Archiv für Januar 2016

kadett in the snow

Inmitten der Nacht beginne ich den Kadetten zu beladen und tue mich schwer, nicht zu fallen. Eisregen, Blitzeis, weissderteufel – es ist arschglatt.

So rutsche ich behutsam ein paar Ortschaften weiter, Herr H. steigt zu und wir begeben uns auf die Autobahn. Die ersten 300km begleitet uns das olle Eis und Geschwindigkeiten über 100km/h sind nur selten möglich. Halb so wild, denn die restlichen 300km ist jede Menge Neuschnee angesagt und die Autobahnen nur wenig geräumt.

Nach 600km haben wir dann endlich unser Ziel erreicht und widmen uns nun dem angenehmeren Teil des Tages.

probefahrt xxl

Jetzt wo der Kadett wieder vernünftig läuft, ist es Zeit eine ausgiebige Probefahrt zu bewältigen.
So fahre ich heute in die Mitte der deutschen Republik, treffe mich mit einigen Freunden und mache zwei Tage eigentlich nichts anderes als Essen, Trinken und der guten Gesellschaft zu fröhnen.

Die 800 Kilometer frisst der Kadett absolut souverän, er braucht wie eh und je kein Öl und auch der Verbrauch ist nun wieder mit 6-7l absolut erträglich.

planung ist alles

Heute sind spontan Herr R, Frau J. und Frau T. zu Gast.
Also bestellen wir Essen und machen uns unter anderem daran, einen Kurztrip zu planen.
So recht einigen auf ein bestimmtes Ziel können wir uns nicht, also kommt meine in die Jahre gekommene Europakarte zum Einsatz und mein Vierbeiner hat die Entscheidungsgewalt.

Letztenendes entscheiden wir uns gemeinsam für den Süden Kroatiens – die Entfernung ist erträglich für einen Kurztrip, die Preise dort gehen klar und das Wetter dürfte im März auch annehmbar sein – ich freu mich drauf!

fix it

Vor lauter Berlin beinahe in Vergessenheit geraten – der Kadett.
Seit Monaco steht dieser in der Werkstatt, es wurde bisher auch schon einiges gemacht aber ein zufriedenstellendes Ergebnis wurde bislang nicht erzielt.

Heute soll sich das ändern – es sind weitere Ersatzteile eingetroffen und zwischenzeitlich kümmern sich gleich vier Mechaniker um den Wagen.
Nach rund 2 Stunden ist es dann soweit – er läuft! Und das auch noch ungewöhnlich gut.
So wurden nun in den vier Wochen einige Arbeiten durchgeführt – man muss dazu sagen, dass alles längst überfällig war.

- Kraftstofftank wurde ersetzt (fasste nur noch rund 20l statt 40l)
- Kraftstoffpumpe (innenliegend, war verbogen wegen des Tankes)
- Kraftstofffilter (wurde zuletzt vor 30.000km getauscht)
- Zahnriemen (Intervall leicht überschritten, wurde zuletzt im Jahr 2000 vor 210.000km getauscht)
- Keilriemen (wurde vor einem Jahr zwar getauscht, aber wenn man schon dabei ist…)
- Zündkerzen (wurde zuletzt vor 100.000km getauscht)
- Thermostat (war noch das erste und Grund für die miese Heizleistung des Kadetten, das Thermostat war stets offen, defekt)
- Wasserpumpe (war noch die erste und nach nun 300.000km hat man ihr das auch angesehen)
- Wischergestänge (habe auf eine ältere Version umbauen lassen, dafür jetzt ohne Intervallschaltung)
- Motorsteuergerät (war übrigens der Hauptgrund für die Motorprobleme!)
- Temperaturfühler Motor (gebrauchtes Ersatzteil von einem meiner Schlachter)
- Einspritzdüse (Bosch Motronic, ebenfalls aus einem Schlachtkadett)
- Drosselklappe (im Zuge der Einspritzdüse, um diverse Fehlerquellen ausschließen zu können)

Alles in allem war das jetzt doch einiges und es war auch nicht ganz günstig. Die Reperatur dürfte den Zeitwert des Kadetten minimal überschritten haben.
So unternehme ich direkt eine ausgiebige Probefahrt und fahre den Kadetten in verschiedenen Zyklen quer durch Baden-Würrtemberg.
Abschließend gilt es meinem Opel-Mechaniker ein Danke auszuspechen, denn die Kiste läuft tatsächlich so gut wie noch nie. Alle Mängel und Zicken sind weg, er läuft besser wie damals, als ich ihn gekauft habe. So stehen nun den nächsten 300.000km nichts im Wege. Toi Toi Toi.

neujahrsempfang

Verkatert aufstehen, frühstücken, einkaufen, Raclette.
Das dürfte dann wohl unser Sylvester werden – der Plan geht auch auf. Wir kaufen Unmengen Fressalien für das Raclette und bestellen anschließend Burger um die Zeit zu überbrücken.

Das neue Jahr empfangen wir dann draußen vor der Tür im Getümmel der Berliner Nacht – 2 Flaschen Secco und einige Umarmungen später zieht es uns zurück in die Wohnung und wir vergnügen uns noch mit Pulp Fiction um anschließend ins Bett zu gehen.

Der Morgen danach ist gezeichnet von trüben Blicken und einer generellen Unlust, die Damen aber wollen unbedingt nach Berlin ans Brandenburger Tor. So fahren wir widerwillig zur Siegessäule, parkieren dort und marschieren anschließend an den Pariser Platz. Der Weg dorthin ist geprägt von Umwegen, denn die eklige Massenparty zu Sylvester ist noch nicht vollständig abgebaut und daher so mancher Weg gesperrt. Entnervt erreichen wir unser Ziel, schauen das recht öde Bauwerk an und fahren anschließend mit dem Taxi zurück zur Siegessäule.

Zurück in der Wohnung fangen wir wieder dort an, wo wir das Jahr zuvor aufgehört haben. Es fließen literweise Wein und das Raclette wird erneut befeuert und so sitzen wir bis zum frühen Morgen.
Eigentlich hatte ich geplant, bei Zeit die Heimreise anzutreten, denn insgesamt stehen mir über 1000km bevor. Dank Kater und erneuter Unlust wird es wiedermal reichlich später. So gehen wir Mittags zu Ikea um dort zu Essen und verabschieden uns anschließend von den hießigen Berlinern.
Die Rückfahrt verläuft wieder wie im Flug, in Thüringen überrascht uns Schnee und ich falle spät in der Nacht zu Bett.

an der spree

Tief in der Nacht erreichen wir Berlin und Herr M. begrüßt uns freudenstrahlend.
So beziehen wir unser Gästezimmer in der recht spärlich eingerichteten Junggesellenwohnung und genehmigen uns ein paar Gläschen Wein.

Herr S. hat ebenfalls zu uns gefunden und war so freundlich, sich um unsere Gastgeschenke zu kümmern. So sorgen wir gemeinsam für ein wohnlicheres Ambiente, indem wir Herrn M. mit Ikea-Stühlen überraschen.