Archiv für Juni 2017

crazy camping

Von Ravensburg fahre ich weiter nach Bad Waldsee zu Hymer. Da findet heuer wieder das „Crazy Camping“ statt – eine Ausstellung von etwas eigenwilligen Campingfahrzeugen aller Bauarten und Klassen. Vor zwei Jahren war auch mein Kadett ausgestellt, aber dieses Jahr hatte ich überhaupt keine Lust dort drei Tage rumzulungern und fuhr stattdessen einfach auf dem Rückweg vorbei um Jonson zu besuchen. Der stellt nämlich sein Düdo-Unsinn-Gespann aus und gemeinsam schwitzen wir etwas in der Sonne und dann sehen wir uns Jonsons Beitrag über 35 Jahre mobiles Leben an. Für mich ein alter Hut – die meisten Geschichten kenne ich ja schon – für die anderen Besucher aber offenkündig sehr unterhaltsam und es scheint gut anzukommen.

Anschließend mampfen wir noch eine Portion Gyros, werden kurz von einer ordentlichen Windhose gestört und dann gucken wir uns noch die anderen Campingfahrzeuge an. Es ist alles mögliche vertreten – vom Mini mit Dachzelt über Expeditions-LKWs und Wohnbussen sowie diversen Eigen(aus)bauten. Vieles nett anzusehen, vieles absolut sinnlos und manches einfach nur dämlich. Noch eine schnelle Runde durchs Museum und dann verabschieden wir uns auch schon wieder. Ab nach Hause für eine kurze Pause.

kommando nimmersatt

Auf Nach Ravensburg! Zusammen mit Frau J. geht es für uns heute nach Ravensburg – dort studiert im Moment nämlich der Mann ihrer schlaflosen Nächte und wir statten ihm einen fixen Besuch ab. Die Autos parkieren wir etwas außerhalb auf einem kostenlosen Parkplatz und marschieren dann in die Wohnung von Herrn F. Er muss nun aber zurück in die Vorlesung und anschließend arbeiten, sodass wir uns direkt aufmachen die Stadt zu erkunden.

Erster Halt zur Essensaufnahme. Wir entscheiden uns für ein Öko-vegan Hipsterrestaurant und es schmeckt ganz vorzüglich. Anschließend täte ich gern den Blaserturm besteigen, der Pförtner jedoch winkt ab und meint dass er nun schließe. Tolle Wurst. Heftig enttäuscht, zum Glück meiner Begleiterinnen, ziehen wir weiter und stolpern dann langsam wieder in Richtung der Wohnung um einigen Wein samt Wodka zu trinken. Wie das halt so ist. Die Nacht wird heute mal wieder besonders lang, wir stolpern noch durch diverse Ravensburger Kneipen und fallen dann erst spät zu Bett.

einfach nichtstun

Die werte Familie hat heute zum Grillen eingeladen und natürlich eile ich herbei um mir den Wanst zu füllen. Noch während ich verdaue meldet sich Herr B. und frägt nach meinem Freizeitprogramm – schnell sind wir uns sicher dass wir noch ein wenig herumlümmeln könnten. Bei einem Radler verquatschen wir uns und dann kommt auch noch Herr R. vorbei – der ist gerade auf dem Weg nach Würzburg und hat Zeit für einen Plausch.

Bei der Gelegenheit unternehmen wir noch eine fixe Miniwanderung zum „Rengele“. Dort oben, mitten im Wald, wurde vor vielen Jahrzehnten eine kleine Aussichtsplattform mit Bänkchen und Blick aufs Dorf hinterlassen. In meiner Kindheit waren wir oft hier oben, rauchten die ersten verbotenen Zigaretten, steckten jungen Damen die Zungen in die Münder und tranken die ersten Biere. Heute machen wir all das nicht mehr sondern glotzen einfach nach unten und winken meinen Erziehungsberechtigten ganz eifrig. Unser Bier ist leer und somit ist es wieder Zeit den Wald zu verlassen – zurück an den Autos verabschieden wir Herrn R. und mit Herrn B. geht es noch kurz an den Steinbruch und anschließend nach Hause.

helfersyndrom

Frau B. zieht heute um und spätestens mit der Patenschaft des Nachwuchses habe ich mich verpflichtet behilflich zu sein. Also sattle ich heute schon den Kastenwagen und wir beladen ihn direkt. Bis unter’s Dach natürlich, denn zweimal Fahren ist wegen der Entfernung nicht wirklich gewollt. Das klappt soweit ganz wunderbar und ich gönne mir noch eine Mütze Schlaf ehe es losgeht.

Am Morgen hole ich Herrn E. ab und gemeinsam düsen wir in die Rhön – die neue Heimat von Frau B. Der Bus läuft sagenhaft schnell, verbraucht dabei horrend viel Diesel und wir kommen zügig an, laden schnell alles aus und ehe das nächste vollgepackte Fahrzeug anreist, gehen wir Essen.
Ein paar Dörfer weiter ist an einer Gaststätte eine Hocketse. Mit viel Essen, reichlich Bier und Blasmusik. Meine Gemüselasagne ist sogar mit Speck gefüllt – das ist Bayern wie man es kennt. Den puhle ich raus und genieße die ansonsten wirklich gute Lasagne.
Dann kommt auch schon Frau K. mit einem vollen VW Bus – den laden wir geschwind aus und bauen ein paar Möbel auf, bevor wir uns wieder vom Acker machen. So schnell wie wir gekommen sind, so schnell fahren wir auch wieder zurück. Der Bus quittiert das mit rund 13l Dieselverbrauch auf 100km und ich staune nicht schlecht an der Zapfsäule.
Zu Hause wartet bereits Herr M. und wir sind uns schnell einig, dass uns der Hunger antreibt. Also gehen wir in den nächstbesten Biergarten und schlemmen noch ein wenig, ehe ich recht schläfrig zu Bett falle.

endlich wieder wein

Ich fahre gerade gemütlich nach Schorndorf. Hier möchte ich erster Linie einem Reisegutschein für Frau H. besorgen. Das erste Reisebüro hat geschlossen und ich google erneut. Beim Zweiten werde ich gut beraten und möchte schließlich kaufen, bis mir die Mitarbeiterin dann sagt, dass sie nur Aushilfe sei und keinen Plan hat, aber versurcht ihren Chef zur kontaktieren. In der Zwischenzeit statte ich besagter Frau H. einen Kurzbesuch ab und fahre dann wieder zurück nach Schorndorf, in der Hoffnung dass das nun klappt.

Ihren Chef hat die Dame nicht erreicht und ich mach mich auf die Suche nach Reisebüro No. 3 – hier bekomme ich tatsächlich was ich möchte und kann nun wild entschlossen auf die Autobahn. Es geht weiter nach Calw. Zeitgleich mit mir sollte Herr O. eintreffen. Der hat nicht nur sich dabei, sondern Frau S. und vorallem ein paar Kisten Wein. Es kommt richtig Freude auf. Im Motel machen wir es uns bei Döner und Wein gemütlich, trinken bis spät in die Nacht und der Morgen trifft mich mit aller Härte. Ich fühle mich unausgeschlafen und überhaupt nicht wohl. Also fahre ich nach Hause und freue mich über ein wenig Gammel auf dem Sofa um endlich Energie zu tanken.

first aid & vegan food

Bratislava haben wir hinter uns gelassen und unterwegs kurz nach Salzburg noch Herrn M. getroffen. Der war auf dem Heimweg von Kärnten und die Erde bewies erneut ihre wahre Größe. Es folgte ein kurzer Schwatz aufm Rasthof und dann ging es nach Hause.
Nun bin ich auf dem Weg nach Augsburg – hier findet heute eine Fortbildung für Ersthelfer statt. Das schadet nicht und ich habe mal wieder Gelegenheit all das längst Erlernte aufzufrischen. Der Kurs verschlingt beinahe den ganzen Tag und anschließend düse ich fix zur Universität Augsburg und hole dort Frau J. ab.

Ich hatte sie beauftragt uns eine schöne Location zur Nahrungsaufnahme zu suchen – für die N8stallung hat sie sich entschieden und erntet viel Lob. Untergebracht ist das Restaurant in einem alten Schlachthof und bietet aber auch ganz viel Fleischfreies an. Es schmeckt fürchterlich hervorragend und am Abend fahre ich sie noch nach Hause um dann den Heimweg anzutreten.
Das war nun ein langer sowie lehrreicher Tag und ich bin ganz froh dass mich und mein Bett nur noch 100km Autobahn trennen.