Archiv für Dezember 2015

casino monte carlo

Wie immer sammeln wir uns am Casino und können solang das bunte Treiben dort beobachten.
Der Portier parkt die Yuppiekisten, die Touristen fotografieren aufgeregt und die Stinkreichen tragen ihren Pelz ins Casino. Der ganz normale Wahnsinn und immer wieder lustig mitanzusehen.

Das Wetter hat sich leider noch immer nicht gebessert, die Sonne will nicht so recht – aber immerhin passt die kitschige Weihnachtsdeko so um einiges besser als sonst.

Vor Ort verabschieden wir uns noch von der Truppe rund um den Bodensee, sie treten nun die Heimreise an und wir machen uns auf den Weg zum Weihnachtsmarkt. Der Hunger möchte gestillt werden.

rüber nach monte carlo

Früh am Morgen machen sich die ersten Teams bereits auf den Heimweg, verabschiedet haben wir uns bereits in der Nacht.
Für mich ging die Nacht bis in den frühen Morgen hinein, dennoch ist es nun an der Zeit nach Monte Carlo zu fahren. Einige fahren bereits vor und der Rest macht erneut gemeinsam die Küstenstraße unsicher. Wie jedes Jahr sammeln wir uns am Basse Corniche, ein schöner Aussichtspunkt am gleichnamigen Berg direkt am Meer.

Hier machen wir Rast, Bilder und stücken Früh. Anschließend geht es im Konvoi weiter bis nach Monaco. Ehrenrunde am Casino, Fahrt auf der Grand Prix Rennstrecke und anschließend in’s Parkhaus. Treffpunkt ist wie immer zu Fuß am Casino von wo aus wir den Weihnachtsmarkt am Hafen besuchen.

willkommen in nizza

Angekommen in Nizza wühlen wir uns vorbei an Sacha Sosno’s Tête carrée durch den abendlichen Verkehr in unser Hotel.

Das Hotel liegt ziemlich zentral, nahe des Bahnhofes und könnte besser kaum sein. Nunja, eigentlich schon. Die versprochenen und gebuchten Parkplätze fehlen und auch sonst bleiben viele Wünsche offen, aber das unverzichtbare ist vorhanden: ein Bett. Somit bin ich zufrieden, checke ein und bin doch recht erstaunt dass heuer alles so gut funktioniert hat. Alle Teilnehmer haben Nizza erreicht und auch zeitlichen fuhren wir voll im grünen Bereich. Meine Planung ging auf und wir haben uns Wein, Schnaps und Essen verdient.

sie haben ihr ziel erreicht

Von Balestrino aus geht es für uns weiter – stets direkt an der Küste durch die ligurischen Städte, die mir allesamt durch meine zahlreichen Besuche bekannt sind.

Unser nächster Sammelpunkt ist Nizza und damit sind wir vorerst angekommen und können entspannen – davon trennen uns nur noch 120km, die sich auf rund 3 Stunden hinausziehen.

Das Wetter mag leider noch immer nicht besser werden und ich hoffe auf einen besseren Sonntag, Sonne täte eben die Kirsche auf der Sahnehaube sein.

geisterstadt balestrino

Voller Erwartungen steuere ich Balestrino an – das Dorf wurde in den 50er Jahren wegen der Gefahr eines Erdrutsches evakuiert und verlassen, viele der Anwohner haben sich am Ortsrand niedergelassen und so liegt der ursprüngliche Stadtkern heute wunderschön verlassen am Berg. Die Häuser verfallen nach und nach und es bietet sich ein spektakulärer Blick auf das Dörfchen.

Leider ist der Eingang versperrt durch Baugerät und grimmig dreinblickende Bewohner, so ist es uns als größere Gruppe definitiv nicht möglich in den Ortskern vorzudringen. Sehr schade, gerade weil es Pläne gibt die Gegend umzustrukturieren und danach die Geisterstadt so vermutlich nicht mehr vorzufinden sein wird. Ist man aber allein, dürfte es kein Problem sein hinein zu kommen. Das werde ich bei meinem nächsten Besuch in Ligurien definitiv machen.

Nach und nach treffen immer mehr Rallyeteilnehmer in Balestrino ein und es wird ganz schön eng auf den Straßen. Die Dorfältesten scheinen das kleine Spektakel zu genießen, sind es aber mit Sicherheit gewohnt, dass viele Touristen ihr mysteriöses Geisterdorf besuchen.

zur linken die küste

Nachdem so nach und nach alle wach sind geht es in kleinen Gruppen weiter – Unterwegs trifft man sich oft genug, schließlich haben wir alle dieselbe Route.
Als nächstes Ziel habe ich Balestrino gewählt, ein kleines Dorf in Ligurien. Das sind rund 80km Küstenstraße, gespickt mit vielen Serpentinen und einer fantastischen Sicht auf das Mittelmeer. Der Regen lässt kurz nach Genua nach und so fahren wir bei annehmbarem Wetter die wunderschöne Strecke, getoppt werden könnte das nur noch durch Sonnenschein.

Nach rund der Hälfte stößt der Ford Scorpio wiedermal kräftig Rauch aus – wie letztes Jahr auch versagt ein Kühlwasserstutzen und es muss geflickt werden. So trennen uns unsere Wege, der Rest gondelt weiter in Richtung Balestrino. Die Gruppen werden immer kleiner, man verliert sich eben ständig und findet kaum wieder zusammen.

Für die 80km benötigen wir fast drei Stunden, welche aber besser hätten kaum sein können. Die vielen malerischen Dörfer, das Meer und die Berge lassen uns die Zeit völlig vergessen.