Archiv für Juni 2016

weltenbummlertreffen heidenheim

Zum. 19. Male findet dieses Wochenende das Weltenbummlertreffen in Heidenheim statt – mit Herrn R. und Herrn S. habe ich mich verabredet dort hinzufahren und so treffe ich kurz nach Herrn R. in Heldenfingen ein.
Das Areal rund um den Sportplatz fungiert als Veranstaltungsort, es mangelt nicht an Platz und für Infrastruktur ist bestens gesorgt (welch Luxus!). So verbringen wir den gesamten Freitag beisammen, begleitet von gutem Essen und zahlreicher Getränke und sehen uns am späten Nachmittag den Vortrag über eine Tschechienreise von Dumbo-on-Tour an.
Wegen eines Unwetters müssen wir heute ganz ohne Lagerfeuer klarkommen und verziehen uns stattdessen in die Sportgaststätte – rundum versorgt – bis spät in die Nacht.

Nach einem kurzen Powernapping stehe ich bereits wieder auf, frühstücke und hole für die Gaststätte im nahegelegenem Supermarkt Getränkenachschub. Die Preise für Essen wie auch für die Getränke sind erfreulich gering, nah‘ dran an der Selbstkostengrenze und so ernähren wir uns beinahe ausschließlich dort.

Auch der zweite Tag verläuft wie immer – gute Gesellschaft, leckere Köstlichkeiten und wir sehen uns einen zweiten Vortrag über eine Marokkoreise an, um dann den Abend erneut in geselliger Runde ausklingen zu lassen.
Auf das Lagerfeuer müssten wir heute eigentlich nicht verzichten, entscheiden dann aber zu später Stund‘ die Betten aufzuschen und sind Sonntag super erholt.

Unchristlich früh stehe ich wieder auf, Herr. S. verabschiedet sich und tritt die Heimreise an während ich zur Abwechslung etwas Sonne tanke, bis Herr R. aus den Federn steigt. Wir frühstücken wieder zusammen im Vereinsheim, empfangen meine Eltern zu einem Kurzbesuch und machen uns dann langsam daran das Feld zu räumen.
Das Treffen hat mir wunderbar gefallen, sehr klein, gemütlich und dadurch unglaublich schön. Leider hat, wie es mittlerweile üblich ist, das Wetter oft gemacht was es eben gerade will, aber durch das Vereinsheim konnten wir trotzdem auch in größeren Runden stets beisammensitzen und blieben dabei halbwegs trocken.

zweitakttournee

Endlich Sommer, endlich Hitze, endlich Zeit zum Zweitakten. Stark motiviert schwinge ich mein Hinterteil aufs Moped und treffe ein paar Kumpel. Nach kurzer Beratschlagung steht ein Ziel fest – wir tuckern nach Bayern an die Donau. Soll dort Bier in großen Gebinden und gutes Essen geben.
Ohne Stop düsen wir im Konvoi durch und kommen schließlich pannen- und unfallfrei an. Wir parkieren direkt am Ufer und schnellen Schrittes geht es in einen Biergarten – jener lockt mit zünftiger Brotzeit und einem Heferuss.

Schon jetzt, nach heute gerademal 50km schmerzt mir der Hintern – verdammt. Nunja, zurück müssen wir trotzdem, also steigen wir auf, Tanken und dann geht es weiter. Nach einigen Kilometern bleibt Herr E. mangels Benzin liegen. Aber halb so wild, wir kippen aus der anderen Hercules das nasse Gold einfach um und können weiterfahren. 20km später dasselbe Spiel – wieder füllen wir um und irgendwann passieren wir dann auch die Grenze zu Baden-Würrtemberg.

Nach knapp über 100km heute bin ich dann doch froh als ich den Heimathafen erreiche, genieße eine kalte Dusche und bin mir absolut sicher, dass berüchtigte Motorradclubs von solchen Touren nur träumen.

schmiert gut, fährt gut

Heute bin ich schon besonders fleißig und befreie den Kadetten vom Schlamm und Matsch der letzten Zeit, sauge innen direkt raus und da fällt mir auch auf, dass ein Ölwechsel längst überfällig ist.

Voller Tatendrang erledige ich auch das gleich und nun kann ich guten Gewissens weiterfahren – ein tolles Gefühl.

30 jahre tannhausen

Früher, als ich noch unendlich jung war, fand in Tannhausen in der Nähe von Dinkelsbühl immer ein riesengroßes Opeltreffen statt. Schon als kleiner Bub war ich da oft und so entstand eine gewisse Leidenschaft für altes Opelblech. Das Opeltreffen gab es zuletzt im Jahre 2005 und heuer haben die Veranstalter 30-Jähriges Clubbestehen. Anlass genug um erneut ein großes Treffen auf die Beine zu stellen und natürlich sind auch wir mit von der Partie.

So stellen wir unsere ollen Opel auf die Wiese und feiern in feinster Manier den 30. der Tannhäuser.

Zwar ist jede Menge Regen angekündigt, aber es bleibt stets trocken. Ärgerlich war nur, dass die Wiesen wegen der andauernden Regenfälle der letzten Zeit völlig aufgeweicht sind und wir schon am zweiten Tag nur noch durch Matsch waten. Das Treffen selbst ist super organisiert, es gibt keinerlei Grund zum Klagen und ich würde mich natürlich freuen, wenn das wieder regelmäßig stattfindet.

Von zu Hause errreichen mich heute noch diverse Aufforderungen doch einige Zeitungsbiere auszugeben – das hatte ich völlig vergessen. Ein kurzes Interview zu mir und dem Kadetten erschien heute in der Heidenheimer Tageszeitung.

jugendaufarbeitung oder so

Draußen ist herrliches Wetter, ich kann mich aber kaum aufraffen – das Sofa kommt mir heute besonders bequem vor. Irgendwann bekomme ich es dann doch noch gebacken, stehe auf und steige auf mein Zweitakter.

So düse ich stundenlang durch die Region und besuche die Gefilde, wo ich aufgwachsen bin. Als kleiner Bub habe ich hier in den Wäldern und Wiesen sehr viele Stunden verbracht und war seit etlichen Jahren nicht mehr hier gewesen. Fast schon beängstigend – irgendwie scheint sich nichts verändert zu haben, alles ist wie früher – nur ich bin etwas größer geworden.

auf schienen zum neuen auto

Nun sitze ich im Regionalexpress der Deutschen Bahn und fahre nach Augsburg, darf glücklicherweise jedoch in Ulm in den EC113 der Österreichischen Bundesbahn umsteigen und erfreue mich an den sehr viel ruhigeren Verlauf der weiteren Fahrt.

Gefühlt bin ich der einzige Gast und fühle mich so garnicht beobachtet, während ich Unfug anstelle. Die Zeit vergeht wie auf Schienen und ich komme beinahe pünktlich in Augsburg an. Nun muss ich aber noch ein Stück weiter, denn Frau M. verlangt nach einem neuen Auto und ich besorge es heute. Mangels gutem Wetter kann ich mich trotz aller Mühen nicht zu einem Fußmarsch überreden, besteige einen elfenbeinfarbenen Mercedes, verkünde mein Wunschziel und döse noch ein bisschen.

Das Objekt der Begierde, ein Opel Agila, ist schnell gefunden, mit dem Verkäufer werde ich einig und ich montiere die Kennzeichen.
So schnell ich gekommen bin, verschwinde ich nun auch wieder und begebe mich auf die A8 in Richtung Heimat.