taubertal festival #1

Heute ist schon wieder richtig Stress angesagt – ich belade den Kadetten bis zum Maximum und düse ins nahegelegene Härtsfeld. Dort treffen wir uns so nach und nach, finden alle zusammen und haben noch lange nach geplanter Abfahrt allmöglichen Unfug zu erledigen – also alles wie immer.
Mit lächerlichen zwei Stunden Verspätung stürmen wir die A7 gen Norden und erreichen schließlich Rothenburg ob der Tauber. Ehe wir aber das Festivalgelände erreichen stehen die obligatorischen Polizeikontrollen an und ich bin mir fast sicher, dass ich diesmal nicht herausgezogen werde.

Natürlich wird daraus nix – ich werde freundlich zur Seite gewunken und gefragt ob ich schon etwas getrunken hätte. Ich lass es bleiben ihn zu fragen, was diese saudämliche Frage denn überhaupt soll. Nach dem Festival macht das wohl eher Sinn. Gleiches Spiel mit den Drogen – das erscheint mir immerhin noch sinnvoll. Ich hab allerdings garkeine bei mir und kann dem Beamten dann auch nichts verkaufen, muss er sich woanders beschaffen. Das lässt ihn allerdings derart kalt, dass er noch weitere sieben mal danach frägt. Ist sein Kurzzeitgedächtnis geschädigt oder ist das nun die neue Methode den Süchtigen ein Geständnis zu entlocken? „Man muss nur oft genug danach fragen!“
Nachdem ich ihm den Kofferraum öffne und ihn völlig entgeistert eine Friseurübungspuppe anstarrt verschlägt es ihm endlich die Sprache & er wünscht mir ein angenehmes Festival. Na geht doch, Danke & bis bald.

Nach dieser Kontrolle schaffe ich es keine 500m – ich fasse es kaum! Schon wieder werde ich herausgewunken. Unbeeindruckt davon dass ich sogar noch meine Papiere in den Händen halte und ich ihm versichere all meine harten Drogen beim Kollegen um die Ecke vertickt zu haben werde ich kontrolliert. Diesmal muss ich sogar Kaspertheater mit Händen und Augen machen, welch ein Spaß. Ich nehme all das wenig ernst, treibe Unfug und mache diese merkwürdigen Tanzübungen derart falsch, dass er mich einfach fahren lässt. So mag ich Polizeikontrollen – es ist immer wieder ein Spaß und es macht mich wirklich glücklich, dass die meisten Beamten angenehme Zeitgenossen sind. Darf man dann auch mal loben.


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