randale im club

Neulich bin ich auf einen Club gestoßen, von dem ich mir sicher war, dass er mir gefallen täte. Und wie es der Zufall so will, treten dort heute drei Metalbands auf. Also nichts wie hin! Einen kurzen Fußmarsch später sind wir bereits da und die erste Band spielt auch schon. Trans-Carpathian Orchestra – natürlich noch nie gehört aber sie wissen zu gefallen. Guter Metal und super zum Einstimmen auf das, das noch folgen soll. Ich bekomme hier auch endlich mein gewünschtes slowakisches Bier und bin mir ganz sicher, dass das eine lange Nacht werden könnte.

Die zweite Band betritt die Bühne – Ravenhill. Den Namen gibt es mindestens zweimal. Die Logos beider Bands sind auch nahezu identisch. Dass es nicht die Bluesrocksband aus den Staaten ist, war mir irgendwie schon klar. Nun bekommen wir Melodic-Metal auf die Ohren und die Truppe spielt wirklich ganz hervorragend, eine ganze Menge Songs gefallen mir sehr und ich vergesse anschließend natürlich mir die Platte zu kaufen. Da ärgere ich mich sicher noch eine Weile drüber.

Die dritte Band ist aus Tschechien – und vor der Bühne tote Hose. Erst als die Band anfängt zu spielen, kommen ein paar Leute. Die meisten aber sind schon zu Hause oder umlagern die Bar. Warum das so ist kann mir keiner sagen, oder will es mir keiner sagen? Wie auch immer – nach zwei Songs möchte ich mir noch ein Bier holen und lerne am Tresen Herrn G. kennen. Der ist aus Bratislava und kann kaum fassen, dass meine Zigaretten tatsächlich so teuer waren. Das Konzert verpasse ich nun natürlich und unterhalte mich stattdessen mit diesem witzigen Slowake. Ich lerne viel über Sitten, das Land und die Stadt und ein kleiner Sprachkurs ist auch noch drin. Dummerweise stehen wir aber nach wie vor direkt am Tresen und ich probiere allmöglichen Mist, den man in der Slowakei offenbar trinkt. Das trägt natürlich dazu bei, dass ich mich an all die vielen neuen Worte überhaupt nicht erinnere und vieles vergesse. Dass ich dabei nun auch noch die Band verpasse, stört mich überhaupt nicht – ich fand sie nämlich überhaupt nicht gut.
Frau J. schafft es dann schließlich mich von Herrn G. und unserem Tresen zu trennen, wir verabschieden uns und dann geht es zurück zum Hotel. Es ist mal wieder furchtbar spät.


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