club, wir treffen auf Frau S., trinken ein wenig und warten auf den Beginn von Liedfett. Das Warten zahlt sich aus, die Jungs aus Hamburg spielen eine tolle Show, ich vermisse keine Songs und wir feiern einige Stunden völlig losgelöst. Wie das immer so ist, verquatsche ich mich danach noch ein wenig und gemeinsam gehen wir Döner essen. Dass die Sachsen keinen Plan von Döner haben, hätte ich mir allerdings denken können. Keinen Dunst was ich da esse, es schmeckt fürchterlich und dem Verkäufer rate ich dringendst, sein Angebot zu überdenken. Wenig satt aber dafür völlig ausgepowert finden wir im Kadett platz, ich schalte das Licht aus und wir schlafen. Dass wir inmitten eines sehr belebten Gebietes stehen, merke ich im Laufe der Nacht recht häufig. Immer wieder versuchen Besoffene in den Kadett zu gelangen, bestimmt auf der Suche nach einem mollig warmen Schlafplatz. Zur aufgehenden Sonne gesellt sich dann noch ein recht ausgeprägter Sturm. Auf dem Rückweg in die schwäbische Alb wird der Kadett immer wieder von Böen erfasst, wie ich sie noch nie erlebt habe. Diverse Bäume auf der Autobahn erschweren das ganze zusätzlich und dennoch kommen wir wohlbehalten und etwas müde an.


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