abgeschalten

Wieder geht es zu Fuß quer durch die Hauptstadt und wir merken plötzlich, dass wir ja überhaupt keine vermeindlichen Sehenswürdigkeiten mehr abgrasen müssen. Wozu denn auch? Meist ist es ohnehin nur halb so schön als man sich das vorgestellt hat und vorallem haben wir jetzt Lust auf ein Sonnenbad. So marschieren wir noch am Gebäude des slowakischen Rundfunks entlang, staunen auf den typisch kommunistischen Protzbau in Form einer kopfstehenden Pyramide und lassen uns dann in einem nahegelegenen Park nieder.

Hierher verirrt sich sicher kein Tourist. Die riesige Parkanlage war vor einigen Jahrzehnten sicher ganz arg schön – heute wirft der Wind im Minutentakt leere Bierflaschen um, man findet kaum ein Plätzchen ohne Graffiti und auch sonst ist alles recht siffig und vergessen. Mir gefällt es natürlich und ich erspähe auch sofort eine Bar. Dort sitzen wir einige Stunden, trinken Cocktails, Whiskey, Vodka und probieren uns durch die vielfältige Karte, bis es langsam Zeit wird zu gehen. Einen ausgeprägten Hunger darf man nunmal nicht warten lassen.

In der Nähe entdecke ich einen Italiener, freue mich auf Pizza und ehe wir uns versehen, wird das Essen auch schon serviert. Geschmacklich ist sie irgendwo zwischen ‚merkwürdig‘ und ’sehr gut‘ einzuordnen – mag wahrscheinlich aber auch daran liegen, dass sich auf meiner Pizza unter anderem Kartoffeln befinden. Nun wird es Zeit wieder das Hotel aufzusuchen – wir legen etwas die Füße hoch, trinken einen Flasche Wein und bereiten uns dann für das heutige Abendprogramm vor.


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