Archiv für Oktober 2016

der winter naht

In Kürze geht es nach Österreich in die Berge und ich nutze meinen heutigen Ehrgeiz um den Kadetten winterfit zu machen. So lasse ich Winterreifen montieren und passe nebenbei meinen neuen Dachgepäckträger an.

Herr B. hat mir den neulich übergeben, stammt ursprünglich von einem VW Bus. Mein alter Träger war nicht nur kleiner sondern auch total verschlissen und am Ende. Nach rund 400.000km nicht weiter verwunderlich. Das Dach eines Buses ist unwesentlich größer und so stehen natürlich einige Anpassungsarbeiten auf dem Plan. Ich kriege es hin, dass man ihn nur in der Breite kürzen muss und trotz zweifelhaften Augenmaßes passt das hinterher tatsächlich. Nun kann das Geraffel aus dem Kofferraum wieder aufs Dach und es bleibt ne Menge Platz für Gepäck und Bett im Erdgeschoss.

ich brauch ne pause

Heute war ich schon im Süden der Republik und auf dem Heimweg fällt mir auf, dass draußen richtig annehmbares Wetter herrscht. Also verlasse ich die Autobahn und stelle den Opel irgendwo in der Pampa unter einen Apfelbaum.

Bei 12 Grad und dichthaltenden Wolken lässt es sich herrlich spazieren, wenn doch Herbst nur immer so wäre! Nach drei Kilometern kehre ich um und finde schließlich zurück zum Auto, saue die Fußmatten ein und fahre vollends nach Hause.

flugobjekte

Nun haben wir nicht mehr allzu viel Zeit und ich schlage vor, dass wir uns noch ein paar Landungen am Airport ansehen könnten. Einen netten Platz dafür gibt es an der A5 nahe Zeppelinheim. Man kann kostenlos parken und läuft nur wenige Minuten zur Einflugschneise.

So starren wir ein Weilchen in den Himmel und gucken den Vögeln beim Landen zu. Anschließend möchte ich noch in das naheliegende Zeppelinmuseum. Frau J. aber macht mir da einen Strich durch die Rechnung. Die beiden haben genug Literatur für heute und möchten gern nach Hause gefahren werden. Da keiner von uns heute wirklich gegessen hat steuern wir noch eine Fastfoodkette an, schlagen uns die Bäuche voll und dann geht es 300km zurück in die Heimat.

offenbach?

Nachdem wir genug durch den Nebel geguckt haben geht es weiter. Ich brauche mal wieder Socken. In Frankfurt war ich schon wahnsinnig oft und mir gefällt es auch nicht sonderbar dort – Großstadt eben. Also entscheide ich mich für Offenbach. Dort war ich noch nie und Socken gibt es da bestimmt.

So fahren wir die paar Kilometer bis Offenbach, stellen den Mokka im Zentrum in ein Parkhaus und marschieren drauflos. Abgesehen von etwas Mozart scheint Offenbach aber nichts zu können. Die Innenstadt ist wahnsinnig unschön und ich kann anfangs auch nirgends Socken finden. In einer Shoppingmall kaufe ich mir dann eine Holzkiste zur Aufbewahrung von Tee und später tatsächlich Socken. In schwarz. Hoffentlich verschleißfrei.

Bei einem Syrer bleibe ich kurz mit leuchtenden Augen stehen, Manakish – die Pizza Syriens – haben sie aber leider nicht. Damit hat es sich Offenbach endgültig bei mir verspielt. Zurück in den Mokka und Abfahrt.

goetheturm > buchmesse

Die J.’s möchten auf die Buchmesse nach Frankfurt und ich bin so nett sie dorthinzufahren. Natürlich nicht nur aus Nächstenliebe sondern auch damit ich wieder rauskomme. So lade ich ganze drei Mädels an der Zahl in den Opel Mokka und fahre gen Frankfurt. An der Messe leert sich das Auto und ich fahre mit Frau D. an den Stadtrand von Frankfurt, wo der Goetheturm steht. Die Buchmesse möchte ich auch dieses Jahr wieder auslassen, denn nach einem Besuch dort hat man eine endlos lange Liste mit Büchern, die man noch lesen muss. Damit es nicht ausartet, gehe ich einfach nur alle paar Jahre und habe so keine unendliche to-read-Liste.

Am Fuße des in den 30er-Jahren gebauten Goetheturm gibt es neben einer herrlichen Kürbissuppe auch leckere Getränke. Eine ideale Stärkung vor dem mühsamen Aufstieg. Rund 40m und 200 Stufen sind zu bewältigen – der Lohn ist dann eine grandiose Aussicht auf das Maingebiet und die Skyline von Frankfurt – gutes Wetter vorausgesetzt.

1,25 opel kadett

Wie schön – ich darf mal wieder raus zum Spielen! Weniger schön ist der Grund, denn Herrn B. fuhr neulich eine Schnapsdrossel in gleich zwei seiner Autos. Nun sind beide Totalschaden. Während der VW Bus auf den Schrott landet wird dem Kadett ein neues Leben eingehaucht, ähnlich wie bei einer Katze.

Nun hat Herr B. aber nur einen Smart zur Verfügung und damit lässt es sich schwierig Ersatzteile beschaffen. Also beweise ich heute mein fahrerisches Können und geleite ihn in die Nähe von Donauwörth. Dort wartet bereits ein Viertelchen Opel Kadett. Während wir das Blech auf dem Dach meines Kadetten verzurren, stellt sich heraus dass ich dem Verkäufer vor zwei Wochen auf der A8 nahe München begegnet bin. Da überholte ich ein abenteuerliches Gespann, beladen mit drei Opel Kadett! Ich erinnere mich gut, für ein paar Blicke und Bilder habe ich natürlich besonders zaghaft überholt und wie sich nun herausstellt stehen jene drei Opel Kadett genau hier auf dem Hof. Unheimlicherweise beweist erneut unsere Erde ihre winzige Größe.

Den Viertel Kadett verbringen wir wohlbehalten in die Heimat und in Bälde kann der alte Opel dann wieder machen wofür er geschaffen wurde – fahren.