wasserburg friedewald

Nun tuckere ich durch die Rhön, vermeide die Hauptstraßen und gondel über Stock und Stein. Obwohl mitten unter der Woche, kommt es mir so vor als sei Sonntag und Heiligabend aufeinandergefallen. Die Straßen sind wie ausgestorben und keinerlei Restaurants oder Bäcker haben geöffnet.

Irgendwann, noch immer oder besser gesagt wieder auf hessischen Boden komme ich an einem Schild vorbei. Es wirbt für eine Burgruine und ich fackel nicht lange. So finde ich mich in Friedewald wieder. Hier steht die Ruine der Wasserburg Friedewald und sie ist erfreulicherweise frei zugänglich beziehungsweise geöffnet. Eintritt soll sie einen Euro kosten und den gebe ich dann auch gern aus. Ich habe die gesamte Anlage für mich alleine und belächel all die Touristen, die sich im Sommer wohl hier tummeln.

Von der Burg steht noch relativ viel und man kann tatsächlich beinahe alles frei erkunden. Sämtliche Türen und Tore sind geöffnet, alles ist frei begehbar und nichts ist wie so oft üblich lächerlich aufgehübscht und verschlimmbessert. Ich verlaufe mich kurz in den Kellerräumen, wische mir Spinnenweben von der Stirn und suche vergebens Lichtschalter. Was ein Spaß!

Selbst der Aboterker – hier machte man früher seine Notdurft in luftiger Höhe durch ein Loch direkt in das Gewässer um die Burg – ist noch erhalten und frei zugänglich. Für eine Sekunde überlege ich sogar… lasse es dann aber doch. Vernunft pur! Ich genieße noch etwas die Atmosphäre und mache mich dann wieder in Richtung Auto. Ich habe hunger! Hoffentlich kommt bald was am Straßenrand.


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