wo bleibt der beifall?

Mit großen Erwartungen marschieren wir zur Trabrennbahn. Heute ist die – vorerst – letzte Show von Deichkind. Das morgige Konzert in Münster wurde seitens der völlig bescheuerten Veranstalter abgesagt. Deichkind & Hamburg passt aber ja wie Arsch auf Eimer, also wird es sicherlich ganz groß! Wir verquatschen uns noch mit einigen Hanseaten, holen etwas Bargeld auf der Bank und schon stehen wir auf dem Gelände. Kaltes Bier fließt den Rachen herab, The Cool spielen auf der Bühne und anschließend Sxtn. Beides überhaupt nicht sehenswert & es vergehen einige Stunden bis Deichkind die Bühne betritt.

Dann die Ernüchterung. Das Publikum ist leider absolut peinlich und vermutlich beim Musikantenstadl besser aufgehoben. Alle stehen stocksteif herum, es wird nicht getanzt und man wartet vergebens auf Eskalation. Meine Theorie ist, dass es an der Großstadt liegt. Dort kommen einfach zu viele Leute „weil es eben vor der Haustüre“ ist. In irgendwelchen Provinznestern ist die Stimmung immer eine völlig andere, dort trifft man auch stets Weitangereiste und verhältnismäßig wenig Einheimische.
Deichkind selbst liefert wie gewohnt ein Spektakel sondersgleichen, aber unsere Stimmung ist natürlich etwas getrübt wegen der vielen doofen Hamburger. Ich kaufe mir sogar am Merchandise noch ein Shirt – mein erstes Bandshirt seit vielen Jahren – und dann machen wir uns langsam in Richtung Bett. Auf Feiern haben wir beide keine Lust mehr & ein wenig traurig sind wir schließlich auch, denn Deichkind sehen wir so schnell nicht wieder.


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