fuhrparkmanagement

Ist ja nun schon wieder ein wenig Zeit vergangen seit ich meinen neuen Kadett gekauft habe. Und nun ist mir auch noch ein Opel Agila über den Weg gelaufen, welchen ich überhaupt nicht ungekauft lassen konnte. Beim Rock am Berg Festival hat Herr L. auch sein Interesse an dem Hochdachkadett bekundet, sodass ich ihn nun gutes Gewissens weiterverkaufen kann.
Zusammen haben wir ihn nun schließlich genauer inspiziert und freudig konnten wir feststellen, dass er in weitaus besserem Zustand ist als ich erwartet habe. Kaum Rost, keine nennenswerten Mängel. Noch eben die Scheibe tauschen und ein Bett reinzimmern und schon hat Herr L. einen Highendcamper.

So ist der Hochdachwagen nun verkauft und ich kann mich dem Agila widmen. Der ist zwar penibel gepflegt, verfügt aber über einen ansehnlichen Heckschaden. Ich lege direkt los, beule aus, biege neu, klopfe rum und lackiere dann. Nun sieht man den Schaden nicht mehr und dem Leben als Overlandagila steht nichts mehr im Wege. Fahren wird ihn überwiegend meine Gattin, aber wer weiß – vielleicht darf er mit uns ja auch mal auf große Tour?

Wie geschaffen wäre er dafür – schließlich ist es ein Opel, er hat einen ollen Panzermotor und keinerlei Ausstattung. Selbst mein Kadett ist besser ausgestattet. Immerhin hat er ein Radio – das hat der Agila werksseitig nie gehabt und nachgerüstet wird natürlich auch keines. Ebenso sucht man vergebens eine Zentralverriegelung und sonstigen Firlefanz. Ein Auto ganz nach meinem Geschmack – willkommen in der Familie.

wampentreff

Schon seit geraumer Zeit möchte T. dass ich mal auf einem Kuhle Wampe Treffen vorbeikomme und heute soll es endlich so weit sein. Der Motorradclub Kuhle Wampe unterscheidet sich von anderen Motorradvereinigungen vorallem darin, dass sich der Club schon seit seiner Gründung in den 70er Jahren politisch engagiert und ganz klar antifaschistisch ist. Schonmal eine gute Sache und ich bin schon gespannt auf die netten Gesichter.
Dieses Wochenende lädt der MC Kuhle Wampe Augsburg ein zu einem kleinen treffen nähe Zusmarshausen und ich befinde mich bereits auf der Autobahn.

Wie ich ankomme sitzt da eine recht gesellige Runde, ich begrüße die Leute und frage ganz beiläufig, wo sich denn T. aufhält. Liegt noch um Zelt. Und das um 12.30 Uhr. Ohweia. Das Wecken geht recht fix und schon gibt es Frühstück. Dazu gehört neben Omelett natürlich einiger Pfefferminzlikör und gegen später finden wir uns am Kadetten wieder. Die Mopedfahrer nämlich sind gerade auf einer Ausfahrt und ich nutze die Gunst der Stunde um mein Dachzelt auf dem benachbarten Wanderparkplatz aufzuschlagen. Nebenbei hören wir erstklassige Musik und vergreifen uns an der Kühlbox. Eben eine ganz normale Parkplatzparty.

Gemeinsam unternehmen wir noch eine kleine Wanderung durch das umliegende Gestrüpp und kommen dann rechtzeitig zum Essen auf dem Campingplatz zurück. Gesättigt geht es ans Lagerfeuer und ich merke recht schnell, dass ich heute nicht mehr allzu alt werde. Die Müdigkeit steckt mir tief in den Knochen, ich lasse die Mannschaft wissen dass ich morgen zur Verabschiedung nicht mehr da sein werde und gehe schlafen. Wie erwartet bin ich zeitig wach, die Sonne sauniert das Dachzelt und ich baue gemütlich zusammen. Drüben schläft noch alles und ich verschwinde wie angekündigt so leise wie ich gekommen bin. Das war ein nettes Treffen mit noch viel netteren Leuten und mein Versprechen nach Leipzig zu kommen versuche ich 2019 dann auch wirklich einzuhalten!

rockamberg #3

Nach einer kurzen Mütze Schlaf geht es auch schon wieder weiter. Die Whatabussies bereiten wieder ein schmackhaftes Frühstück zu, ich koche mir ein paar Erbsen und Herr L. wirkt noch nicht so frisch. Scheint so als habe er schlecht geschlafen. Für heute steht glücklicherweise nichts auf dem Programm und abgesehen von Turbostaat wollen auch keine weiteren Bands gesehen werden. So beginnt der Tag mal wieder mit Schnaps, einiger Musik und zum Mittag gibt es selbstgemachte Kässpätzle. Luxuscamping neu definiert.

Nach dem gelungenen Essen feiern wir mal wieder weiter, lümmeln viel bei diversen Nachbarn herum und ich übe mich weiter im Bierdosenstechen. Meine Bemühungen daraus eine deutsche Meisterschaft zu machen, werden quasi im Keime erstickt. Live zugeschalten per Videoanruf ist uns nämlich Herr B. und zeigt kurzerhand in der heimischen Badewanne, wie das echte Kerle machen. Da kann ich überhaupt nicht mithalten. Selbst Nachbarin M. zeigt mir wo der Hammer hängt und resigniert schreibe ich das Dosenstechen einfach ab. Sollen andere das machen, ich kann es wohl nicht.

Am Abend geht es dann zu Turbostaat und nach ein paar Liedern verziehe ich mich an den Rand, lümmle in der Wiese und schau mir das Konzert einfach so an. Gefallen finde ich nur wenig an den immer gleich klingenden Liedern und so suche ich anschließend das Weite und gehe sogar relativ zeitig zu Bett.
Am Morgen ist dann auch schon wieder Aufbruchsstimmung. Der Platz leert sich langsam und auch wir verabschieden uns von den neu gefundenen Freunden und uns selbst. Noch 300km und dann ist erstmal Erholung angesagt – absolut nötig nach einem solch schönem Wochenende.

rockamberg #2

Kurzer Blick aus dem Dachzelt – es scheint hell zu werden. Geschlafen habe ich furchtbar schlecht, denn überall hat es die ganze Nacht furchtbar schrecklich gelärmt. Zu allem Übel hat es über Nacht auch sehr abgekühlt und wie so oft habe ich mal wieder keinen Schlafsack dabei, sodass ich massiv gefroren habe. Der dürre L. hat als Heizung auch nicht sonderbar gut fungiert und so verschwende ich nun keinen Gedanken daran, weiterzuschlafen. Stattdessen möchte ich die Ruhe nutzen und den Körper wieder auf Vordermann bringen. Bei den Duschen bin ich natürlich der Erste, runderneuere mich einmal und stolpere dann gemütlich zurück zum Camp.

Die süßen Whatabüsser kümmern sich derweil ums Frühstück, ich beschalle uns mit annehmbarer Musik und Herr L. liegt noch im Koma. Quasi der ideale Zeitpunkt für Schnaps. So verläuft dann der ganze Tag – wir feiern wildentschlossen, reden und treiben allerlei Unfug und starten am Nachmittag dann zu einer kleinen Wanderung. Die bereitet auch furchtbar viel Spaß und zurück am Camp strippen wir um uns anschließend zu lausen. Läuse finden wir zwar keine, dafür einige Zecken die glücklicherweise noch nicht gebissen haben.

So genießen wir weiter unser Luxuscamp, üben uns im Bierdosenstechen und ich freue mich schon tierisch auf Egotronic. Die spielen heute irgendwann gegen Mitternacht und dürfen keinesfalls verpasst werden. Am Festivalgelände angekommen ist es dann auch schon soweit und wie erwartet liefern Egotronic so richtig ab. Was ein Spaß und wie gut es doch tut auf einem Festival viele Bands zu sehen! Im Anschluss spielen noch Cafespione, nach ein paar Liedern reicht es mir aber und ich stolpere zurück zum Camp. Der Rest dürfte schon dort sein und mit Blick ins Zelt bewahrheitet sich das. Alles schläft. Die Nachbarn aber sind noch wach und wie ich meine Zähne putze habe ich schon Gesellschaft. Zusammen feiern wir lautstark eine ganz andere Party bis in die Morgenstunden, vermutlich zum Leidwesen aller anderen. Selbst Herr L. kriecht irgendwann aus dem Bett, erwacht von der lauten Musik.

rockamberg #1

Vergangenes Wochenende saß ich mit Herrn L. am Biertresen und wie das immer so ist, hatten wir einen grandiosen Einfall. Tickets für das bevorstehende Rock am Berg waren schnell erworben und heute geht es auch schon los. Der Kadett ist schnell beladen, ich hole Herrn L. ab und nun trennen uns nur noch 300km vom Festival. Die Autobahnen bis Thüringen sind herrlich leer, Whatabus ist auch schon da und zu unserem Glück haben die beiden unser Camp soweit schon aufgebaut. In Sekundenbruchteilen steht auch schon das Dachzelt und wir finden uns beim Genuss diverser Kaltgetränke wieder.

Sehr lange können wir uns hier nun aber nicht aufhalten, denn in Kürze spielen Schnipo Schranke und wir wollen es nicht verpassen. Die habe ich letztes Jahr auf Rock im Park gesehen und fand es grauenvoll, sodass es heute theoretisch nur besser werden kann. Zu meinem Glück ist es sogar deutlich besser und macht richtig Laune, ein grandioser Zeitvertreib bis zu Dritte Wahl, die spielen nämlich gleich im Anschluss. Früher hab ich die oft gehört und auch einmal live gesehen, seither aber sämtliche neuen Alben verpasst und nun bin ich recht gespannt.
Auch hier kommt ordentlich Spaß auf, so sehr dass wir sogar irgendwann zum Wasser greifen und saufen wie die Schweine.
So neigt sich ein gelungener Festivalstart dem Ende entgegen und ich bin so richtig stolz auf uns. Beide sehenswerte Bands gesehen, lecker gegrillt und ausreichend gefeiert, sodass wir uns den Schlaf nun redlich verdient haben.

parkrocker #3

Im Dachzelt herrschen saunaartige Verhältnisse aber die Müdigkeit siegt und wir liegen schließlich bis 11 Uhr hier rum, nippen gemütlich am Mädchenbier und verbringen den gesamten Mittag am Kadett und im Biergarten. Immer wieder kommt Besuch vorbei, die Nachbarn haben uns scheinbar inzwischen auch schätzen gelernt und irgendwie scheinen wir beide keinen Bock auf Bands zu haben. Erst am frühen Abend nehmen wir den kurzen Fußmarsch auf uns und möchten zu Hollywood Undead. Live sind die sicher super, aber nach ein paar Songs in der prallen Sonne haben wir schon wieder genug und machen dort weiter wo wir aufgehört haben.

Bis in die frühen Morgenstunden sitzen wir beisammen, treiben allerlei Unfug und das Dachzelt könnte schöner nicht sein. Jedoch ist es schon nach zwei Stunden so warm, dass es kaum erträglich ist und so flüchten wir in den schattigen Biergarten. Heute gibt es alkoholfreie Getränke und feste Nahrung. Ist bitternötig und wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir heute abreisen. So sitzen wir den ganzen Tag einfach nur herum, bringen den Flüssigkeitshaushalt mit viel Wasser wieder in Ordnung und dösen so manche Stunde im Schatten des Kadetten, bis wir schließlich am frühen Abend abbauen und nach Hause fahren.

Das war ein schönes Rock im Park, auch wenn wir irrsinnig viel gefeiert haben und das eigentliche Festival völlig missachteten. Beim diesjährigen Lineup fiel uns das aber auch besonders leicht und wir hoffen auf bessere Bands für kommendes Jahr wenn es wieder heißt: Wir fahren nicht mehr auf Rock im Park.



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