friedhofsbesuch

Heute schon klingelt der Wecker zeitig. Also heißt es aufstehen, etwas Krempel in den Kadett werfen und dann reihe ich mich in die LKW-Schlange gen Osten. Nach Prag soll es gehen. Hunderte Kilometer Leitplanke später komme ich an und fahre zuerst in einen Außenbezirk. Ich parke fix den Kadetten und werfe ein paar Kronen in den Parkautomaten. Vielleicht hätte ich mir vorher Gedanken um den Wechselkurs machen sollen. Nun habe ich aufjedenfall den ganzen Tag Zeit ohne ein Knöllchen befürchten zu müssen.

Der Friedhof meines Begehrens liegt ein paar Kilometer außerhalb der Innenstadt und ist unglaublich groß. Ich bin aber nur wegen eines kleinen Teils hier, denn ganz hinten im letzten Eck sind die alten Gräber zu finden. Die Natur hat sich große Teile längst zurückgeholt und was übrig ist, sehe ich mir nun an. Wenn man die Inschriften der Grabsteine noch lesen kann, sind sie meist 150 bis 200 Jahre alt. Darunter finden sich auch zahllose deutschsprachige Gräber. So stolpere ich bei leichtem Regen sehr lange über diesen wundervollen Ort und vergessen beinahe die Zeit. Solangsam sollte ich nämlich mal mein Hostel aufsuchen und mir Gedanken machen, wo der Kadett solang verbleibt.

Mein quasi unendlich gültiges Parkticket schenke ich einem alten Herren und mache mich dann auf den Weg zum Hostel, muss dabei durch die verstopfte Innenstadt und anschließend wieder retour, weil ich ein Parkhaus nur 2km entfernt vom Hostel gefunden habe.


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