fast olympisch

Angetrunken und gut gelaunt marschieren wir völlig planlos in Richtung Altstadt, biegen dann aber ab und driften langsam westwärts auf den Berg, wo seit fast 60 Jahren den Opfern des Krieges gedenkt wird. Unterwegs meistern wird abertausende Treppen, kommen an vielen leerstehenden Villen vorbei und ich erfreue mich an der Sowjetarchitektur. Warum beinahe überall in Bratislava so vieles leersteht kann ich mir nicht so recht erklären, mein Herz für Lost Places aber schlägt Purzelbäume. Die Häuser sind aber allesamt gut gesichert und ich habe trotz ein wenig Blutalkoholkonzentration keine Lust die slowakische Exekutive kennenzulernen.

Oben am Slavin angekommen betrachten wir das Denkmal und genießen vorallem die tolle Aussicht auf die Stadt. Der Jahrestag der Befreiung der Stadt ist schon über einen Monat her und dennoch finden wir sehr viele Blumen & Kränze. Das ist mir schon überall im Osten aufgefallen, hier wird dem Krieg seitens der Bevölkerung viel mehr gedenkt als man es von anderswo gewohnt ist.

Nun geht es wieder hinunter, natürlich auf anderem Wege und ich genieße die unglaubliche Ruhe. Touristen scheinen wohl keine zum Slavin zu kommen und auch sonst sind die Wege etwas außerhalb wie leergefegt. Aber das wird sich sicher ändern, wenn wir erst die Innenstadt aufsuchen.


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