mission ready

Frau J. nimmt heute mal wieder im Kadett platz – unser Ziel ist Giebelstadt nähe Würzburg. Vor ewigen Zeiten haben wir uns Tickets für das Mission Ready-Festival gekauft und nun ist es endlich soweit. Über die Autobahn geht es nur zäh voran und als wir schließlich ankommen, hat Frau J. bereits eine Flasche Sekt getrunken. Ich bin fast etwas neidisch. Vor Ort fix das Dachzelt aufgebaut und schon genieße ich kalten Wein und freue mich dann umso mehr als die Wohnmöbse auftauchen. Kurze Zeit später trudeln auch die Whatabüsser samt Herrn B. ein und unsere kleine Wagenburg steht im Nu.

Bands spielen heute keine und so können wir uns ganz locker der Geselligkeit hingeben. Wie das manchmal so ist – gerade wenn man sich jung fühlt – kann ein solcher Tag ganz schön lange andauern. So kommt es dass ich erst morgens um 06.00 Uhr mein Dachzelt aufsuche und etwas irritiert bin, weil dort Frau J. vor sich hinschläft. Die letzten Quadratcentimeter ergaunere ich und versuche zumindest ein bisschen zu schlafen. Ein paar Stunden später ist jedoch an Schlaf nicht mehr zu denken, ich krabbele hinaus und gönne mir ein Frühstück aus Reis und Tomatensoße. Dass mein Magen mit Purzelbäumen antwortet brauche ich vermutlich nicht erwähnen. Beruhigung schafft dann Wodka in rauhen Mengen und wir sitzen erneut herum, uns besuchen viele neue Bekanntschaften und auch Chaoten die man von vergangenen Festivals so kennt. Der Tag ist ganz herrlich schön und gegen Mittag verschwinden wir zu Rantanplan – eine Hamburger Band die ich schon immer sehr mochte und irgendwie nie live sah. Das Konzert war spitze, der Sound unerwartet gut und nun gefallen mir sie direkt wieder ein Stück besser. Nun verziehen wir uns zurück in die Wagenburg und ich köpfe noch fix einen guten Morio Muskat um später dann das Konzert von Me first & the Gimme Gimmes anzusehen. Zusammen mit Herrn B. poge ich um die Wette und merke erst reichlich spät, dass es schon die ganze Zeit regnet. Nach dem Konzert möchte ich mich nur kurz aufwärmen… heize den Kadetten auf 40 Grad und lege mich im Adamskostüm hinein. Mit jeder Sekunde wird klar – so verpasse ich Flogging Molly. Die Wärme aber tut so herrlich gut. Also beschließe ich mir das Konzert von hier aus anzuhören, sehe mich schon im Auto schlafen und als schließlich Frau J. kommt raffe ich mich auf und schlafe elend lange bis zum nächsten Morgen im Dachzelt.

Während die meisten Besucher recht eifrig verschwinden, üben wir uns weiter in Geselligkeit, Frühstücken ein wenig und packen erst gegen Mittag zusammen um uns dann ganz herzlich zu verabschieden. Es war – ganz im Ernst – wohl eines der besten Festivals auf dem ich je war. Unser Anarchiecamp hat ganz toll harmoniert, die Nachbarn waren auch nicht von schlechten Eltern & an der Organisation sowie am Lineup des Festivals, gibt’s nichts auszusetzen. Gerne komme ich wieder!


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