Archiv für Juni 2015

karawankenritt

Nach erfolgreichem Sonnenbad haben wir die Adria wieder verlassen. Es ging zurück an den Wörthersee – das Vortreffen findet langsam sein Ende und wir verbringen noch einige Tage in Kärnten.

Der Weg dorthin gestaltet sich normalerweise recht trist und einfach – man fährt über die Autobahn über Udine nach Villach und ist quasi schon da. Diesesmal entschied ich mich für den schöneren Weg.

Man kann den Wörthersee auch über die Luftlinie erreichen – einfach durch die Karawanken. Es locken wunderschöne Passstraßen, endlose Weite und das Frühjahrserwachen der Natur. Rund 60km Passstraße gilt es zu bewältigen – worüber ich übrigens noch nie gelesen habe. Wenn man von Pässen in Europa spricht hört man immerzu Österreich und Frankreich – von den slowenischen kein Wort – obwohl sie beinahe schöner sind. Kaum Verkehr, touristisch nicht erschlossen, keine Hinweistäfelchen und Fernguck-Rohre.

Begeisterung machte sich auch bei‘m Kadett breit – völlig außer Atem kochte er kurz vor‘m Scheitelpunkt auf und verlangte nach einer kurzen Pause. Über 30km unentwegt Steigung und das mit Hänger und voller Beladung fordern eben ihren Tribut.

Auf die Schnelle Wasser nachgekippt und weiter ging’s. Sicher ist – dort muss ich wieder hin! Aber ohne Hänger und vielleicht mit dem Cabrio.

abgelegt

Kaum an der Adria eingelebt, verbrachten wir einige Tage damit nichts zu tun.

Entweder lagen wir faul am Strand herum, oder genossen die Schatten der Pinien auf dem Campingplatz. So wurde Buch um Buch verschlungen und der Hunger stets mit italienischer Küche bekämpft.

Nicht nur das viele Essen machte meinem Körper zu schaffen, sondern auch die Sonne – & das mit aller Gewalt.

reach adriatic

Wir waren kaum aus den südlichen Alpen draußen, wurde nicht nur das Land flacher sondern auch das Wetter besser.
Die Temperaturen köchelten schon jenseits der 30 Grad und das Meer geriet in Sichtweite – immer wieder ein tolles Gefühl!

Angekommen steuerten wir einen Campingplatz in Lignano Sabbiadoro an. Ein schöner, ruhiger Platz inmitten eines Pinienwaldes – nur ein paar hundert Meter vom Meer entfernt.
Den Tag verbringen wir mit kurzem Aufbau und restlichem Flanieren.

Die hauseigenen Wasserschildkröten des Platzes tun es uns gleich – strecken sie doch glatt den ganzen Tag das Köpfchen in die Höh & haben die Ruhe weg.

abindensüden

Nach der anstrengenden Nord-Tortur sind wir wohlbehalten zu Hause angekommen – Herr P. entlies ich in die Freiheit – stattdessen bezog Frau D. den Kadett, ich kümmerte mich um die Wäsche und koppelte den Klappwohnwagen an.

Kurzerhand den Kadett vollgetankt und schon ging es auf die Autobahn. Erstes Ziel sollte der Wörthersee sein – Mitte Mai ist das GTi Treffen.
Seit vielen Jahren fahre ich ein paar Wochen vorher hin, denn dann versammeln sich in ganz Kärnten die halbwegs normalen Leute mit den schönen Fahrzeugen bevor es zum offiziellen GTi Treffen dann recht asozial zugeht.

Nach einigen Stunden haben wir den Katschberg erreicht – diesmal haben wir den kostenpflichtigen Tunnel genommen, man muss dem Kadett ja nicht jeden Pass zumuten.

Am späten Nachmittag waren wir endlich dort – erste Anlaufstelle die berühmte „Turbokurve“ in Faak am See. Dort lassen wir den Tag ausklingen und bewundern zahlreiche schöne Autos aus ganz Europa.

maikäfers

Irgendwann haben wir es tatsächlich geschafft unser nächstes Etappenziel zu erreichen.

Die zwei Stunden bis Hannover kamen mir endlos vor – wie sich aber herausstellte ein lohnender Weg. Es schien als hätte sich jeder luftgekühlte Volkswagen aus vergangenen Tagen in Hannover eingefunden. Eine schier unendliche Anzahl an Fahrzeugen mit interessanten Geschichten dahinter. Natürlich hat die Zeit in keinsterweise ausgereicht.

So schlenderten wir, pizzaessend, ein Weilchen über das Messegelände, trafen Familie M. – angereist aus Heidenheim und bereiteten uns schon bald auf den Heimweg vor – wobei das nur bedingt passt, von zu Hause sollte es direkt weiter in den Süden gehen.


Neben meinem Kadett schaffte es ein weiterer Opel nach Hannover – Berti & Uschi hab‘ ich leider nicht entdeckt

checkin.checkout

nach dem anstrengendem Dreh ging es für uns direkt ins‘ nahegelegene Hotel. Frau L. war so nett uns ein Zimmer zu reservieren.

So kamen wir in den Genuss in der Seemannsmission in Altona zu nächtigen. Nach erfolgreichem Check in trafen wir uns noch schnell auf Speis & Trank mit dem Team von Motory.de & haben uns von der Hafencity beeindrucken lassen.

Anschließend etwas Entspannung im Hotel & gegen späterer Stund‘ auf Nahrungssuche. Wie sich herausstellte waren wir beängstigend nah an der Reeperbahn. Ein paar Gehminuten und schon waren wir mitten drin. Wie zu erwarten konnten wir es beide nicht lassen, ein wenig zu feiern. Die Nacht zog sich bis in die frühen Morgenstunden und das ungenutzte Hotelzimmer hätten wir uns wahrlich sparen können. Kurz nachdem wir dort durchzecht ankamen, war es bereits Zeit um auszuchecken.

Zum Glück hatten wir noch massig Zeit bis zur nächsten Anlaufstelle – sodass wir einige Stunden Schlaf in der Tiefgarage im Kadett nachholen konnten.
Wiedermal hat sich gezeigt – Hamburger Nächte sind unberechenbar!