Archiv für Dezember 2014

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Das Schmuddelwetter ist nun endgültig überwunden – nun ist Winter.
Was bin ich froh – so darf es nun gern ein paar Wochen bleiben…jede Wette dass Ma‘am Holle es sich schon in Kürze anders überlegt, uns mit frühlingshaften Temperaturen und Schmuddelwetter nervt.


Dem Kadett gefällt’s – er wühlt sich überall durch, – lässt sich im Gegenzug dafür aber nicht mehr abschließen. Fair.

winterwonderland

Gerade noch so zum Fest hielt nun auch bei uns der Winter Einzug – ich glaubte ja schon garnicht mehr daran.
Schaurig schön – darf nun gerne so ein paar Monate bleiben!


2010 in Biberwier (A)

Advent, Advent

der 4. Advent ist angebrochen, ich mache mich auf den Weg nach Filderstadt. Wir Jungs von den „Süd Coupés“ treffen uns im cafe del sol zum Frühstücksbrunch. Das Essen reichhaltig und lecker, die Gesichter wie immer nett und teils lang nicht gesehen. So stücken wir früh bis spät in den Mittag hinein, die ersten gehen nach Hause und ein versprengter Haufen fährt noch nach Böblingen.

cafedelsol
Bei 12 hungrigen Mäulern fällt der Rechnungsbetrag erfreulich gering aus

In Böblingen gab es einst das Meilenwerk – heißt nun Motorworld, sonst scheint sich nix geändert zu haben. Diverse Nobelhersteller sind hier vertreten und einige Oldtimerhändler – Werkstätten & Spezialisten. So kann man den zahlreichen Fahrzeugen dabei zusehen wie sie ihre Reifen plattstehen, Preisausschreibungen erforschen und wer mag auch kulinarisch aktiv werden.

Die meisten der Oldtimer sind der oberen Preisklasse zuzuordnen und leider ziemlich zu toderestauriert. Da ist in der Regel nichts mehr original, sämtliche Patina und Geschichte einfach wegradiert, ersetzt durch Neuteile und gesichtsloser garantierter Wertsteigerung – furchtbar!

Dennoch immer wieder nett hier durchzuschlendern, ist tagsüber stets geöffnet und der Eintritt frei.

ab nach Hause

Es ist soweit, die Reise findet ihr Ende.


ein letzter Blick auf die Promenade in Nizza

Mit etwas flauem Gefühl im Magen lenke ich den Kadett aus dem Parkhaus, zahle meine Zeche und drehe noch eine Runde über die Promenade.
Mit der Kupplung habe ich auf der Autobahn keine Bedenken, das müsste eigentlich gehen. Aber die Alpenüberquerung steht auch noch bevor, es bleibt also spannend.

Doch nach rund 250km auf der Küstenautobahn will die Kupplung einfach nicht mehr durchrutschen, selbst im höchsten Drehzahlbereich in allen Gängen wird die Kraft übertragen. Fast schon traurig, schließlich wäre das meine erste Panne gewesen, doch den Kadett hält einfach nix auf… ich vermute dass etwas Öl auf die Kupplungsscheibe gekommen ist und sie daher durchrutschte, andererseits ist sie schon stark verschlissen, der 87-Jährige Vorbesitzer hatte ganz offensichtlich nicht mehr allzuviel Gefühl in den Beinen.

Den San Bernadino überfährt der Kadett ohne Probleme und auch hier sehen wir nur sehr wenig Schnee. Die Heimat rückt näher. Nach 8,5Std. Autobahn sind wir am Ziel, die Haustür fällt ins Schloss.

Eine kurze Bilanz:

13 Autos
2 kleinere Pannen (Bremse fest bei BMW E30 & geplatzter Heizungsschlauch bei Ford Scorpio)
1 Totalausfall (Passat Variant, Ölpumpe defekt)
rund 25.000km haben wir gemeinsam zurückgelegt
rund 1000€ an Straßenbenutzungsgebühren bezahlt

An dieser Stelle nochmal ein Danke an alle die teilgenommen haben – es war ein Fest!
Die Vorbereitungen für 2015 können nun offiziell beginnen.

im Fürstentum

Nach einer recht kurzen Nacht in Nizza brechen wir auf nach Monaco.
Der Kadett bleibt heute im Parkhaus zurück, seit fast 100km rutscht die Kupplung durch – einerseits befürchte ich Schlimmstes, andererseits kann einen Kadett doch erfahrungsgemäß nix stoppen… wir werden sehen.

monaco
Wie immer ist die Aussichtsplattform das stillheimliche Ziel – bist du hier, hast du es geschafft, endlich angekommen.

Wir fahren an der Küste entlang nach Monaco und kehren wie gewohnt in unser kleines, etwas verstecktes Parkhaus ein. Zu Fuß geht es weiter an den Casinoplatz, welcher dieses Jahr von erstaunlich wenigen Nobelkarosserien belagert wird. Es wird doch nicht die Armut ausgebrochen sein?!

Wir flanieren weiter durch die Stadt, gehen runter an den Hafen wo im Dezember ein völlig surreal wirkender Weihnachtsmarkt ist. Ein Großteil der Truppe macht sich nun auf den Heimweg während ein paar andere und Ich noch bleiben. Nach der Verabschiedung setzen wir uns in die Autos und drehen noch ein paar Runden auf der Grand-Prix Strecke.

Zurück in Nizza ist es schon wieder Zeit zu Essen – schöne Gassen und nette Restaurants, das können die Franzosen.

Der Startschuss für eine weitere, lange Nacht ist gefallen.

mehr Meer

Die Schweiz benutzen wir dieses Jahr lediglich zum Transit – es ist bereits nach Mitternacht und wir fahren gemütlich durch den Gottard, enttäuscht von der frühlingshaften Landschaft – wo ist der Winter geblieben?
Kurz vor Chiasso verlassen wir die Autobahn – inzwischen sind rund 8 Stunden seit Abfahrt vergangen. Mit dem Ziel des Fußballstadions in Chiasso steuere ich durch die malerische Stadt. Hier am Ufer sind ausreichend Parkplätze vorhanden und quasi niemand den man um so später Stund‘ stören könnte. Nun haben wir Zeit ein wenig die Augen zu schließen, nach den Fahrzeugen zu schauen oder für sonstige Erledigungen – in zwei Stunden geht es bereits weiter.

Wir fahren westwärts Richtung Varese um nach einem guten Stück gen Süden zu fahren. Noch ist es Nacht, dunkel, eintönig.

Vorbei an Asti werden wir nicht wie üblich von dem Alpenpanorama begrüßt – stattdessen Wolken und Nebel wohin das Auge reicht. Erst ab Cuneo bietet uns das Wetter eine vernünftige Sicht auf die Alpen. Hier beginnt auch der Aufstieg, wir müssen schließlich dort drüber um an die Côte d’Azur zu gelangen. Für diesen Streckenverlauf entschied ich mich wegen der schönen und abwechslungsreichen SS20 – die Straße verbindet Frankreich mit Italien, trumpft mit fantastischen Kehren und bietet endlosscheinende Felswände. Als Sattelpunkt dient hier ein Tunnel welcher gleichzeitig die Grenze darstellt. Dieser Abschnitt ist nur einspurig befahrbar und deshalb mit einer Ampel geregelt. Das verspricht wenig Verkehr und vorallem keinen Gegenverkehr.

Den Rest bis Nizza fahren wir an der Küste entlang, durch Menton, Monaco, Eze… Nizza begrüßt uns mit wechselhaftem Wetter und einer völlig überfüllten Innenstadt, offenbar werden auch hier Weihnachtseinkäufe getätigt.

Schnell das Parkhaus aufsuchen & in den wohlverdienten Feierabend. 26 Stunden Fahrt können ganz schön anstrengend sein.